• 16.05.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Argumentativ bin ich erstklassig aufgestellt

dino

» Artikel vom

Das Leben ist ein nie endender Lernprozess. Im Jahr 2005 hatte ich einen richtigen Hass auf den deutschen Staat. Was wurden mir die Hammelbeine lang gezogen und die Gesetze offenbar nur dazu genutzt, mir als Unterhaltspflichtiger alle Geldscheine abzusaugen. Wenn nicht freiwillig, dann eben mit Gewalt. Ich habe mich damals mit allen Behörden aggressiv angelegt. Das war dumm von mir. Kein Mann und auch keine Gruppe aus der Bevölkerung ist in Deutschland der Lage, durch aktiven Widerstand Gesetze zu ändern. Wer daran glaubt, ignoriert die Realität. Ich gehörte damals zur Gruppe dieser Traumtänzer.

Nachdem ich mir bei meinem sinnlosen Kampf immer wieder eine blutige Nase holte, ist mir irgendwann mal aufgefallen, warum niemals ein Politiker vor dem Strafrichter steht oder gar in den Knast wandern muss. Ein waschechter Politiker befolgt die Gesetze und nutzt die Lücken für sich geschickt aus. Das ist schlau. Politiker winden sich wie die Aale und sind nicht zu greifen. Das sind in Bezug auf diese Fähigkeit meine Vorbilder schlechthin.

Man sollte nicht gegen etwas kämpfen, was man nicht ändern kann. Vielmehr müssen Strategien her, wie man sich möglichst effizient durchwurschteln kann. Die Unterhaltsprellerei beruht genau auf dieser Strategie. Im Männermagazin wurde das Thema umfassend erörtert. Frauen reden gerne davon, dass der Mann selbst daran schuld ist, wenn er in die Liebesfalle tappt. Und damit liegen sie leider richtig.

Die Wurzel des Übels löst niemand mit einer Petition oder irgendwelchen Gerichtsklagen. Auch Gespräche mit Politikern bei ihrer Wahlkampf- oder Öffentlichkeitsarbeit bringen nichts. Sie vermitteln einem vielleicht das Gefühl, dass sie die Probleme gehört und verstanden haben, aber spätestens beim nächsten Toilettengang wird das Gehörte und angeblich Verstandene gleich wieder entsorgt. Bis zum nächsten Tag hat ein Politiker schon wieder alles vergessen.

Die Taktik der redlichen und anständigen Väterrechtler, der linken und antisexistischen Männerrechtler, der linksradikalen Feministinnen und der anderen Figuren, die in dem Thema unterwegs sind, hat noch nie irgendeinen Erfolg eingefahren. Sie versuchen bis zur Selbstverleugnung alles, um wenigstens einmal mit am Tisch der Entscheidungsträger sitzen zu dürfen. Und dann wird angeblich alles gut werden, ganz bestimmt. Dabei werden sie nicht mal wahrgenommen. Dieser Anpassungskampf ist sinnlos. Unterschriftenaktionen und Petitionen wandern bei Politikern grundsätzlich in den Papierkorb. Das ist die Realität.

Das Männermagazin geht einen völlig anderen Weg. Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden und das sind wir Männer selbst. Wir selbst sind an unserem Desaster schuld und niemand anders. Nur wer diese Erkenntnis gewonnen und verstanden hat, kann eine erfolgreiche Strategie für sich entwickeln.

Es ist logisch, dass ein kinderloser und lediger Mann kein Problem mit dem Familienrecht hat. Wieso auch. Keine Frau verklagt ihn, kein Jugendamt verlangt titulierten Unterhalt und sein Einkommen muss er nicht teilen. Solche Männer haben gut lachen. Aber eben nur bis zu dem Tag, an dem sie sich zum Liebeskasper machen und an die ewige Liebe ihrer Traumfrau glauben, vorbehaltlos, naiv. Genau in diesen Zeitraum, zwischen Singledasein und der großen Liebe setzt das Männermagazin an.

Wer es schafft, seinen selbstbestimmten und unabhängigen Zustand für den Rest seines Lebens zu erhalten, wird niemals Probleme mit dem Familienrecht bekommen. Was Männer andernfalls erwartet, das führe ich ihnen in den verschiedensten Variationen vor Augen. Bildhaft, lustig, übertrieben, provokant, aber auch mit überharten Worten. Kein Mann soll behaupten können, dass er nicht wissen konnte, was ihm blüht.

Das Männermagazin transportiert die Folgen leichtsinnigen männlichen Handelns basierend auf dem bedingungslosen Vertrauen auf eine Frau. Natürlich muss kein Mann monogam leben, aber er kann Vorkehrungen treffen, damit es ihn nicht erwischt. Vorkehrungen zu treffen ist schlauer, als im Nachgang viele Jahre um seine Existenz kämpfen zu müssen. Wer daran zweifelt, sollte sich dort informieren, wo jemand Ahnung davon hat und aus eigenem Erleben berichtet. Eben im Männermagazin.

