• 17.03.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Sandra Maischberger und ihre skurrilen Gäste

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» Artikel vom

Maischberger ist immer für eine Überraschung gut und so präsentierte sie bei ihrem Thema Trennung und Scheidung recht interessante Gäste. Dennoch waren die ersten 50 Minuten so langweilig, dass ich auf dem Studiosofa fast eingeschlafen bin, weil zuerst zwei in die Jahre und per Scheidung zu Reichtum gekommene Frauen über ihr hartes Schicksal berichteten. Ihre Ehemänner mit der überaus fetten Geldbörse haben den Hasenfuß gemacht und sie gegen ein junges Reh ausgetauscht. Wer nun schlecht gelaunte Frauen erwartet hätte, wurde enttäuscht. Beide Damen, Christa Müller (Exehefrau von Oskar Lafontaine) und Rosalie van Breemen (Exmodell und Exehefrau eines reichen Unternehmers), sprühten vor Glück und Zufriedenheit. Kein Wunder bei der fürstlichen Entlohnung durch ihre Exehemänner.

Insbesondere Christa Müller berichtete detailliert, warum sie einen Unterhaltsanspruch generieren konnte, verschwieg aber aus gutem Grund die Höhe ihrer Leibrente, die auch Unterhalt genannt wird. In der Ehe konnte sie sich beruflich nicht entwickeln, unverheiratet wäre sie heute wie ihre früheren Kolleginnen mindestens Abteilungsleiterin oder gar Staatssekretärin. Deswegen muss ihr Exehemann als Verursacher dieser ehebedingten Karrierenachteile selbstverständlich für ihre finanziellen Einbussen aufkommen.

Van Breemen dagegen hat nichts geleistet, ausser ihre Scheidung von einem französischen Brillenmogul strategisch erstklassig vorzubereiten und dadurch ein paar Milliönchen für sich abzuzweigen. Sie selbst würde sich dafür eine Goldmedaille verleihen und darauf ist sie so stolz, dass sie ein Buch darüber geschrieben hat.

Dass Maischberger zwei erfolgreiche Scheidungsfrauen präsentierte, dürfte gehörig Neid und Hass bei vielen geschiedenen Frauen erzeugt haben, die weniger Glück hatten. Jede Frau träumt von der dicken Kohle, aber dazu braucht es einen Traumprinzen, keinen der gut aussehen muss, aber die großzügige Entlohnung sollte zumindest sichergestellt sein.

Nun saß ich auf dem Sofa und schaute gelangweilt in die Runde. Ich hatte keine Lust, mich mit Christa Müller zu beschäftigen. Das Gespräch zwischen Müller und Maischberger war so innig und freundschaftlich, dass sich für eine Diskussion keine Gelegenheit bot. Wenn Frauen mit sich selbst reden, dann ist es oft langweilig und ein Mann überflüssig. Frauen reden gerne und viel, oft ohne klaren Inhalt.

Dann kam das Exmodell van Bremen an die Reihe und mir wurde klar, dass die Dame nicht so weich gespült ist, wie sie sich gab. Eine Frau heiratet natürlich immer aus Liebe und hat nie ein finanzielles Interesse. Diesen Mythos verkaufen Frauen zu gerne und wer den Damen etwas anderes anhängen will, der hat sofort den grössten Krach. So freute ich mich innerlich, dass ich nach dem älteren Modell van Breemen an der Reihe bin. Und siehe da, ich würde alle Frauen in einen Korb werfen, sagte van Bremen zu mir. Eine schöne Einladung zu einem kleinen, aber feinen Meinungsaustausch. Und so sprudelte es aus mir heraus, dass auch sie ein Preisschild trägt, denn schließlich weiss jeder, dass sie fürstlich entlohnt wurde. Das hat gesessen und van Bremen machte mich auf ihre „Linke“ aufmerksam, die sie als sehr wirksam anpries. Köstlich, wie sie ihre Neigung zur Anwendung körperlicher Gewalt outete. Danach war sie deutlich vorsichtiger, um nicht erneut in eine Falle zu tappen. Köstlich! Ein falsches Wort und Frauen zeigen ihr wahres Gesicht.

Über jedes Kompliment freue ich mich. Mein Outfit kam an und Maischberger konnte sich ein verstecktes Lob nicht verkneifen. Und ich kleide mich gerne anständig. Schließlich freute ich mich auf die attraktiven Damen im Studio. Dennoch verwundert es Frau Maischberger, dass ein Unterhaltspreller gut gekleidet durch die Welt stiefeln darf. Wer so aussieht, der muss doch im Gefängnis sitzen. Nein, ich nicht. Noch nicht, aber was nicht ist, das kann ja noch werden. Zur Vorbereitung auf eine mögliche Haftstrafe habe ich mir bereits die örtliche Gefängnisordnung besorgt und mein Essen auf Gefängniskost umgestellt. Schließlich möchte ich bestens vorbereitet sein, wenn es soweit ist.

