• 30.11.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die Mauer

mauer

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Der 13. August ist der Jahrestag des Mauerbaus. Das war im Jahr 1961. Die Mauer trennte den Imperialismus vom Sozialismus und war damals notwendig, um das Ausbluten der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zu verhindern. Jede Menge Fachkräfte, aber auch wertvolle Güter wurden ungehindert in den Westen geschafft, als die Grenze noch offen war. Damit wurde Schluss gemacht. Die Mauer hat einerseits Ruhe gebracht, aber auch neue Spannungen erzeugt. Das war die Grenze zwischen zwei Gesellschaftssystemen und Militärpakten. Ost und West waren durch die Mauer eindeutig getrennt.

Als eingefleischter DDR-Bürger habe ich mir meine Herkunft und Identität bewahrt. Europa ist wichtig, aber eine Selbstaufgabe bis hin zur Leugnung der nationalen Identität ist geradezu lächerlich und beschämend. Der Deutsche soll nicht mehr Deutscher, sondern Europäer sein. So will es die heutige Politik. Der Traum von einer Vermischung und völliger Glückseligkeit ist nicht nur ein Irrtum, sondern Schwachsinn. Das hat noch nie funktioniert und wird es auch in Zukunft nicht. Vielmehr erzeugt die heutige Politik Frust. Vor Jahren kam die Diskussion auf, ob man stolz sein darf, ein Deutscher zu sein. Allein diese Fragestellung zeigt, dass hier etwas nicht stimmt. Natürlich darf ein Deutscher stolz auf seine Herkunft sein. Hätte meine Mutter mich in Japan geboren, dann wäre ich sicher kein Japaner. Ein Fisch, der im Pferdestall geboren wurde, wird auch niemals ein Pferd werden. Den Deutschen ihre Identität abzusprechen ist Rassismus pur und nichts anderes. Warum sich ein Deutscher in Deutschland den Zuwanderern anpassen soll, bleibt ein Rätsel. Aber darüber darf weder diskutiert, noch gesprochen werden, weder öffentlich, noch im Männermagazin. Wer das tut, dem droht Ungemach. Schnauze halten und nichts sagen, das ist die heutige Devise.

Auch die ehemalige Mauer ist zum Zankapfel geworden. Aus Sicht der DDR war es eine legale Grenze. Die BRD sah das anders und erklärte den Schießbefehl der DDR in Bezug auf Grenzverletzungen für ungültig, gar für menschenverachtend. Deswegen werden die an der Mauer erschossenen Menschen heute geehrt. Die andere Meinung darüber ist, dass die erschossenen Menschen an der Mauer ihr Risiko kannten und es trotzdem eingegangen sind. Jeder DDR-Bürger wusste, dass er an der Mauer abgeknallt wird. Deswegen sind die meisten eben nicht rübergesprungen oder haben es erst gar nicht versucht. Wer möchte schon im Kugelhagel enden? Demzufolge kann es keine heroische Tat sein, sondern mehr ein Akt der eigenen Blödheit. Wer das sagt, kann durchaus Ärger bekommen. Deswegen sagt man lieber nichts.

Auch wurde vor Jahren diskutiert, ob die DDR nicht komplett aus den Geschichtsbüchern getilgt werden soll. Alle DDR-Symbole wollte man verbieten, so wie in Polen sowjetische Symbole verboten sind. Gut, von den Polen ist nichts anderes zu erwarten, aber von Deutschland? Das Verbot kam nicht, weil es einfach zu viele ehemalige DDR-Bürger gibt. Eine Revolte wollte die Bundesregierung lieber nicht provozieren. Aber allein die Planung des Verbots zeigt, wie es um die Meinungsfreiheit steht.

Apropos Polen, auch das ist ein schönes Thema. Der alte deutsche Grundbesitz ist in das Staatseigentum der Polen übergegangen. Wie jeder weiß, hat das mit dem Dritten Reich nichts zu tun. Meiner Familie gehörten große Ländereien im heutigen Polen, und das seit 1752. Alles ist weg, geklaut, gestohlen, enteignet. Und dieses Unrecht wurde im Nachgang legalisiert. Helmut Kohl war sein geeintes Europa wichtiger als irgendwelche Streitigkeiten über persönlichen Grundbesitz. Damit dürfte ebenso klar sein, was eine Grundstücksurkunde im Zweifelsfall wert ist. Gar nichts. Der Staat macht damit, was er will.

Enteignungen trafen nicht nur Deutsche in Polen. So wurde auch in Deutschland ehemaliger jüdischer Privatgrundbesitz nach Ablauf der Anspruchsanmeldefrist kurzerhand an den Jewish Claim übertragen. Nein, auch das waren nicht die Nazis, sondern die Demokraten nach der Wiedervereinigung. Darüber darf ebenso nicht gesprochen werden. Nicht weil es verboten ist, sondern weil der deutsche Staat demokratisch sein will. Und in einer Demokratie ist eben alles legal und rechtens.

Diebstahl durch Staatsmächte ist an der Tagesordnung, dagegen gibt es kein Mittel. Privateigentum soll in Deutschland angeblich ein hohes Gut sein, was es aber nicht ist. Wer Besitzer einer Eigentumswohnung ist, der kann damit nicht machen, was er will. Wer seine Eigentumswohnung als Ferienwohnung anbietet, kann Ärger bekommen. In Nürnberg, München und in vielen anderen Städten ist das verboten. Einerseits ist das in Zeiten von Wohnungsmangel zu verstehen, anderseits gehört dem Staat diese Wohnung nicht, aber er bestimmt darüber. Der Staat könnte sogar Zwangszuweisungen von Menschen vornehmen. Das hat er zwar noch nicht getan, sondern nur angedroht, doch wenn die Zuwanderung weiter zunehmen sollte, dann ist das keine Science-Fiction mehr.

Und man glaubt es kaum, dass die offiziellen Medien mittlerweile darüber berichten, dass viele Menschen in den Städten Angst haben. Der nächtliche Mob übernimmt das Kommando und die Polizei sieht dabei hilflos zu. Was sollen sie auch tun? Heute werden 40 Randalierer festgenommen und morgen laufen diese Burschen wieder frei und grinsend herum. Warum sich überhaupt die Mühe der Festnahmen machen? Richtig, das ergibt keinen Sinn. So entstehen rechtsfreie Räume. Das nennt man Anarchie. Die viel beschriebene Stadtflucht hat schon eingesetzt. Wer kann, der wohnt auf dem Land.

Bei diesen vielen Problemen träumt der Ossi wieder von seiner DDR. Die Ordnung, die Sicherheit und die einst schöne Heimat, das war einmal und wird nie wiederkommen. Erich Honecker war vielleicht doch nicht so schlecht, wie behauptet wird. Die schöne kleine DDR war eine Oase. Da waren die Deutschen noch unter sich und so schlecht war das sicherlich nicht. Wer heute so denkt, ist ganz klar ein Rassist. Deswegen wird nur noch im stillen Kämmerlein darüber diskutiert. Wer seine Meinung offen vertritt, der verliert ganz flott seinen Job. Gepriesen sei die Meinungsfreiheit.

Noch gibt es in Deutschland einige schöne Oasen. Da ist die Welt in Ordnung und auch sicher. In Oberfranken beispielsweise. Wer hier wohnen darf, lebt einfach ruhiger und besser. Von den vielen Problemen bekommt man nichts mit und das ist nicht verkehrt. Niemand kann die jetzige Politik ändern. Deshalb ist es besser, sein privates Leben so einzurichten, dass mögliche Probleme erst gar nicht entstehen.

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