• 13.12.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Leutnant Dino bei Maischberger: Krieg der Frauen anstatt um Kinder

maischberger

» Artikel vom

Die Berliner Zeitung witzelte, dass „Bräunig, der mit der Aussage „Wer Unterhalt zahlt, ist selber schuld“ mächtig provozierte und den Rest der Runde mit Birgit Schrowange (Fernsehmoderatorin), Tobias Ritter (Ex-Frau entführte Kinder), Elvira Steffes (Mutter, beendete Trennungsstreit), Julia Scherf (Richterin und Fernsehmoderatorin) und Allegra Curtis (Schauspielerin) später aus dem Tiefschlaf riss und der Sendung zumindest etwas Würze verpasste.“

Nun hieß die Sendung von Maischberger in der Tat „Krieg um Kinder“ und nicht Krieg der Frauen, aber dazu später mehr. Die erste Stunde der Talkshow war geprägt von den persönlichen Geschichten der Gäste. Mein Nachbar erzählte mir am nächsten Tag, dass er schon bei der zweiten Geschichte eingeschlafen war und seine Frau ihn wecken musste, damit er meinen Auftritt nicht verpasste. Betroffenheitsgeschichten sind nicht immer spannend.

Mein Thema Unterhaltsprellerei ist vor allem in der Welt der unterhaltspflichtigen Männer hochaktuell, denn obwohl die Gesetze geschlechterneutral formuliert sind, müssen in der Praxis nur Männer Unterhalt zahlen. Das ist die allein durch die Rechtsprechung geschaffene Realität in Deutschland. Frauen stören sich daran weniger, solange sie selbst ihr Geld fürs Nichtstun in den Rachen geworfen bekommen. Bleibt die Kohle aber aus, dann werden die Messer gewetzt und die staatliche Maschinerie in Gang gesetzt.

Die Talkshow bei Maischberger war für mich interessant, denn Frau Maischberger ist dafür bekannt, dass sie weder zensiert, noch ungewünschte Szenen einfach herausschneidet. Bei Fernsehdokumentationen ist das anders. Maischberger hat den Mut, unpopuläre Themen aufzugreifen und sich auch mal gegen den Mainstream zu stellen. Am Freitag wurde ich kontaktiert und schon am Dienstag flog ich zur Sendung nach Berlin. Im Prinzip wusste ich nicht, was mich erwartet und eine umfassende Vorbereitung gab es in der Kürze der Zeit nicht. Bei der Gästeliste war mir klar, dass ich kein Verständnis und erst recht keine Unterstützung erwarten durfte. In Talkshows geht es meistens etwas härter zur Sache und mir war bewusst, dass ich mit meiner Meinung alleine dastehen würde. Doch darin lag für mich auch ein gewisser Reiz. Alleine gegen fünf Frauen, das hat was und ist eine tolle Motivation.

Und so flog ich mit einer realistischen Erwartung, aber ohne Vorurteile nach Berlin. Ein bisschen hoffte ich, dass Frauen mit ihrer besonderen Einfühlsamkeit meine missliche Lage im Jahr 2005 verstehen würden. Meine Frau verliess mich, was ihr gutes Recht war, doch mir unser gemeinsames Kind 500 km weit weg zu entziehen und so meine bis dahin gelebte Vaterschaft abzuwürgen, dafür gab es keinen Grund. Eine Trennung vom Kind ist für jeden betroffenen Elternteil ein unerträgliches Ereignis. Doch die Damen der fein ausgewählten Gästeliste haben mich von vornherein mit Abscheu betrachtet und bildeten eine geschlossene Front. Mir wurde nach meinem Eingangsstatement schnell klar, dass es den Frauen weniger um eine sachliche Diskussion, als vielmehr um persönliche Angriffe ging. Das Motto „Den machen wir jetzt fertig“ mussten sie nicht aussprechen, das haben sie deutlich praktiziert.

Ich habe meine sachliche Argumentation nicht verlassen. Frau Schrowange kritisierte mein besonders gutes Outfit und ich sagte höflich einfach nur „Danke“. Natürlich haben arme Männer gefälligst wie Penner auszusehen. Gepflegtes Aussehen eines Mannes, der nicht genug Unterhalt zahlen kann, das geht für Schrowange überhaupt nicht. Sie ließ aber völlig offen, welche Kleidung für mich angemessen ist. Frau Curtis hingegen war entsetzt, dass ich es aus Geldmangel wie die Frauen mache und mich gerne einladen lasse. Frau Curtis bezeichnete das als eine Unverschämtheit von mir und erzählte sogleich eine weitere spannende Geschichte aus ihrem Leben, die drei Mal mit dem Wort „Ich“ begann. Ich hörte geduldig und respektvoll zu. Auch Minuten vorher war Curtis über meine freundliche Art schon sichtlich erregt. Lächeln darf ich nach ihrer Meinung nicht. Nun darf bei mir jeder seine persönliche Meinung haben. Das bringt mich weder aus der Fassung, noch lasse ich mich dazu verleiten, mein Gegenüber zu beleidigen. Durch mein Nichtstun wurde aber deutlich, wie schnell diese Frauen die sachliche Ebene verlassen haben. Sie disqualifizierten sich selbst.

