• 17.03.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Warum Alleinerziehende keinen Job bekommen

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» Artikel vom

Ewald H. (44) ist Personalchef in einem Konzern mit mehr als 4.500 Mitarbeitern. Das Männermagazin interviewte Ewald H. über die Einstellungspolitik und seine Erfahrungen.

Leutnant Dino: Hallo Ewald. Darf ich Dich duzen?

Ewald H: Klar doch. Ich bin ein Gelegenheitsleser des Männermagazins.

Leutnant Dino: Ach, wirklich?

Ewald H: Morgens wenn ich in der Straßenbahn sitze, dann schmökere ich ganz gerne im Männermagazin. Ich finds recht witzig und vieles stimmt tatsächlich. Im Betrieb haben wir diesen Blog jedoch gesperrt. Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter nicht abgelenkt werden.

Leutnant Dino: Was machst Du in Deinem Konzern?

Ewald H: Ich bin im Wesentlichen verantwortlich für die Personalgewinnung. Die einzelnen Abteilungen melden mir ihren Personalbedarf und ich gehe dann auf die Suche.

Leutnant Dino: Welche Kriterien hast Du bei Neueinstellungen.

Ewald H: Zuerst schaue ich auf die Qualifikation, dann auf die Erfahrung und natürlich auch auf die familiäre Situation.

Leutnant Dino: Was meinst Du mit familiärer Situation?

Ewald H: Ist jemand unterhaltspflichtig oder alleinerziehend. Handelt es sich um einen verantwortungsvollen Familienvater oder um eine glückliche Mutter. Jedes Detail ist für mich wichtig, denn wir suchen langfristige und loyale Mitarbeiter. An sogenannten Jobbern haben wir kein Interesse.

Leutnant Dino: Ich vermute, dass Du vielen Alleinerziehenden eine Chance gibst?

Ewald H: Das habe ich früher gemacht, aber heute nicht mehr.

Leutnant Dino: Warum?

Ewald H: Alleinerziehende sind in betrieblichen Notsituationen nie verfügbar. Sie finden ziemlich flott irgendwelche Ausreden, um ihren Kollegen nicht helfen zu müssen.

Leutnant Dino: Wie das denn?

Ewald H: Sie erzählen komplizierte Geschichten über ihr Kind und wollen so Mitleid erregen. Aber das sind die kleinsten Probleme.

Leutnant Dino: Welche Probleme wiegen denn schwerer?

Ewald H: Diese Alleinerziehenden sehen den Betrieb oft als eine große Dating-Börse. Die meisten von ihnen suchen mehr oder weniger einen neuen Mann. Das ist zwar verständlich, aber oft ist das nicht mit den betrieblichen Anforderungen zu vereinbaren.

Leutnant Dino: Das verstehe ich nicht. Viele Frauen suchen ihren Mann im Betrieb aus. Warum sollten das die Alleinerziehenden nicht auch tun dürfen?

Ewald H: Sie gehen viel aggressiver vor, bestehende Beziehungen und intakte Ehen sind ihnen egal. Erst gestern wurde eine Alleinerziehende dabei erwischt, wie sie ihren Abteilungsleiter in seinem Büro oral befriedigte. So geht das natürlich nicht. Wir haben Sorge, dass wir zu einem Bordell verkommen.

Leutnant Dino: Sind das nicht Ausnahmen?

Ewald H: Leider nein. Nach meinen Schätzungen gehen mehr als 70% der Alleinerziehenden so vor. Sie setzen alle Mittel ein, um einen gut verdienenden Mann an sich zu binden. Aus ihrer Sicht klappt das nur mit Sex und den bieten sie halt an. Sie kleiden sich auch dementsprechend. Sie haben auch keinen Respekt, ob der Mann verheiratet ist oder nicht.

Leutnant Dino: Können Frauen nicht ihre Klamotten selbst auswählen, die sie tragen wollen?

Ewald H: Natürlich, aber ist es unbedingt notwendig, den BH einfach wegzulassen oder durchsichtige Hosen zu tragen, bei denen das Geschlechtsteil zu sehen ist? Das geht eindeutig zu weit.

Leutnant Dino: Hast Du nicht den Betriebsrat zu diesem Problem befragt?

Ewald H: Das war ein Gespräch ohne Ergebnis. Im Nachgang hat sich herausgestellt, dass auch er eine Alleinerziehende als Geliebte hatte. Damit ist sein Urteil weder neutral, noch der Sache dienlich.

Leutnant Dino: Und deswegen stellst Du keine Frauen mehr ein, obwohl sie bei den Lohnkosten mehr als 20% günstiger als Männer sind?

