• 07.12.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die liebevollsten Menschen sind Männer

bulldog

» Artikel vom

Männer sind die besseren Menschen. Jeder mit gesundem Menschenverstand, auch das können nur Männer sein, weiß das. Männer haben ganz besondere Gene und verkörpern dadurch grandiose Führungseigenschaften. Sei es als Familienoberhaupt oder als Rudelführer und Besitzer eines Hundes. In Zeiten, wo die Familie nicht mehr als solches funktioniert, weil der weibliche Part dazu keine Lust mehr hat, bekommt ein Hund eine ganz besondere Bedeutung. Ein Freier Mann möchte zu gerne seiner natürlichen Fürsorge nachkommen und diese ausleben. Und da ist nichts schöner, als sein Leben mit einer Fellnase zu versüßen. Ein Hund ist und bleibt sein ganzes Leben lang ein Baby, aber mit der besonderen Eigenschaft, sein Herrchen stets abgöttisch und bedingungslos zu lieben. Im Gegenzug bietet das Herrchen absolute Sicherheit und garantiert die lebenslange Versorgung auf höchstem Niveau. Ein Mann weiß Treue und Loyalität zu schätzen. Diese Eigenschaften haben nur Männer und Hunde. Frauen, Katzen, Vögel und Ratten können damit nicht dienen. Nein. Nur ein Hund ist der wahre Freund des Mannes und nichts anderes.

Nach diesem kleinen Vorspann, nicht zu verwechseln mit einem Vorspiel, geht es gleich ins Eingemachte. Wer als Mann die völlige Nutzlosigkeit einer Frau erkannt hat, macht sich Gedanken über die Erfüllung seines Lebens. Ein Freier Mann hat an sich alles, aber eben nicht die besondere Liebe. Und die bietet nur ein Hund.

Natürlich bringt der Vierbeiner nicht nur Freude, sondern auch etwas Arbeit. Zudem sollte die Hundehaltung mit dem Beruf harmonieren. Einen Hund den ganzen Tag alleine zu lassen, das kann nicht Sinn der Sache sein. Ein Hund vereinsamt schnell und kann auch in eine Depression abgleiten. Er leidet sehr, wenn das Herrchen nicht da ist. Wer in einem Büro arbeitet, sollte mit seinem Chef sprechen, ob das Hündchen mit in die Firma kann. Wenn nicht, dann sollte man durchaus einen Firmenwechsel ins Auge fassen. Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass ein Hund im Büro die Leistungsfähigkeit und auch die gute Laune steigert.

Zunächst stellt sich immer die Frage, ob es ein Hund aus dem Tierheim oder ein Welpe vom Züchter sein soll. Auch Wohnsituation, Hunderasse, Lebenserwartung und Bewegungsdrang sind von Bedeutung. Das sind nur einige Entscheidungsfaktoren, die jeder für sich selbst festlegen und bewerten muss.

Ich für meinen Geschmack habe immer nach einem Hund geschaut, der wie ein richtiger Hund aussieht. Einen nicht zu großen, aber muskulösen Hund mochte ich schon immer. Jenseits der behördlich verfolgten Listenhunde ist da das Angebot recht dürftig. Gleichzeitig sollte das Hündchen nicht zu agil, von ausgeglichenem Gemüt und leicht erziehbar sein. So kam ich auf den Olde English Bulldog. Das ist kein Listenhund, aber meine Gemeinde machte mir trotzdem Schwierigkeiten. Als Freier Mann habe ich Klage eingereicht, doch zum Gerichtstermin kam es nicht, weil die Gemeinde irgendwann eingeknickt ist. Ein echter Mann fackelt nicht lange und zieht vor Gericht. Entschlossenheit ist alles im Leben.



Nachdem ich mich für den Olde English Bulldog entschieden hatte, war die Frage nach dem Geschlecht schnell beantwortet. Auf gar keinen Fall ein Rüde. Ich kann es einfach nicht ertragen, wenn der Bursche abends stundenlang seine Nudel lutschen kann und ich nicht. Ein Mädchen bekommt zwar ihre Tage, aber das ist kein Problem. Also bin ich zum Züchter gefahren und suchte mir einen weiblichen Welpen aus. Die Wahl war sehr schwer, denn die Kleinen nehmen einen sofort in Beschlag und kuscheln ohne Ende. Süß sind sie alle, aber schließlich habe ich mich für eine ruhige junge Dame entschieden. Der wesentliche Point bei einem Welpen ist, dass man die ersten vier Wochen durchgehend Tag und Nacht für das Hündchen Zeit haben sollte. Diese Phase ist enorm wichtig und prägt das gesamte Hundeleben.

