• 24.03.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Stefan findet kein Loch

muschi

» Artikel vom

München ist ein schwieriges Pflaster. Die Münchner Frauen sind sehr anspruchsvoll, so reden die Weiber dort über sich selbst. Natürlich meinen diese Frauen nicht ihre eigene Bildung, sondern die finanziellen Ansprüche an einen Bewerber. In München ticken die Uhren schlimmer als in jeder anderen Stadt Deutschlands. Hier ist alles teuer und kostspielig. Ganz besonders die Frauen.

Nun wohne ich zwar in München, aber freilich nicht in Schwabing. Schwabing ist völlig überteuert und überbewertet. Nein, mich hat es an den Stadtrand gezogen, wo es fast schon ländlich ist. In die Stadt fahre ich nur, wenn es beruflich unbedingt sein muss. Ich brauche keine Bar und auch kein Edelrestaurant. Selbst im berühmten Dallmayr Shop regt mich nichts an. Dort kosten selbst kleinste Häppchen ein Vermögen. Selbst der Diesel Laden ist eine einzige Enttäuschung. Wenn ich wirklich etwas brauche, dann fliege ich nach New York. Ein Anruf bei meinem Sponsor und das Ticket ist gebucht. Aber im Moment habe ich alles.

In München ist die Damenjagd für einen Mann im saftigen und potenten Alter in der Tat problematisch. Die meisten Männer hängen am Wochenende in den Bars ab oder besuchen die unzähligen Ü30 Partys. Dort funktioniert die Anbahnung stets nach dem gleichen Ritual. Die anspruchsvollen Frauen gehen mit 10 Euro aus und warten auf einen Sponsor für den Abend. Das hat mein Kumpel Stefan schon alles durch. An sich ein gut aussehender Mann, Ende 30, wirklich guter Job. Eben kein Loser, sondern durchaus ein etwas besser Verdienender. Und trotzdem konnte er bisher nichts reißen. Da macht sich durchaus Frust breit.

Ich traf ihn heute wieder und nach wenigen Minuten kamen wir, wie kann es auch anders sein, auf das männliche Lieblingsthema. Weiber und Ficken. Ja, Stefan hat die letzten Monate seinen Stift nicht einmal in freier Wildbahn versenken können.

Völlig klar, dass ich mit erstklassigen Ratschlägen aufwarten kann. Camping heißt die Lösung aller männlichen Probleme. Natürlich muss man sich auch auf dem Campingplatz etwas Mühe geben, aber die teuren Goldgräberinnen gibt es dort weniger, eher die Naturmädels. Die lassen sich leichter aufreißen und normalerweise darf am ersten Abend eingelocht werden. Die Natur, frische Luft, ein schöner See, tolles Wetter und einige Wodka Bull lassen die Möse auf den Modus Ficken schalten. Und das Rammeln in einem Zelt oder Wohnwagen macht einfach Spaß. Ein Campingplatz in Bayern ist dabei völlig sinnlos. Das muss ein Campingplatz sein, wo die Jugendlichen ihre Partys feiern dürfen und wo Action ist. Die meisten Campingplätze sind mehr was für Rentner und die Hausordnung liest sich wie die ZPO für ein Gerichtsverfahren. Gähn, das muss nicht sein.

Die Lösung für Stefan ist ganz einfach. Zelt kaufen und ab in Richtung Ostzone. Ich meine die ehemalige besetzte Sowjetzone. Die Ex-DDR, die seit 25 Jahren befreit ist. Ich muss zugeben, dass die Zeiten damals wirklich Scheiße waren. Prostituierte, der Straßenstrich, Pornos usw. waren verboten. Wie undemokratisch das doch damals war, aber das ist nicht mein Thema.

Im Osten ticken die Uhren doch noch etwas anders. Der echte Ossi ist gesellig, will Spaß haben und das Camping ist mehr als nur ein Hobby für einen waschechten Ossi. Weil der Ossi eben sehr tolerant ist, dürfen natürlich auch die Imperialisten aus dem verseuchten US-Besatzungsgebiet dazu stoßen. Da machen die Partys noch mehr Spaß. Berührungsängste gibt es nicht. Die Ostweiber sind einfach viel besser drauf, obwohl der kapitalistische Einfluss spürbar ist. Aber noch nicht so stark.

Ob Stefan nun meinen Rat befolgt oder nicht, sei ihm überlassen. Eine Überlegung ist es immer wert und die Kosten für ein Wochenende auf dem Campingplatz sind ein Witz gegenüber einem Barbesuch in der Münchner Innenstadt. Das ist Fakt.

Nach dem Plaudern mit Stefan fuhr ich quer durch die Stadt nach Hause und sah an jeder Kreuzung die für ihre abendliche Jagd nach der fettesten Geldbörse aufgedonnerten Hühner. An deren Fresse kann ich schon erkennen, wieviel Kohle ein Mann haben muss, um an die Möse zu dürfen. Nein, danke. Aufwand und Nutzen klaffen in München einfach zu weit auseinander.

Das Wetter wird am Wochenende wieder sommerlich. Also fahre ich mit meinem Gespann aus Lada 2104 und DDR Wohnwagen QEK Junior nach Thüringen. Das wird wieder richtig geil. Mittlerweile kenne ich die meisten Dauercamper und das Personal zählt schon zu meinen Freunden. Ich rufe einen Tag vorher an und mein Stellplatz wird mit Flatterband abgesperrt. Ich mag es zwar etwas abseits, aber der Blick auf den See und auf die jungen Hühner muss sein. Da werden meine alten Augen frisch. Wenn es nicht so pervers aussehen würde, dann würde ich mit einem Feldstecher vor meinem Wohnwagen sitzen. Kleiner Scherz. In meinem Alter ist Spannen out. Nicht, dass ich nicht mehr könnte. Nein, ich könnte in jedem Fall, aber ich muss es nicht mehr um jeden Preis haben. Mir platzt nicht gleich der Sack beim Anblick einer geilen Schnitte.

Dating-Portale, Bars und die üblichen Anmachspots sind völlig out. Der echte Hunter geht in die Natur und dort in die Offensive. Man quatscht der Dame seiner Wahl nicht nach dem Mund, sondern sagt was Sache ist. Wer ans Ficken denkt, es aber nicht sagt und zeigt, wird immer leer ausgehen. Die Jagd auf eine Frau gewinnt der Entschlossene, der auf das Döschen zugeht und es öffnen will. Klar zieren sich die Frau wie eine Jungfrau, aber das gehört zum Ritual. Denke immer daran, dass 168 Männer vor Dir bei der gleichen Frau schon dasselbe taten. Die Stute kann noch so dumm sein, aber sie weiß genau, wann der Schlüpfer runter muss.

Das ganze lästige Frauengedöns ist zum Glück nur im Sommer ein Thema. Da sehe ich den ganzen Tag nur Titten und Ärsche. Mann, was freue ich mich auf den Herbst und denke manchmal mit Grauen an den nächsten Sommer.

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