• 16.05.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Das Statement

bulldog

» Artikel vom

Ich mag das Besondere und nur ich bin mir wichtig. Immerhin hat man als weißer und toxischer Mann seinen guten Ruf zu verlieren. Damit das nicht passiert arbeite ich jeden Tag hart an meinem Image. Ok, das war jetzt ein wenig übertrieben, aber es geht in erster Linie immer um das eigene Wohlbefinden. Das ist für einen erfolgreichen Highperformer sehr wichtig. So lege ich großen Wert auf schöne Klamotten mit dem gewissen Etwas und meine Perfektion wird stets durch eine klassische Brille unterstrichen. Ich nenne das ein Statement. Das muss nicht weiter erläutert werden, denn ein Statement ist eben ein Statement. Wer das verkörpern kann, der hat es im Leben geschafft. Dazu gehört auch die Kleinigkeit, dass man im Urlaub seinen eigenen privaten Pool hat. Das rundet einfach alles ab. Und schon wieder übertreibe ich ein wenig, denn wenn ich in meinem Lada vorfahre, dann wissen alle Bescheid. Dieser Typ muss völlig am Ende sein, so der Eindruck. Auch das ist ein brauchbares Image. Wer unter dem Radar fliegt, ist eben sicher.

Nun hat meine ehemalige Putzfrau mir mal gesagt, dass ich scheiße aussehe und wegen meines miesen Charakters nie eine Frau abbekommen werde. Sicherlich ist das die vermeintliche Höchststrafe für einen Mann. Ist es aber nicht. Erstens interessiert wirklich niemanden das Geschwätz einer Frau und zweitens genügt es völlig, wenn ich mich Klasse finde. Auch sind das für mich keine echten Neuigkeiten, denn alle Frauen finden mich Scheiße und das ist auch gut so. So klebt sich keine Frau an meine Geldbörse und klaut mir den letzten Cent. Aufgenötigte Großzügigkeiten kotzten mich früher schon an. Eine Frau zu finanzieren ist einfach nicht mein Ding und für das bisschen Fickerei lohnt es sich eh nicht. So einfach kann eine effektive und erfolgreiche Lebensformel sein. Und trotzdem mag ich Frauen und rede sogar gerne mit ihnen, auch um mich zu freuen, dass ich genau so ein Schätzchen eben nicht haben will. Vielleicht könnte ich eine sexbesessene Rakete aufreißen, aber dazu müsste ich mich ins Zeug legen und viele Scheinchen investieren. Nein, danke. Und obendrein kann ich meinen Bulldog nicht vernachlässigen.

Aber zurück zum Statement. Wer es durch seine Persönlichkeit schafft, ein Statement zu verkörpern, der kann nur erfolgreich sein. Selbst eine Krise ist ein Erfolg, denn sie ist die perfekte Motivation, Dinge in seinem Leben grundlegend zu ändern. Diese Denkweise verstehen nur Männer, Frauen nicht. Und deswegen gebe ich mich mit Frauen nur bedingt ab. Vielleicht mal für ein Schwätzchen, aber mehr läuft nicht. Den Kontakt zu Frauen möchte ich generell nicht verlieren, denn sonst würden mir meine lustigen Geschichten ausgehen. Und das wäre wirklich bedauerlich.

Jetzt fragst Du Dich als Leser sicher, wie denn so ein Statement aussieht. Kein Problem, dazu habe ich extra für Dich ein Bildchen geknipst.



Es ist völlig klar, dass ein Highperformer, der ein Statement verkörpert, ein klein wenig selbstverliebt sein muss. Nebenbei gesagt ist die Welt auch anders nicht zu ertragen. Zudem bin ich von vielen gescheiten Männern umgeben und das ist das Salz in der Suppe. Ich könnte mein Leben nicht ertragen, wenn mich jeden Tag irgendwelche Vollpfosten oder Weiber zutexten würden. Mir macht mein Leben großen Spaß, weil ich von Männern umgeben bin, die etwas auf dem Kasten haben. Diese Männer wissen natürlich genau, wie sie mich ansprechen müssen, damit ich kurzfristig einige ihrer Problemchen löse. Und im Gegenzug wird mir natürlich auch geholfen. Das geht nur unter Männern. Die Baubranche ist vielleicht die letzte Bastion, wo der Mann noch das Sagen hat. In vielen anderen Bereichen versauen Frauen das Männerleben. Ich wollte an sich nicht über Frauen sprechen, aber diese Menschen sind eben die Hölle. Wer als Mann auf eine Frau hört, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Wenn mein Kumpel mich anruft, dann höre ich immer den gleichen Spruch: „Nie rufst Du mich an! Nie hast Du Zeit für mich!“. Irgendwie scheinen die Männermagazinartikel keinen guten Einfluss zu haben. Da muss man sich schon Frauensprüche anhören. Mittlerweile rutschen mir solche dämlichen Sprüche in Baubesprechungen heraus. Aber weil dies immer schöne Männerrunden sind, wird erstmal abgelacht. Nichts geht über eine Besprechung nur mit Männern. Da gibt es reichlich Kaffee, etwas Ordentliches zu essen und nebenbei werden konstruktiv und zügig die anstehenden Problemchen besprochen und gelöst. Und in meinen Baubesprechungen wird es nie laut, weil mein Bulldog unterm Tisch liegt. Meine Prinzessin kann keinen Lärm leiden und ein in sich ruhender Hund wirkt auf jeden Mann beruhigend.

Es gibt wirklich nichts Schöneres als ein Männerleben. Als Frau würde ich mir spätestens mit 38 das Leben nehmen. Kein Mann sollte weibliche Altershässlichkeit ertragen müssen. Und genau aus diesem Grund gibt es den Feminismus. Da sind die Trümmer unter sich mit ihrem Gejammer und können sich gegenseitig Mut machen. Trotzdem ist ein Frauenleben einfach nur beschissen, mit 38 ist alles Gute vorbei und es bleibt nur noch das Elend. Deswegen ist Frau Dr. Finke für uns Männer so interessant. Tag für Tag können wir auf Twitter zur Warnung den geistigen Dünnschiss einer angeblich hochgebildeten Frau lesen. Wer Dr. Finke liest, packt keine Frau mehr an. Diese Erkenntnis ist gesichert.

Das Leben als Mann könnte nicht besser sein. Ok, vielleicht gibt es einige Nuancen, die man verbessern kann, aber die absolute Perfektion ist kaum erreichbar und auch nicht unbedingt erstrebenswert. Es reicht völlig aus, ein Statement zu werden.

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