• 19.07.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die Freude an der Jagd oder der Besuch beim Fleischer

jagd

» Artikel vom

Otto ist ein leidenschaftlicher Jäger. Er putzt seine Stiefel und zieht mit seinem frisch geölten Jagdgewehr in die dunkle Nacht. Es ist kalt und nass. Otto sitzt auf seinen Hochstand und wartet geduldig auf das junge Reh, das er mit einem gezielten Schuss erlegen will. Nach sieben Stunden des Wartens ist es soweit und es läuft ihm endlich vor die Flinte. Das Reh erahnt die Gefahr, weiß aber nicht woher. Otto ist nervös und aufgeregt und vor lauter Vorfreude auf den leckeren Braten schießt er - vorbei. Völlig gefrustet geht er nach Hause, öffnet eine Flasche Bier und schaut auf das letzte Urlaubsbild mit seiner Ehefrau Helga. Otto nimmt das Bild, trinkt einen kräftigen Schluck aus der Wodkaflasche und denkt sich: Mein Gott, was ist die Alte hässlich geworden. Sein Frust, das junge Reh nicht erlegt zu haben, ist groß. Mindestens genauso groß ist sein Frust beim Anblick seiner alten und abgerissenen Ehefrau.

Ottos Kumpel Horst ist aus einem anderen Holz. Er findet die Jagd Scheiße und zu aufwändig. Hat er Hunger oder Appetit, dann geht er zum Fleischer seines Vertrauens. Hat er Lust auf Filet oder auf Wild, dann zeigt er nur mit dem Finger drauf und der Fleischer packt es ein. Horst geht zur Kasse, legt ein paar Scheine auf den Tisch und schon gehört das Fleisch ihm. Meistens wird es noch am gleichen Abend genussvoll verzehrt. Ohne großen Aufwand ist er glücklich, streichelt sich nachts über seinen runden Bauch und lässt vor Zufriedenheit einen Furz fahren. Da er seine alte Frau nicht mehr innig umarmt und sie Rücken an Rücken schlafen, muss sie seinen Gestank ertragen. Sie merkt es nicht, denn sie schnarcht wie ein alter Sandsack vor sich hin.

Horst hat einen 36-jährigen Sohn. Er ist stolz auf ihn, denn er hat erfolgreich Informatik studiert und einen hoch dotierten Job in einem Konzern. Regelmäßig besucht der Sohn Stefan seine Eltern und die Nachbarn schauen neidisch auf sein neues Auto, ein Mercedes S-Klasse Coupé. Am liebsten ist Stefan mit seinen Vater zusammen und sie saufen dann die ganze Nacht durch. Seine Mutter macht für ihn und seinen Vater das nächtliche Essen und schon vor 23 Uhr schläft sie auf dem Sofa ein. Wenn Vater und Sohn die erste Flasche Wodka intus haben, machen sie sich über Otto lustig, wie er stundenlang auf dem Hochsitz ausharrt und auf das junge Reh wartet, was er nie bekommt. Nach Mitternacht, die zweite Flasche ist angebrochen, plaudern beide über die Weiber. Ihr Lieblingsthema, denn Vater und Sohn sind regelmäßige Puffgänger und beide sind sich einig: Nichts ist günstiger als eine junge Frau für einige Stunden zu mieten.

Stefan hat schon eine Ehe gegen die Wand gesetzt und durfte eine üppige Summe an seine Exehefrau abdrücken - als nachträgliche Entschädigung, so schrieb die Familienrichterin im Scheidungsurteil. Stefan hat sich nach Alternativen umgeschaut und dabei viele Varianten der käuflichen Liebe ausprobiert. Er hat nicht mehr nach einer neuen Liebe gesucht, denn die wahre Liebe hat ihm die Familienrichterin wahrhaft versaut. Ehefrauen kosten viel Geld und nach der Scheidung wird es richtig teuer. Nein, eine Ehefrau will er nicht mehr, aber hin und wieder braucht er schon die Erfüllung seiner sexuellen Wünsche. Stefan war auf dem Straßenstrich, in einem Bordell und er hat sich ein junges Reh in seine schicke Wohnung bestellt. Das war alles nichts. Er fühlte sich zwar erleichtert, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte nicht. Stefan kam auf die Idee, in einen FKK-Saunaclub zu gehen und das war genau das, was er gesucht hatte.

