• 14.12.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Ein Hort der Unzucht

campingplatz

» Artikel vom

Was musste ich gestern hören? Der Platzwart eines Campingplatzes, mittlerweile mehr als ein guter Bekannter, der nachts zur Sicherheit der Gäste seine Runden dreht, war einerseits überrascht und anderseits erschrocken. Nein, es wurden keine wilden Partys gefeiert, wo er einschreiten müsste. Es gab auch weder laute Musik, noch lärmende Jugendliche. Nein, es wurde nur gevögelt. In jedem zweiten Zelt wurde schwer gestöhnt und ein Mädel aufgebockt. Da lag Spermaduft in der Luft. Ich war selbst überrascht, denn das zeigt mir, dass gerade die Jugendlichen sich keine Gedanken machen, welche Folgen ungezügelter Geschlechtsverkehr haben kann. Nun muss ich wohl oder übel einige Visitenkarten des Männermagazins verteilen. Aufklärung ist alles!

Dazu passt auch wunderbar mein heutiger Termin in der Nähe eines Studentenwohnheims. Ich war zu früh da und auf einer Bank saß ein junges Pärchen, das genüsslich eine Kippe rauchte. Mir war langweilig und so ging ich auf die beiden zu, fragte, ob noch Platz sei und wie es denn so läuft in einem Studentenwohnheim für die Töchter und Söhne von Besserverdienenden? Und da war ich überrascht. Das Hobby vieler Studenten ist, ihre Mitstudentinnen in der Tiefgarage zu vögeln. Dort trifft man sich nachts auch zum Rauchen und kann sich dabei über die wackelnden Autos amüsieren. Der junge Mann und seine Freundin konnten mir gleich die Namen der Studentinnen sagen, die sich von den verschiedensten Kommilitonen nageln lassen. Wenn das die Eltern wüssten.

Das Gespräch mit dem jungen Pärchen war interessant. Sie ist knackige 19 und ich fragte sie, ob sie Kinder haben möchte. Na klar, sagte sie. Erstaunt fragte ich nach, warum sie studiert, wenn sie später eh zu Hause auf der Couch sitzen und maximal einen kleinen Nebenjob beim Bäcker haben wird. Da machte sie große Augen. Sie wolle wenigstens gebildet sein, meinte sie. Also Bildung ist wichtig, um dann trotzdem keiner gescheiten Arbeit nachzugehen? Dagegen hatte sie kein Argument zu bieten. Sie meinte zwar noch, dass sie auch mit Kind Vollzeit arbeiten könne, aber glaubhaft klang das eher nicht.

Der junge Bursche war recht aufgeschlossen. Mein momentanes Lieblingsthema, den Unterschied zwischen Sex und Sexarbeit, konnte ich zwar nicht anbringen, aber dafür über Frauen als rasant alternden Kostenfaktor diskutieren. Man muss seine momentane Freundin mit spätestens 35 entsorgen, um wieder offen für was Junges zu sein. Es macht keinen Sinn, eine alte Frau am Zipfel hängen zu haben. Vielleicht gibt es Ausnahmen, aber da muss der Service grandios sein. Saubere Wohnung, richtig geiles Essen und ansonsten sehr folgsam. Aber auch da ist nichts garantiert, wenn ein junges Ding mit dicken Möpsen vorbeikommt, die den gleichen Service bieten kann. Aber das ist höchstselten. Die meisten Frauen wissen nicht, was Männer brauchen. Da müssen sich diese Hühner nicht wundern, wenn der Hengst öfters mal woanders einlocht. Und dazu ist ein Campingplatz ideal. Das ist ein Hort der Unzucht und des offenen Sexes. Da herrscht kein Mangel an Frauen. Der Vorteil liegt auf der Hand. Zum Campen gehen nur Naturmädels und keine Luxusschlampen. Die sogenannten anspruchsvollen Frauen, die glauben, etwas Besonderes zu sein, hängen an den Wochenenden in den Bars ab, um Männer abzuzocken.

