• 12.12.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Sie will ein Kind und dann kommt der Rauswurf

fette_weiber

» Artikel vom

Bärbel ist eine junge Frau aus dem prallen Leben. Sie ist der typische Kumpeltyp und sieht auch so aus. Ihr Körper ist etwas für wirkliche Liebhaber von XXL Rubensfrauen und das sei an dieser Stelle angemerkt – es ist nicht boshaft gemeint. Bärbel ist noch keine 24 Jahre alt und hat seit Jahren einen Freund, mit dem sie Wohnung und Bett teilt. Ihr Freund Kalle ist ein fleißiger junger Bursche, der zwar in seinem Job als Bäcker gut ist, aber mit der Schule seine Probleme hat. Durch die Abschlussprüfung seiner Lehre ist er mehrfach durchgerauscht und deshalb ohne Abschluss. Seine Arbeitszeiten sind knallhart. Schon morgens um 2 Uhr muss er in der Bäckerei sein und dann 10 Stunden durchknüppeln. Seine Bärbel ist keine geistige Überfliegerin. Nach mehreren Gelegenheitsjobs bindet sie nun Blumen, die sie auf dem Markt verkauft. Beide passen gut zusammen. Die Bildung der beiden ist etwa auf dem gleichen Niveau und sie bemühen sich gemeinsam den Lebensunterhalt zu bestreiten. In der Beziehung kam es selten zu größeren Streitereien, alles schien harmonisch. Wie so üblich, kann Bärbel wie ein Wasserfall ihren Gesprächspartner niedermetzeln. Kalle dagegen ist etwas wortkarg und hält sich aus dem Frauengeschwätz komplett heraus. Aus seiner Sicht reicht es völlig aus, wenn Bärbel seine Meinung gleich mitvertritt und das ist auch gut so. Das schafft keine Probleme, die ihn meistens eh nicht interessieren.

Die gemeinschaftliche Haushaltskasse ist zwar übersichtlich, aber beiden geht es gut. Der Kühlschrank ist reichlich gefüllt und sogar kleinere Urlaube und Restaurantbesuche sind drin. Kalle hat seinen Verdienst immer auf das gemeinsame Konto überwiesen. Er braucht schließlich nur etwas Geld für Zigaretten, mehr nicht. Für Kalle ist es wichtig, dass es seiner Bärbel gut geht und es ihr an nichts fehlt. Das Leben der beiden ist bescheiden, aber sie leben seit Jahren harmonisch zusammen.

Folgerichtig träumt Bärbel von einem gemeinsamen Kind und nach kurzer Absprache mit Kalle setzte sie die Pille ab. Eigentlich war es keine Absprache, sondern eine Ansage, aber Kalle dachte sich, dass das schon in Ordnung ist. Schließlich liebt er seine Bärbel, obwohl er als dürrer Hecht durchaus einige lächelnde Blicke erntet, wenn er mit Bärbel sonntags flanieren geht. Kalle hat sich nie daran gestört. Auch nicht, dass die Wohnung immer etwas zugemüllt und das Bad nicht immer sauber ist. Er dachte sich, dass niemand perfekt ist und er auch seine kleineren und größeren Fehler hat.

Im Oktober setzte Bärbel die Pille ab und es dauert natürlich einige Wochen, bis sie wieder fruchtbar war. Ihre Freundinnen freuten sich mit Bärbel. Schließlich sehen sich die Damen täglich und sind die besten Freundinnen. Das Vertrauensverhältnis ist so groß, dass sie sich alles erzählen und gegenseitige Ratschläge immer befolgt werden.

Kurz vor Weihnachten war Bärbel immer noch nicht schwanger und Kalle rauschte zum dritten Mal durch die Gesellenprüfung. Der Frust hing bei Bärbel sehr tief und sie teilte ihre Sorgen mit ihren Freundinnen. Der einhellige Ratschlag: Das ist kein richtiger Mann. Der taugt nichts, wenn er durch eine simple Gesellenprüfung fliegt. Was soll man mit so einem Mann? Was für ein Loser? Bärbel merkt dabei nicht die Heuchelei ihrer besten Freundinnen, die allesamt selbst keinen Freund haben. Sie hat, auf Rat ihrer Freundinnen, Kalle vor die Tür gesetzt und er wohnt nun wieder bei Mutti. Wo soll er sonst hin?

Kalle versteht die Welt nicht mehr. Ja, er hat die Gesellenprüfung nicht bestanden, aber er ist immer noch der gleiche Mann wie vorher auch. Er hat keine andere Frau und ging nur mit seiner Bärbel außer Haus. Er trinkt auch nicht und war in guten wie in schlechten Zeiten stets für seine Bärbel verfügbar. Warum hat Bärbel ihn vor die Tür gesetzt? Kalle weiß es nicht. Bärbel zählte bei seinem Rauswurf lediglich seine Fehler auf, die er immer schon hatte. Er redet zu wenig, sagt zu selten seine Meinung und kann Bärbel angeblich nicht zuhören, wenn sie ihren Monolog hält. Und zu guter Letzt ist er durch die Prüfung gerauscht und damit ein Versager, den keine Frau gebrauchen kann. Kalle war geschockt über Bärbels Kritik, denn für Kalle sind das keine Trennungsgründe. Warum wird er von Bärbel nicht mehr geliebt? Liegt es wirklich nur daran, dass Kalle ein schlechter Zuhörer ist? Er weiss, dass die Freundinnen von Bärbel gegen ihn sind und sie meinen, dass ihre Bärbel einen erfolgreicheren Mann verdienen würde.