Stefan erzählt nun seinem Vater von seinen Erfahrungen aus dem FKK-Saunaclub und der hörte gespannt zu. Er schaut nochmal kurz zur Couch, auf der seine fette Alte schnarcht. Vater und Sohn stoßen an und kippen sich einen übergroßen Wodka in den Rachen. Fast im Flüsterton erzählt Stefan seinem Vater, wie es im Saunaclub läuft. Eintritt 40,- € und alle Frauen laufen nackt herum. Man kann sie vorab wunderbar mustern und checken, ob der Körper einem zusagt. Es gibt einen großen Whirlpool, zwei Saunen und eine Ruhewiese, wo sich der hart arbeitende Mann entspannen kann. Die halbe Stunde mit einer Dame kostet 50,- € und wer gegen 18 Uhr in den Saunaclub einrückt, kann mit den Damen gemeinsam für 10,- € am Buffetessen teilnehmen. Das ist recht witzig, meint Stefan, denn selbst beim Essen laufen die Damen unbekleidet rum. Das macht ihn richtig geil. Stefan verbringt immer 3 bis 4 Stunden im Club und nutzt den gesamten Service. So ein schöner Abend kostet ihn zwischen 100 und 150,- €, mehr nicht.

Die zweite Flasche Wodka ist nun fast leer und Horst gibt seinem Sohn Stefan Recht, dass ein Saunaclub ziemlich geil ist. Nur der Blöde geht auf die Jagd und macht sich zum Depp. Viel Aufwand und wenig Nutzen, da sind sich Vater und Sohn einig. Zumal ein Date mit einer Frau mit allem drum und dran meistens mehr als 150,- € kostet und der Sex ist da noch nicht mal inklusive. Den gibt es erst nach mehreren teuren Abenden. Nein, so doof kann kein Mann sein, aber die Doofen sterben eben nicht aus. Vater und Sohn rollen sich einen Joint und rauchen nun gemeinsam. Sie lachen, kichern und klopfen sich auf die Schenkel, wie doof doch Otto sei, der immer auf die Jagd geht und doch nichts reißt, außer die Toilettenkette, weil Ottos Frau wieder einmal nach einem Kackgang vergessen hat zu spülen. Vater und Sohn müssen sich die Tränen vor Lachen aus den Augen wischen und Horst zeigt auf Stefans Mutter. Schau sie Dir an, sagt Horst zu seinem Sohn. So sehen sie alle aus und das schon nach wenigen Jahren. Beide krümmen sich vor Lachen. Mutti wacht auf und mault rum, dass Vater und Sohn besoffen und bekifft sind. Sie lachen darüber, wie die fettleibige Mutter in Richtung Schlafzimmer davonrollt. Als Mutti die Schlafzimmertür schließt, ist das Gelächter noch größer. Der Joint lässt beide Männer jeglichen Respekt verlieren und sie belustigen sich über die alte Frau. Nein, und da sind sich beide einig, die Fleischtheke ist allemal besser als auf die Jagd zu gehen. An der Fleischtheke kann man sich das Fleisch zeigen lassen, bekommt den Preis gesagt und kann dann immer noch ja oder nein sagen. Das ist doch geil.

Horst und sein Sohn Stefan sind nun dermaßen besoffen, dass sie morgens um 4 Uhr grölend vor dem Haus von Otto stehen und ihn lautstark auffordern, nun gemeinsam in einen Saunaclub zum Vögeln zu fahren. Er solle sich keine Sorgen machen, seine Frau würde nichts davon erfahren. Als Ottos Frau aus dem Dachgeschoss brüllt, dass sie die Polizei holen würde, liegen Horst und Stefan lachend auf den Boden und können sich kaum beruhigen. Mein Gott, ist die Alte hässlich, brüllen beide.

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