Ein absolutes Highlight war die schöne Richterin Julia Scherf. Sie hat die fachliche und juristische Beratung in der Talkshow bei Maischberger übernommen, eine wichtige und schwierige Aufgabe, juristische Zusammenhänge volksnah und allgemeinverständlich zu erklären. Warum Scherf dazu Vergleiche aus der Tierwelt heranzog ist nicht nachvollziehbar. Wir sind Menschen und unterscheiden uns deutlich von Tieren. Ebenfalls bemerkenswert ist ihre Auffassung, dass Frauen doch zu Hause bleiben, freilich ohne einen Job, und Männer das Geld heranschaffen. Das ist weder zeitgemäß, noch modern, eine Einstellung wie in der Steinzeit. Gerade wir Männer begrüßen die großen gesellschaftlichen Anstrengungen, damit Frauen trotz Kinder Karriere machen können. Die schöne Richterin Scherf verwechselte ihre fachliche Aufgabe mit der Wiedergabe ihrer persönlichen Meinung. Das hat mit dem Gesetz freilich nichts zu tun. Große Verwunderung löste die schöne Richterin mit ihrer Auffassung zum Sorgerecht aus, das weder spannend noch wichtig sein soll. Warum wird uns Männern das Sorgerecht dann nicht grundsätzlich, egal ob verheiratet oder nicht, wenigstens hälftig zugesprochen? Scherf gipfelte zum Erstaunen vieler Zuschauer mit ihrer Behauptung, dass es das Wechselmodell gar nicht gibt. Das hat in ihrer Welt offenbar keinen Platz. Sie lebt mehr oder weniger in einer kleinen Blase, wo nur sie mit ihrer Meinung schwebt. Das Wechselmodell ist sehr wohl Bestandteil des Familienrechts.

Nun war Frau Scherf ein Hochgenuss für mich. Innerhalb weniger Minuten war klar, dass die schöne Richterin in vielen Punkten große Wissenslücken aufweist. Hinzu kam ihre menschliche Schwäche, mich als Gast abzulehnen, nur weil meine Auffassung nicht mit ihrer Gefühlslage übereinstimmt. Ein tolles Beispiel, dass Juristen, insbesondere Richterinnen, die Lage der Männer nicht ernst, ja nicht einmal zur Kenntnis nehmen. Fairness und Gleichberechtigung sind für Scherf Fremdwörter. Im Gegensatz zum Gerichtssaal konnte sie mir in der Sendung nicht das Wort verbieten. Das wurmte sie sichtlich. Erwähnenswert sind die perfekt liegenden Haare von Scherf, was den größten Teil ihrer Vorbereitung auf die Talkshow ausmachte. Das zeigt wie wichtig es ist, als Richterin stets die richtigen Prioritäten zu setzen.

Maischberger war sichtlich bemüht Struktur in die Diskussion zu bringen, was ihr durch die verweigernde Haltung der Damen meistens misslang. Sie versuchte die Damen mehrfach vom Glatteis an die sachliche Ebene heranzuführen. Vergeblich und so redeten sich die Frauen zum Entsetzen der Zuschauer um Kopf und Kragen.

Maischberger ist ein Medienprofi und ihr Team hat sich intensiv über mich informiert. Sie wusste, dass ich schlagfertig bin und schwer zu widerlegende Argumente auf der Pfanne habe. Nicht ohne Grund gab sie mir nur knapp 20 Minuten. Im Nachgang betrachtet war das eine weise Entscheidung zugunsten der weiblichen Gäste, denn mir fehlten lediglich weitere 15 Minuten, um die Damen argumentativ vollends zu erledigen.

Mir persönlich wäre eine sachliche Diskussion viel lieber gewesen. Eine Talkshow kann keine Missstände beseitigen, aber gute Anregungen liefern, auch einmal über den Tellerrand hinaus zu denken. Und so war die Sendung kein Kampf um Kinder, sondern ein Kampf der Frauen. Maischberger trifft keine Schuld, dass die Diskussion etwas aus dem Ruder lief. Wenigstens konnte ich Frau Maischberger einmal herzhaft zum Lachen bringen.

Ich war von der Professionalität des Maischberger Teams angenehm überrascht. Die Organisation war perfekt. Lediglich mein Wunsch, vom Flughafen von einer attraktiven Assistentin oder wenigstens von einer jungen Krankenschwester abgeholt zu werden, wurde mir nicht erfüllt. Sie schickten mir zu meinem Entsetzen einen Rentner. Zum Glück dauerte die Autofahrt vom Flughafen zum Studio knapp eine Stunde, so dass ich mich von diesem Schock erholen konnte.

Ich bekam keine Verhaltensmaßregeln oder Anweisungen, was ich sagen darf oder nicht. Man hat mir die Freiheit überlassen, selbst zu entscheiden. Erwähnenswert ist noch das kalte Buffet, das für mich persönlich etwas enttäuschend war. Die leckeren Häppchen waren mit Käse gefüllt, den ich nicht esse. Für die Zukunft habe ich gelernt, dass ich auf kleine Steaks bestehen oder mein Essen alternativ selbst mitbringen muss. Viele Leser fragen sich, wie hoch das Honorar für so eine Talkshow ist. Ich weiß es auch nicht, denn ich nehme für meine Medienauftritte kein Honorar. Geld ist mir zuwider und ein wesentlicher Grund, warum es im Männermagazin keine Werbung gibt.



2014 ARD Menschen bei Maischberger "Krieg um Kinder"

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