Ich will nicht behaupten, dass ich die Psyche der Männer verändere, aber ich führe die Gefahren anschaulich und leicht verständlich vor Augen. Geschlechtsverkehr ja, aber nur, wenn hundertprozentiger Schutz vor ungewollter Vaterschaft gewährleistet ist. Der besteht nur, wenn die Samenleiter fachgerecht durchtrennt sind. Freundin ja, aber nicht in die Wohnung einziehen lassen. Heiraten nein, weil die Ehe mit größter Wahrscheinlichkeit geschieden wird. Auslandsbraut nein, zu teuer und unberechenbar. Doch damit nicht genug. Wer seine Freundin nicht mit in den Urlaub nimmt, spart jede Menge Geld. Kein Mann der Welt hat es bisher geschafft, seine Frau oder Freundin exakt hälftig an den Urlaubskosten zu beteiligen. Es gibt jede Menge Männer, die das zwar behaupten und sich dabei stolz auf die Schulter klopfen, aber das ist Selbstbetrug.

Ich führe keinen Kampf gegen bestehende Gesetze und auch keinen Feldzug gegen den Staat oder die Behörden. Im Gegenteil. Ich bin für eine drastische Verschärfung des Familienrechts. Männer kapieren Gesetze am besten, wenn sie ihnen richtig wehtun und die Geldbörse bei der Scheidung nicht schleichend, sondern sofort leer ist. Deswegen begrüße ich ausdrücklich jede Erhöhung von Kindes-, Trennungs-, Ehegatten- und Betreuungsunterhalt. Eine Frau kann nicht teuer genug sein. Ein Kind kann nicht teuer genug sein. Das sind optimale Voraussetzungen, um schneller Veränderungen herbei zu führen, beginnend in den Köpfen der Männer, noch vor dem ersten Stich. Wenn die dramatischen Folgen von sorglosem Geschlechtsverkehr im Männerhirn jederzeit präsent sind, dann kommt es auch nicht dazu, außer man ist vasektomiert. Das ist eine rein psychologische Geschichte.

Klingt das alles irgendwie lächerlich? Na klar, aber nur für die Männer, die noch nicht im Schlamassel stecken. Die entsorgten Väter stimmen mir tieftraurig zu und würden zu gerne die Zeit zurück drehen. Jeder Mann ist frei in seinen Entscheidungen und kann sich seinen Weg selbst wählen. Wie sich ein Mann im Einzelfall entscheidet, liegt nicht in meiner Hand, doch ich biete für die Entscheidungsfindung sehr gerne meine Hilfestellung.

Dass ich mir mit meiner Arbeit nicht nur Freunde mache, liegt auf der Hand. So behaupten die linken und antisexistischen Männerrechtler, dass ich ein Frauenhasser sei. Andere schreiben mir Rassismus zu, wieder andere rechten Populismus. Da kann ich nur lachen. Anstatt mal ihren Arsch hoch zu bekommen, sitzen sie selbstgefällig vor ihrem Computerbildschirm und vergeben Haltungsnoten für jedes meiner Worte und für meine Medienauftritte. Oh mein Gott, er hat Zierfisch geschrieben, ganz klar ein Rassist. Genau diese Männer und deren Jünger werden irgendwann am eigenen Leib erfahren, was sie im Männermagazin lesen und verteufeln. Ist der Geldbeutel durch eine Frau leer gesaugt, dann wechseln genau diese Männer ziemlich flott die Fronten.

Meine Aufklärungsarbeit ist keine Schande, genauso wenig wie der Selbstschutz meines Lesers, wenn er zum Beispiel seine Freundin aus der Wohnung wirft und sich eine neue, jüngere Freundin sucht, die in ihrer eigenen Wohnung wohnt. Räumlich mit seiner Freundin getrennt zu leben schützt vor finanziellen Verpflichtungen, wenn sie in Hartz IV rutscht. Nicht verheiratete Männer, die mit ihrer Hartz IV Freundin zusammen wohnen, müssen die per Gesetz zwangsweise finanziell versorgen. Dazu bedarf es keiner Heiratsurkunde. Wer es nicht glaubt, der investiere 150,- € in eine anwaltliche Beratung.

Diskutiere über diesen Artikel und teile Deine Erfahrungen mit anderen Lesern!

Beachte bitte die Hinweise für Kommentare.

Alle Artikel im Archiv lesen - Das Männermagazin

»Check out

wohnung

Es ist Mitte November. In den Schaufenstern stapeln sich die Lebkuchen und die Freundin wird allmählich nervös. Weihnachten…

»Das Küchenwunder

pbanner

Gutes Essen ist ein beliebtes Thema im Männermagazin. Spannt der Ranzen nach den Feiertagen? Oder übte man sich in asketischer…

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert


Über Leutnant Dino
Impressum
Datenschutz