Ewald H: Schön wärs. Frauen sind nicht günstiger im Lohngefüge. Wenn das so wäre, dann würden wir nur noch Frauen einstellen. Wir würden uns daran dumm und dämlich verdienen. In Wirklichkeit wollen Frauen sogar mehr Lohn als Männer und das, obwohl sie weniger arbeiten und bei weitem nicht so leistungsfähig sind. Frauen stelle ich nur für einfache Arbeiten ein, aber auch da musste ich umdenken.

Leutnant Dino: Wie das denn?

Ewald H: Ich habe festgestellt, dass beispielsweise Männer viel sorgfältiger putzen als Frauen. Auch sind Männer die besseren Köche. Ich tendiere immer mehr zu Männern, obwohl ich Frauen eigentlich gerne auch eine Chance geben würde. Aber da stimmt einfach nicht die Einstellung der Frauen zur Arbeit. Männer sind pflichtbewusster.

Leutnant Dino: Kann es vielleicht auch sein, dass Du ein Frauenhasser bist?

Ewald H: Diesen Vorwurf habe ich oft gehört. Vor zwei Jahren habe ich von einer Bewerberin eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung bekommen. Da mein Büro jedoch offiziell mit Audio und Video überwacht wird, konnte diese unangenehme Sache schnell aus der Welt geschafft werden. In Wirklichkeit hat sich die Bewerberin angeboten mich oral zu befriedigen und als ich ablehnte, hat sie mich angezeigt.

Leutnant Dino: Kommt sowas oft vor?

Ewald H: Leider sind die alleinerziehenden Frauen führend. Ich habe es nicht gezählt, aber die deutliche Mehrheit dieser Frauen bieten sich unverblümt an. Da muss ich immer herzhaft lachen.

Leutnant Dino: Wieso?

Ewald H: Durch einen schweren Verkehrsunfall bin ich impotent und ich bekomme keine Erektion mehr. Von dem Laster der sexuellen Jagd bin ich endgültig befreit.

Leutnant Dino: Das klingt ja so, als wenn Du darüber glücklich bist?

Ewald H: Anfangs war es schwer, aber heute bin ich sogar froh darüber. Früher verbrachte ich viel Zeit damit, den Frauen zu gefallen. Heute fröne ich meinen Hobbys und habe Geld ohne Ende. Ohne Frau ist das Konto immer gut gefüllt.

Leutnant Dino: Du gehst erstaunlich offen damit um?

Ewald H: Das ist für mich kein Problem. Manche Männer haben mit mir Mitleid, aber das sind oft arme Würstchen, die ihren Lohn bei ihrer Frau abgeben müssen. Da geht es mir einfach besser. Frauen waren noch nie wichtig für mich, heute erst recht nicht.

Leutnant Dino: Hast Du kein sexuelles Verlangen nach einer saftigen Muschi?

Ewald H: Manchmal schon, aber es geht ja nicht. Es ist eine reine Kopfsache. Ich habe meinen Schalter umgelegt. Heute fühle ich mich frei und unbeschwert.

Leutnant Dino: Zurück zu Deiner Einstellungspolitik. Hast Du die Frauen angezeigt, die Dich sexuell belästigt haben?

Ewald H: Ja, aber diese Anzeigen sind allesamt ins Leere gelaufen. Die Staatsanwältin hat das mit der persönlichen Freiheit der Frauen begründet. Es ist nicht verboten oder gar strafbar seinen Körper anzubieten. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ich mich bei einer Strafanzeige in die Gefahr einer Falschbeschuldigung begebe. Das würde dann für mich strafrechtliche Konsequenzen haben.

Leutnant Dino: Und?

Ewald H: Und deshalb stelle ich alleinerziehende Frauen nicht mehr ein. Damit beschütze ich die Männer, auch vor möglicher Erpressung.

Leutnant Dino: Wieso Erpressung? Gegen wen?

Ewald H: Ein Abteilungsleiter, der verheiratet ist, wurde von einer solcher Alleinerziehenden erpresst. Beide hatten Sex und dann kamen die hohen Lohnforderungen. Wir mussten diese Frau entlassen und haben ihr noch eine hohe Abfindung gezahlt, damit sie über diesen Vorgang schweigt.

Leutnant Dino: Hat sie geschwiegen?

Ewald H: Nein, natürlich nicht. Wir haben zwar die Rechtsmittel, aber faktisch keine Chance gegen diesen Vertragsbruch vorzugehen. Das ist auch eine bleibende Erfahrung. Mit Frauen einen Vertrag zu schließen ist meistens sinnlos. Sie halten sich einfach nicht dran. Kein Richter verurteilt eine weinende alleinerziehende Frau.

Leutnant Dino: Das klingt nach Frust. Hast Du welchen?

Ewald H: Anfangs schon, aber heute nicht mehr. Mich freuen die Nachrichten in den Medien, dass Alleinerziehende in Armut leben. Das macht mich sehr zufrieden.

Leutnant Dino: Ich danke Dir für Deine offenen Worte.

Ewald H: Nicht dafür. Wir sehen uns.

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