• 18.11.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Frauen sind immer so mies drauf

lenin

» Artikel vom

Was für ein wunderschöner Tag. Ich stehe an der Isar und mein Bulldog, der nun offiziell kein Kampfhund mehr ist, schlürft das frische Wasser aus dem Fluss. Es ist fast schon zu heiß für einen Oktobertag und ich schlendere in Richtung eines hochpreisigen Cafés. Dort setze ich mich, eine Karte brauche ich nicht. Zu oft habe ich hier schon verweilt. Die Kellnerin kommt. Eine Frau mit Doppelschwarte auf dem Ranzen. Von Bauch kann hier nicht mehr die Rede sein. Ich bestelle einen Milchkaffee, eine Sprite mit Eiswürfel und frage nach Kuchen. Es folgt die schnippische Antwort, dass ich mir das Kuchenbuffet selbst angucken solle. Ja, aus Frauensicht ist das eine wirklich geistreiche Antwort. Würde die Kellnerin das auch sagen, wenn ich ein Steak bestellt hätte? Wohl kaum. So antwortete ich ihr, dass sie mir doch einfach die Kuchensorten aufzählen soll und das bitte etwas freundlicher. Schließlich bin ich nicht ihr Ehemann. Das hat gesessen und hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Kellnerin rannte weg und es kam eine deutlich besser aussehende Kollegin. Und auf einmal klappte alles zu meiner Zufriedenheit. Meine Stimmung war immer noch prächtig, denn als Mann weiß ich, dass Frauen launige und schnell eingeschnappte Wesen sind. Und eine Charaktereigenschaft ist typisch für sie, die Wut. „Das macht mich so wütend“ kommt immer dann, wenn ihnen sachliche Argumente fehlen.

Natürlich geht es auch anders. So war ich mit meinem Bekannten und Freund, den ich liebevoll Lenin nenne, bei einem Italiener. Die Bedienung war ein Knaller. 35 Jahre, ausgestattet mit richtig prallen Brüsten und einer runden Hüfte. Sie kommt aus der Ukraine. Der Service war wirklich Klasse und die Portionen sehr reichlich. Die gute Fee des Hauses, eine ältere Dame, brachte meinem braven Bulldog ein Stückchen Fleisch. Das war regelrecht vorbildlich. Meine Betti verschlang den Leckerbissen mit Hochgenuss und kam auf die geniale Idee, dass dort, woher die Dame kam, noch mehr Fleisch sein müsste. Wie ein Geschoß sprintete mein Bulldog den Gang entlang, mit durchdrehenden Pfoten an der Theke vorbei und verschwand in der Küche. In solchen Situationen muss ich nicht nach Betti rufen. Sie würde eh nicht hören. Es dauerte einige Minuten, ehe der Koch meinen Bulldog am Halsband aus der Küche zog. Eine köstliche Situation und alle Gäste lachten.

Lenin und ich plauderten über Gott und die Welt. Während ich von Frauen nichts mehr wissen will, braucht Lenin hin und wieder noch eine Muschi. Er meint sogar über sich, dass er ein sehr guter Ficker sei. Oh Mann. Welche dumme Frau hat ihm das nur eingeredet? Mag er daran glauben. Eigentlich will auch Lenin von den Frauen loskommen. Nach seiner Scheidung ist er immerhin zum waschechten Unterhaltspreller geworden. Ohne Frau und Kinder hat er genug Zeit, endlich zu studieren. Er hat sich für Elektrotechnik entschieden und bisher alle Prüfungen mit Bravour bestanden. In zwei Jahren wird er mit seinem Studium fertig sein und dann entscheiden, welchen beruflichen Weg er einschlägt. Lenin ist ein schlauer Bursche. Er wird sicherlich eine gute Möglichkeit finden, den Spagat zwischen Job und Unterhaltsprellerei zu meistern. Als Freund stehe ich ihm mit Rat und Tat zur Seite. Seine Exehefrau ist davon natürlich nicht begeistert und sie beschwerte sich über das Männermagazin und mich sogar in ihrer Klageschrift. Angeblich soll ich kein guter Einfluss für Lenin sein. Etwas anderes als armseliges Denunzieren habe ich von dieser Frau auch nicht erwartet.

Die Elektrotechnik ist die Königsklasse der Ingenieurswissenschaften. Ich habe großen Respekt vor Männern, die dieses Zeug kapieren. Das ist schwere Kost und viele schaffen dieses Studium nicht. Ganz verstecken muss ich mich aber auch nicht. Immerhin habe ich als alter Sack die Grundlagen der Elektrotechnik vor gut einem Jahr an einer Hochschule studiert und die Prüfung bestanden. Ich kann etwas mitreden und weiß, wie hart Elektrotechnik ist. Es gibt einige Bereiche im Bauwesen, wo diese Grundlagen für ein besseres Verständnis gut sind. Schließlich gibt es im Bauwesen jede Menge elektrische Verfahren. Mein kleines Fachwissen reicht allemal aus, um etwas schlau daher zu schwätzen.

Lenin macht es richtig. Er ist jetzt 40 und tritt nochmal aufs Gaspedal. Mit Frau und Kindern, so Lenin, würde er dieses Studium nicht durchstehen. Da würde schlichtweg die Zeit fehlen, vom Geld ganz zu schweigen. Damit dürfte die Frage wiederum klar beantwortet sein, ob Frauen den Männern tatsächlich den Rücken freihalten. Natürlich nicht, aber behaupten tun sie es dennoch. Und Lenin hatte richtig großes Glück, dass seine Ehefrau ihn verlassen hat, obwohl er so ein guter Ficker ist. Doch warum verlässt eine Frau so einen tollen Hengst? Egal, Hauptsache sie ist weg.

Schlechte Ficker kenne ich genug. Ich selbst bin auch so einer. Meine erste Ehefrau ist mit ihrem Arbeitskollegen durchgebrannt. Solche Momente muss ein Mann einfach ertragen. Schließlich kann man nicht alles haben. Heute bin ich stolz darauf, dass keine Frau bei mir jemals einen Orgasmus hatte. Das hat mich nie sonderlich interessiert. Warum auch? Sex wird komplett überbewertet.

Vor einigen Tagen sagte mir ein Kollege von einem anderen Ingenieurbüro, dass er neue Mitarbeiterinnen stets vor mir warnen würde. Das habe ich überhaupt nicht verstanden. Immerhin beurteile ich Frauen nach ihrem wahren Wesen. Was daran schlecht sein soll, begreife ich nicht. Trotzdem finde ich es respektvoll, dass er mir das ins Gesicht gesagt hat. Ich mag solche offenen Worte und bin deswegen nie sauer. Ändern will ich mich freilich auch nicht. Jedenfalls gab ich diesem Kollegen zur Antwort, dass mich die Frauen lieben würden. Nach dem Lacher bekam ich zu hören, dass ich da wohl unter einer Fehleinschätzung leide.

Solche Episoden sind typisch männlich und auch ich quäle ab und zu einen Baukollegen. Seine Frau ist mit ihren zwei Kindern von heute auf morgen zu einem anderen Mann gezogen. Mein Lieblingsspruch, wenn er einen Fehler macht: „Du bist nicht nur ein mieser Ficker, sondern auch ein grottenschlechter Ingenieur“. Manchmal tut mir der arme Kerl leid, aber Mitleid ist ein schlechter Ratgeber. Die Alte ist eben weg. Aus die Maus. Er ist noch in der Trauerphase, aber die Zeit wird alle Wunden heilen. Vielleicht sollte ich meinen Spruch ihm gegenüber ändern. Immerhin ist er nun täglicher Onanierer.


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