Für mich waren diese vier Wochen die schönste Zeit meines Lebens. Beim Züchter packte ich den Welpen in eine Box und fuhr ganz langsam nach Hause. Schließlich soll sich die junge Dame ans Auto gewöhnen. Zu Hause angekommen hat ein Welpe natürlich etwas Angst. Alles ist neu und die Mama wie auch die Geschwister fehlen. Also gab es erstmal etwas zum Fressen. Die Schüssel war schnell geleert und bevor ich meine Schuhe anziehen konnte, hatte die kleine Schlampe ihr Geschäft schon neben dem Fressnapf erledigt. Da wird nicht geschimpft, sondern der kleine Haufen liebevoll entfernt. Beim nächsten Fressgang hatte ich die Schuhe schon an. Kaum hatte das Hündchen alles aufgefressen, nahm ich es und ging raus. Weit kam ich nicht, denn das Geschäft wurde nun auf meinem Arm erledigt. Ok, das passiert eben. Nach kurzer Zeit schafften wir es nach draußen und sie machte ihren ersten Haufen auf der Wiese. Oh, da habe ich sie gelobt ohne Ende. Nach drei Wochen war mein Bulldog stubenrein. Nun musste ich nur noch die Zeichen erkennen, wenn das Hündchen raus sollte. Meine Dame jammerte leicht und dann hieß es sich zu beeilen. Ein Hund ist recht schnell stubenrein und die Erziehung dazu muss natürlich ohne jegliche Gewalt erfolgen. Die erste Zeit sollte das Hündchen alle zwei bis drei Stunden raus, auch nachts, damit es lernt, dass zu Hause nicht geschissen und gepisst wird.

Ein Welpe ist immer neugierig und zu gerne wird alles angeknabbert. Logisch. Wichtig ist, dass die Dame lernt, dass die Hand vom Boss nicht aufgefressen wird. Wenn sie in meine Hand beißen wollte, dann rief ich „Aua“ und schob ihr ein Beißholz ins Maul. Das machte ich auch, wenn sie woanders knabbern wollte. Damit lernt der Hund, dass Beißen und Knabbern nur im Beißholz erlaubt ist. Das kapierte mein Hündchen sehr schnell. Auch sollte darauf geachtet werden, dass Herrchen jederzeit ins Fressen greifen oder die Hand ins Maul schieben darf. Selbst das Leckerli muss man wegnehmen dürfen, ohne dass der Hund knurrt oder versucht zu beißen. Das muss im Welpenalter erlernt werden und deswegen braucht es anfangs eben vier Wochen Urlaub. Da kann man sich intensiv um alles kümmern. Ein Hund hat gerne ein gemütliches Zuhause und eine kleine Höhle kommt da prima an. Ich habe so eine Höhle unter meinem Schreibtisch gebaut. Dort lernte die junge Schlampe, dass der Platz unterm Schreibtisch zu Herrchens Füßen immer schön ist. Heute liegt mein Bulldog auch beim Kunden oder im Restaurant ganz brav unterm Tisch. Alles was ein Hund wissen muss, sollte ihm im Welpenalter beigebracht werden. Man muss eine Strategie entwickeln und anhand der Ergebnisse stets nachjustieren.

Je nach Rasse gibt es Hunde, die nicht für eine Schlafschale geeignet sind. Gerade Bulldog und Co. liegen nachts gerne beim Herrchen im Bett. Das ist artgerecht und erzeugt eine besondere Bindung. Überall wo das Herrchen ist, will auch der Hund sein, um seine Streicheleinheiten zu bekommen und zu kuscheln.

Die Erziehung eines Hundes ist überhaupt kein Problem, wenn die Tagesordnung klar ist und im Haus kein Stress herrscht. Stress überträgt sich auf das Tier und macht es fix und fertig. Ein Hund ist später sehr relaxt und souverän, wenn die Erziehung ohne Gewalt und mit absoluter Konstanz verläuft. Deswegen haben Frauen meist keinen Hund, sondern eine Katze. Ein Hund braucht eine Führung mit viel Liebe und Verstand. Das kann nur ein Mann bieten.

Natürlich gibt es Situationen, wo ein Hund auch mal in eine Hundepension muss. Die sollte sehr sorgfältig ausgesucht werden, gerade wenn es sich um einen sensiblen Hund handelt. Eine gute Hundepension wechselt man nicht mehr, denn ein Hund mag keine Veränderungen. In der Stammhundepension kennt er bereits alles und freut sich im günstigsten Fall sogar darauf.

Ansonsten wird der Hund überall mitgeschleppt. Es ist einfach schöner, wenn ein Mann sein Leben mit einer treuen Freundin teilen kann.


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