• 16.01.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Gutes Essen ist wichtig

fleisch

» Artikel vom

Es gibt entscheidende Situationen im Leben, bei denen man die Qual der Wahl hat. Unterhalt zahlen oder sich eine gute Portion Fleisch von gourmetfleisch.de leisten. Natürlich habe ich mich für das saftige Steak entschieden. Knapp 70,- Euro pro Kilo sind zwar nicht ganz so günstig, aber ohne Ehefrau und geldabsaugenden Nachwuchs sind solche Kosten locker zu stemmen. Ein Kilo war etwas spärlich. Zwei Kilo sind es geworden. Dazu noch 2 Flaschen Steaksauce, die zusammen knapp 20 Euro kosteten und schon ist der Abend gerettet. Das Paket hat exakt 166,40 € gekostet. Es versteht sich von selbst, dass ich nichts bezahlt habe. (Kleines Augenzwinkern an die Staatsanwältin).

Ich mache an sich keine Werbung, aber von diesem Steakservice bin ich doch beeindruckt. Nein, gourmetfleisch.de hat mir das Paket nicht geschenkt. Ein Sponsor von mir meinte, dass ich armer Hund mal ein ordentliches Steak essen sollte. Ich sagte, dass er dann nicht geizig sein soll. Und so kam ein großer Batzen Fleisch zusammen. Das war sehr großzügig.

Den Gedanken, dieses kostbare und edle Naturprodukt auf dem Grill zu einer Schuhsohle zu vergewaltigen, verwarf ich schnell. Nun wollte ich wirklich nicht wieder von einer Vergewaltigung erzählen, nein, um Gottes Willen, nicht heute. Also habe ich das Fleisch ganz klassisch und auf Nummer sicher zubereitet. Ich habe es mit kaltem Wasser abgewaschen, gut abgetrocknet und mit Salz eingerieben. In einer Pfanne mit heißem Butterschmalz beidseitig scharf angebraten und dann im vorgeheizten Ofen bei 150°C ca. 13 Minuten ziehen lassen. Genial. Außen etwas kross und innen saftig, rosa, aber nicht blutig.

Nun muss so ein besonderer Abend freilich gut vorbereitet sein. Das Wichtigste zuerst. Keine Frau in meiner Hütte, die mir die Steaks wegfrisst, mein Klo verdreckt und mir meine Ohren zumüllt. Das kann ich überhaupt nicht leiden. Steaks isst man alleine oder mit seinen besten Kumpels. Weiber gehören nicht an einen Steaktisch.

Bevor man die Steaks zubereitet, sollte das Ambiente stimmen und nach dem Steakgenuss empfiehlt es sich, einen kostbaren Rum, leicht gekühlt, zu genießen. Havanna Club, ab 12 Jahren aufwärts. Auf gar keinen Fall Bacardi oder ähnliche Punschgetränke. Der beste Rum wird aus Zuckerrohr von der Insel Kuba gewonnen. Bacardi und Co sind nur billige Kopien. Eine gute Montechristo kann den Genuss durchaus abrunden.

Damit der Abend druckfrei und entspannt verläuft, sollte noch vor der Steakzubereitung eine umfassende Entleerung anstehen. Einfach den Lieblingsporno auflegen und bereits nach 3 oder 4 Minuten sollte eine deutliche Erleichterung eintreten. Da ich letztes Wochenende intensive Sexarbeit leisten musste, konnte der Porno ausfallen. Nicht, dass ich nicht gekonnt hätte, aber ich weiß ja nicht, ob ich morgen wieder ran muss. Wie auch immer. Es ist keine Pflicht, sondern einfach nur eine Empfehlung.

Knapp 500 g des feinen Steakfleischs haben den Weg in meinen Magen gefunden. Den köstlichen Genuss muss ich nicht weiter beschreiben. Die Frage, ob eine Frau die Zubereitung ebenso gut gemacht hätte, stellt sich erst gar nicht. Alleine ihre Anwesenheit hätte mir den Abend versaut, denn es gibt Tage, da will ich weder reden, noch zuhören. Da bin ich nur für mich da und erfreue mich an den schönen Dingen des Lebens. Ist das Einsamkeit? Nein, das nennt man Genießen und Entspannen. Diese einmalig schönen Momente können Frauen nicht verstehen. Natürlich werden Frauen behaupten, dass es nur zweit schön ist. Das müssen sie auch, denn sie wollen sich die teuren Steaks schliesslich kostenlos reinhauen. Für lau. Sich einfach durchschnorren. Und hinterher die große Fresse haben, dass sie heute zur Penisempfängnis nicht bereit sind. Aber das Steak hat ins Maul gepasst. Nein, so doof kann ich nicht mehr sein.

Danach habe ich mein Rumgläschen lässig in der Hand geschwenkt und ein wenig die Nachrichten geschaut. Mein Bauch ist nach den Steaks mehr als straff. Immerhin habe ich für knapp 60,- Euro geschlemmt. Wie dekadent. Die Griechen, so sehe gerade im TV, bekommen seit Tagen nur 60,- € am EC-Kartenautomat. Ja, es scheint wohl im Moment Scheiße zu sein, wenn man als Grieche in Griechenland lebt. Sollen sie doch ihren griechischen Salat mit Ziegenkäse essen. Der macht nicht fett und ist zudem gesund. Und dann erfahre ich im Fernsehen, dass die Zutaten, bis auf den Käse, gar nicht aus Griechenland kommen. Die Tomaten werden in Spanien angebaut und der Salat in Italien geerntet. Was können die Griechen eigentlich noch selbst? Wenigstens die Vermehrung klappt bestens. Dazu haben sie jetzt schließlich viel Zeit. Ok, diese Spitzen und das Ablästern sind gemein von mir. Aber die Griechen ähneln ziemlich stark meinen Exfrauen. Sie wollen Kohle ohne Gegenleistung absahnen und sprechen immer von Solidarität. Geil und Frau Merkel will nicht zahlen, genauso wie ich auch. Merkel könnte eine erstklassige Unterhaltsprellerin sein. Sie verlangt für ihr Geld eine Gegenleistung. Ohne diese Gegenleistung gibt es freilich nichts. Davon rede ich seit Jahren. Keine Kohle für die Exfrauen, außer sie leisten etwas für mich.

Aber ich möchte mich nicht wirklich mit der sinnlosen Politik an diesem Abend beschäftigen und so zappe ich durch die Kanäle und schaue mir die Musikvideos auf Deluxe Music an. Das entspannt mich wieder. Nebenbei streichle ich meine neueste Errungenschaft. Ein Schreibtisch aus dem Jahr 1950 aus massivem Holz. Ein feines Stück. Wie viele Sekretärinnen da wohl schon drauf gelegen haben. Jetzt muss ich doch mal an der Tischplatte schnuppern. Nein, es riecht nur nach altem Holz. An der Tischkante entdecke ich eine Vielzahl von kleinen Kerben. Da hat der Chef wohl jeden Stich als Trophäe eingeritzt. Was müssen die Zeiten früher schön gewesen sein. Da gehörten sexuelle Zuwendungen der Sekretärin praktisch zur Arbeitsplatzbeschreibung. Oh, der Scherz war jetzt sexistisch. Entschuldigung!

Und so endet mein grandioser Abend wie immer. Ich gehe mit meiner Hündin Gassi, lasse zufrieden einen Furz und streichle meinen wertvollen Bauch. Die Steaks waren wirklich ausgezeichnet. So einen Abend werde ich wiederholen. Versprochen.

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