Bärbel wohnt nun wieder alleine in der ehemals gemeinsamen Wohnung und jeden Tag kommen ihre Freundinnen, um sie zu trösten, nachdem sie so viele kostbare Jahre mit einem Loser verbracht hat. Sie hat was Besseres verdient, so ihre Freundinnen, die noch immer keinen Freund haben. Sie schreiben sich täglich dutzende Nachrichten über WhatsApp und haben sich geschworen, dass sie sich nur für den "richtigen" Mann hergeben wollen.

Zwischendurch wollen sie sich aber doch von einem Mann besteigen lassen, denn schließlich juckt auch mal die Muschi. Aber nur wenn sie geil sind, wollen sie sich vögeln lassen. Das haben sie sich geschworen, denn schließlich sind sie keine Schlampen und fühlen sich als begehrenswerte Frauen.

Nun ist Bärbel seit drei Monaten Single und es tut immer noch sehr weh, dass ihr Kalle nicht mehr da ist. War ihre Entscheidung richtig? Das fragt sich Bärbel jeden Tag und wenn ihre Freundinnen nicht da sind, dann weint sie. Am liebsten würde sie ihren Kalle anrufen und ihn wieder einziehen lassen. Das traut sich Bärbel aber nicht, denn sie würde als schwache Frau vor ihren besten Freundinnen dastehen. Nein, das will sie auf gar keinen Fall. Ihre Freundinnen sind einfach wichtiger als jeder Mann der Welt und sie haben sich gegenseitig die ewige Treue geschworen.

Bärbel guckt nach dem Duschen, so wie Gott sie geschaffen hat, in den Spiegel. Ja, sie ist dick, sogar sehr dick. Und ihre Brüste sind zu klein für ihren massigen Körper und der Hintern einfach zu schmal. Ihr Nacken ist fest und der Übergang vom Kopf zur Schulter kaum sichtbar. Auch hat sie ihren Hautausschlag im Gesicht nicht in den Griff bekommen und gegen ihre fettige Haut konnte bisher kein Arzt helfen. Sie weiß, dass sie kein geistiger Überflieger ist und sie sorgt sich. Wie mag sie in zehn Jahren aussehen? Kalle ist weg und wo soll sie einen neuen Freund herzaubern, der sie nimmt wie sie ist? Bärbel ist mit ihren Freundinnen oft in Bars, wo sie mehr trinken als sie eigentlich vertragen können. Kein Mann interessiert sich für sie. Alle ihre Freundinnen sehen besser aus und das macht es noch schwieriger. Ihre Freundinnen greifen jeden verfügbaren Mann ab und haben dann wenigstens einen One-Night-Stand. Es ist für Bärbel keine Befriedigung, dass ihre Freundinnen keinen festen Freund finden, weil ihnen der Ruf eines Fickfetzens vorauseilt. Sie fühlt sich einsam und sie mag ihren Kalle so sehr. Bärbel bereut ihren schwerwiegenden Fehler, auf ihre Freundinnen gehört zu haben. Sie hätte nicht gedacht, dass sich kein einziger Mann als neuer Freund anbietet. Sie hat sogar versucht in die Offensive zu gehen, aber außer Gelächter von den saudummen Männern hat sie nichts geerntet.

Bärbel überlegt nun, ob ein neuer Job nicht eine gute Lösung wäre. Ihre beste Freundin arbeitet als Kellnerin und sie nimmt oft den letzten Gast mit nach Hause. Das möchte Bärbel auch und vielleicht findet sie so ihren Traumprinzen.

Und was ist mit Kalle? Bei Mutti ist es toll, denn er muss nichts für Essen und Wohnen zahlen. Seine Wäsche wird gemacht und liegt sauber und geordnet im Schrank. Mutti kümmert sich um alles und auch das Essen schmeckt super. Natürlich ist es im Haus von Mutti blitzblank und er genießt die Reinlichkeit. Geld hat er nun jede Menge, denn Kalle muss nichts mehr teilen. Er hat sich ein neues Smartphone und ein Tablet gekauft. Er geht gerne mit seinen Kumpels weg und letztens hat er eine Frau kennengelernt, die deutlich besser als seine Bärbel aussah. Er wunderte sich, dass er so gute Chancen bei Frauen hat. Er genießt den Sex mit anderen Frauen, aber eine feste Bindung will er nicht mehr. Zu tief sitzt der Stachel der letzten Beziehung, wo er alles gegeben hat und am Ende nur einen Arschtritt dafür bekam. Nein, seine Bärbel liebte ihn nicht. Sie hat ihn wegen einer nicht bestandenen Prüfung entsorgt. Er musste aus der Wohnung ausziehen und von seinem Geld hat er keinen Cent zurück bekommen. Bärbel sagte ihm, dass das Leben teuer sei und sie alles gemeinsam verbraucht hätten. Es sei kein Geld mehr übrig und deswegen könne sie auch nichts geben. Von den gemeinsamen Anschaffungen in der Wohnung hat Kalle auch nichts erhalten.

Kalle hat seine Lektion gelernt und amüsiert sich prächtig über die Artikel im Männermagazin. Manche Artikel liest er mehrfach und er weiß heute, dass seine Bärbel ihn nur ausgenutzt hat. Möge diese Schlampe fett werden bis sie platzt, denkt sich Kalle. Und Kalle denkt richtig!

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