• 22.09.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Meine Alltagsgeschichten

hund

» Artikel vom

Das Osterfest letztes Wochenende war genial. Nein, ich habe nicht gefickt und ich habe keine Frau angelabert oder erobert. Dazu habe ich schon lange keine Lust mehr. Nicht, dass mein Stift nicht mehr könnte oder wollte, aber im Moment habe ich viele andere Dinge zu tun, bei denen mir eine Frau nur auf die Sacknaht gehen würde.

Am Ostersamstag war ich schon früh unterwegs. Zuerst mit dem Hündchen Gassi und dann gleich morgens zum Lidl. Ich parke grundsätzlich auf dem Behindertenparkplatz, weil ich einfach die Nase voll habe, ständig Kratzer und Dellen am Auto zu bekommen. Diese Lackschäden verursachen Frauen, denen fremdes Eigentum völlig egal ist. Lange Zeit wusste ich nicht, warum das passiert, doch der Grund liegt auf der Hand. Keine Frau muss jemals selbst ein Auto finanzieren. Das übernehmen die Männer und alles was geschenkt ist, hat eben keinen Wert. Deshalb ist es diesen Frauen völlig wurscht, wenn andere Autos Kratzer durch ihren Einkaufswagen bekommen. Wirtschaftlich betrachtet ist für mich ein Ticket wegen Falschparken immer noch günstiger als die Werkstattkosten für die Reparatur. Manchmal humple ich aus Spaß über den Parkplatz, mache einen auf behindert und grinse, wenn sich eine Frau darüber aufregt, dass ich einen Behindertenparkplatz blockiere. Dabei würde jede Feministin sofort unterschreiben, dass ich behindert bin, aber das ist eine andere Sache. Und wenn mich Männer blöd anquatschen, dann bleibe ich stehen und drehe mich langsam um. Da hat bis jetzt jeder den Schwanz eingezogen. Sei es drum.

Jedenfalls gehe ich in den Lidl und das ist meistens ganz großes Kino. Ein Pärchen vor mir, wobei der alte Sack von Ehemann den Einkaufswagen schiebt und seine überaus fette Ehefrau vorneweg stolziert. An der Kühltheke sehe ich beide diskutieren, ob sie nun den Quark mit 10% oder mit 40% Fettanteil nehmen sollen. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um nicht zu sagen, dass es bei ihrer Körpermasse sicherlich keinen Unterschied mehr macht. Ich ging grinsend vorbei und dachte mir, dass ich verdammtes Glück habe. Dieses fette Vieh meine Ehefrau nennen zu müssen, das wäre eine echte Strafe Gottes. Und dabei ist es erstaunlich, dass es immer noch Männer gibt, die so einen Mülleimer schwängern. Brutal und gleichzeitig großen Respekt. Es gehört schon viel Mut dazu, sich mit so einem Schweinchen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Vielleicht ist das eine reine Gewohnheitssache. Ich weiß es nicht und ich werde es auch nie ausprobieren.

An der Kasse kam wenigstens ein kleiner Lichtblick, denn die Kassiererin war jung und hübsch. So konnten meine Blicke einige Minuten auf ihren Titten verweilen und sie schmunzelte mich an, als ich an der Reihe war. Ich gucke immer völlig ungeniert auf die Möpse. Das ist Standard bei mir und es war mir schon immer egal, was andere über mich denken. Schließlich sind es Brüste, die auch zum Anschauen da sind.

Dann rein ins Auto und ab zu OBI. Ich brauchte noch eine LED-Handlampe. Ich fahre in die Tiefgarage und stelle mich über zwei Parkplätze, so dass auch hier keine Kratzer durch eine dumme Trulla zu erwarten sind. Es war noch ziemlich leer, weshalb mich niemand blöd anmachte. Über die Rolltreppe gings in den Markt. Ich suchte und fand die Leuchte, die ich mir vorstellte. An der Kasse war nur ein Mann vor mir und wurde von so einem dürren rotblonden Ding abkassiert. Ich stand vielleicht 3 oder 4 Minuten und genau in dem Moment, als ich dran war, sagte das kleine Flittchen, dass ich eine andere Kasse nehmen muss. Meinen Einwand, dass sie es doch schon viel früher sagen könnte und ich doch nur ein Teil habe, ließ sie nicht gelten. Sie ging einfach und ich rief ihr hinterher, dass sie eine dumme Pute sei. Es interessierte sie nicht, aber die äußerst stabile Trulla an der Information regte sich mächtig darüber auf und schrie mir zu, dass ich deswegen Hausverbot bekommen könnte. Ich ging zu dieser Mittvierziger an die Theke und sagte ihr, dass sie im Gegensatz zu mir in 10 Jahren immer noch den Kunden den Weg zum Pinkeln erklären muss. Sie habe eben ihr berufliches Maximum schon lange erreicht. Ihre Antwort war kurz: „Raus!“. Leider hatte ich keinen Furz in der Pipeline, den ich zum Abschied gerne durch die Hose geknallt hätte. Grinsend ging ich zu meinem Auto.

Wieder zu Hause angekommen, sah ich die erste vernünftige Frau dieses Tages. Meine Nachbarin. Immer wenn sie einen Kuchen backt, dann kriege ich zwei Stückchen ab. Sie liebt meine Hündin und wenn ich nicht da bin, dann ist meine Slawa bei ihr. Sie spricht öfters eine Einladung zum Mittagessen aus und sie kann erstklassig kochen. Eine tolle Frau. Verheiratet mit einem fleißigen Mann, mit dem ich super klar komme. Ja, es gibt sie noch, die Frauen, die völlig normal sind und einen Mann als Mann behandeln. Doch sie wäre keine Frau, wenn sie mir nicht einige Anweisungen geben würde. Laub im Garten entfernen, Rasen mähen und, und, und. Bei mir macht es keinen Sinn, mich um etwas zu bitten. Ich brauche klare Befehle, dann mache ich das auch. So einfach bin ich gestrickt. Schließlich möchten meine Hündin und ich weiterhin ihre kleinen, aber angenehmen Zuwendungen bekommen. Wir haben ein perfektes Verhältnis. Nicht zu eng, aber dennoch füreinander da. So macht das Zusammenleben im Haus richtig Spaß.

Und etwas später fuhr ich noch zum Bäcker. Bereits gegen 11 Uhr sind die Baguettes fast immer ausverkauft. Und jedes Mal rege ich mich darüber auf, dass es wie in der Ostzone ist. Armut pur und Mangelwirtschaft. Die zwei alten Weiber gucken mich mit großen Augen an und dann lege ich noch eine Schippe drauf: „Bittet doch mal Euren männlichen Chef um eine bedarfsgerechte Disposition. So könntet Ihr mehr verkaufen.“ Das ist zwar völlig sinnlos, denn genau wegen ihrer Begriffsstutzigkeit arbeiten sie schließlich beim Bäcker. Wenigstens sind sie nett und schämen sich für ihr Versagen. Das beruhigt mich dann doch etwas.

Ich war richtig froh, als ich mit meinem Kumpel mittags im Lager war, um einige Autos zu putzen. Endlich unter Männer und keine Trulla, die mir den letzten Nerv klaut.

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