Nun musste ich mich von dem Pärchen verabschieden, weil mein Kollege zu unserem Treffen erschien. Er zückte seine Visitenkarte aus der Geldbörse und ich konnte dort nur zwei 10 Euroscheine erspähen. Ich sagte gleich, dass er verheiratet sei. Er bejahte und fragte mich verdutzt, woran ich das erkannt habe. Natürlich an seiner bescheidenen Bargeldmenge. Da musste er lachen und meinte, dass sein Taschengeld zur Monatsmitte meistens fast alle ist. Das sei ziemlich übel. Köstlich! So ein kleiner Scherz, der so viel Wahrheit beinhaltet! Das macht ein ernstes Gespräch durchaus locker.

Aber zurück zum Campingplatz. Das Campen macht nicht nur Spaß und bringt Erholung, sondern ist auch ein idealer Platz zum Glotzen und Baggern. Und das für Low Budget. Das gibt es so nirgends. Wer seine Kiste Bier mitbringt, der lebt richtig billig. Lass die Muschi vielleicht 3 Bier und einige Wodkas saufen, mehr als 5 oder 6 Euro müssen nicht investiert werden. Geringer Einsatz bei maximalem Spass. Das ist Top.

Ich campe sehr gerne, zumal mein Gespann aus Lada 2104 und DDR Wohnwagen Qek bestaunt wird. Ok, nicht von allen. Es gibt auch Jugendliche, die mich auslachen, aber das sind die jungen Bürger aus der kapitalistisch besetzten US-Zone. Die verstehen nicht, was Heimat und Heimatverbundenheit ist. Aber die Ossis finden das geil. Nebenbei lasse ich gerne den Kommunisten raushängen, obwohl ich durch die Gehirnwäsche des Imperialismus in den letzten 25 Jahren eher liberal geworden bin. Aber einige sozialistische Highlights geniesse ich durchaus noch, vor allem die blank rasierten Muschis. In der DDR waren die meisten Weiber behaart wie ein Äffchen. Äffchen sind sie zwar heute noch, aber wenigstens blank. Das ist ein Fortschritt. Ich nenne es eine gelungene demokratische Errungenschaft.

Episoden gibt es auf dem Campingplatz genug. Kurz vor einem Gewittersturm fragte mich ein junges Ding, ob sie meinen Gummihammer haben kann, um ihr Zelt zu sichern. Klar, aber danach muss sie meinen Hund kraulen. Kein Thema. Was sie aber nicht wusste ist, dass meine Hündin gerne an einer Vagina schnüffelt und die war unter dem kurzen Rock quasi auf dem Präsentierteller. Auf meine Hündin ist immer Verlass und so tat sie, was sie immer macht. Sie steckte ihren Kopf ruckzuck unter das Röckchen und nahm selig einen tiefen Atemzug. Die Camper neben mir brüllten, die junge Dame kreischte und mein Hund schaute überglücklich drein. Immerhin bekam mein Wauwau keine Strafanzeige. Da haben wir echt Glück gehabt. Ich musste an der Schnauze meines Hundes schnüffeln, um … nein, das sage ich jetzt nicht.

Auf dem Campingplatz bin ich der Einzige, der immer nüchtern ist. Ich saufe nicht und habe stets einen klaren Kopf. Das kann man von der Jugend nicht erwarten, aber das Herumficken auf dem Campingplatz muss sich jeder Mann gut überlegen. Zu gross ist das Risiko, dass der Stift Karies bekommt oder er nach 9 Monaten ungewollt Papi wird. Und dann entdeckt er auf der Suche nach einer Lösung das Männermagazin und schreibt mir wie viele vor ihm eine E-Mail, dass er mich viel zu spät gefunden hat. Ja, das ist dann Scheiße, aber so ist das Leben.

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