Der juristische Berater Clifford Heindl, ein Münchner Rechtsanwalt, war ebenfalls ziemlich verdutzt und konnte nicht glauben, dass ich noch nicht im Knast sitze. Ich sei ein Glückspilz. Schließlich kommen solche Unterhaltspreller, wie ich einer bin, in Bayern nach spätestens 6 Wochen in Haft, unabhängig vom sozialen Status. Die bayerische Justiz soll hart, unerbittlich und gerecht sein. Dr. Heindl hat den Frauen damit sicher aus der Seele gesprochen und sich in Bayern gleichzeitig für höhere Aufgaben empfohlen. Ob er in die Politik gehen wird, verschwieg er, aber einen guten Staatssekretär würde Heindl allemal abgeben. Die 6-wöchige Frist ist bei mir seit 6 Monaten abgelaufen. Sicherlich genieße ich als Ostdeutscher einen kleinen Bonus. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Ja, die Diskussion war köstlich. Meine Verantwortungslosigkeit wurde angeprangert, weil meine Exfrauen an meinem offensichtlich luxuriösen Wohlstand nicht teilhaben dürfen. Nichts anderes habe ich erwartet.

Eines zeigte die Diskussion aber ziemlich deutlich. Frauen wollen Unterhalt, Unterhalt und nochmals Unterhalt, dafür tun sie alles. Ein nichtzahlender Exmann ist für sie das Allerletzte und gehört sofort in den Knast. So einfach kann das Ergebnis dieser Talkshow auf den Punkt gebracht werden. Wer mehrfach geschieden und pleite ist, erntet Hohn und Spott, ist selbst Schuld daran und es gibt sicher handfeste Gründe, warum die Ehefrau abgehauen ist. Eigenkritik ist keine Tugend der Damenwelt, aber vielleicht lieben wir sie gerade deshalb.

Bei den Frauen ist noch nicht angekommen, dass sich Gleichberechtigung und Versorgungsmentalität gegenseitig ausschliessen. Wir Männer wissen das. Auf schwedische Verhältnisse können wir lange warten. Dort gibt es keinen Unterhalt für die Exehefrau. Per Gesetz. Und das ist gut so, denn damit bekommen Frauen den nötigen Antrieb, ihren Kühlschrank selbst zu füllen.

Angesichts der enormen gesellschaftlichen Anstrengungen zur Gleichstellung von Mann und Frau ist es völlig absurd, dass durch die Heirat der Mann die Versorgungsverantwortung für die Frau übernimmt. Warum auch? Jeder ist für sich selbst verantwortlich, auch in der Ehe. Deswegen spricht man von einer gleichberechtigten Partnerschaft.

Bei allen Streitereien während und nach der Scheidung sind die Kinder die Opfer. Weil die Mütter zu 90% die Kinder "besitzen" sind sie es, die beginnen ihre Kinder als Waffe gegen den Vater einzusetzen, um ihn eiskalt zu erpressen. Nur wenn der spurt, dann darf er vielleicht mit der Gnade der Mutti rechnen und alle 14 Tagen den lieben Onkel spielen. Eine gelebte Vaterschaft sieht anders aus.

Früher oder später kommt es zur völligen Blockade, kein Umgang, kein Geld. Dann wird das Geschrei der Frauen unerträglich, stets darauf bedacht, in ihrem Umfeld den Unschuldsengel zu spielen. Da plötzlich fällt den Damen das Wort Kindeswohl ein, viel zu spät.

In diesem Land wird man als Vater per Federstrich von seinen Kindern verabschiedet und es ist der beste Selbstschutz für Väter, die Ex und die Kinder schnell zu vergessen - einschliesslich Geburtsdaten. Jeder Tag des Vergessens bedeutet einen schmerzlichen Tag weniger, an dem man daran erinnert wird, als Vater komplett entsorgt worden zu sein. Entsorgte Väter emigrieren, erst äusserlich, dann innerlich. Sie radieren die einstige Familie aus dem Kopf aus, damit sie wieder lebensfähig werden. Anders sind diese Zustände nicht zu ertragen.

Hier ist das Video zur Sendung


2014 ARD Menschen bei Maischberger
"Teure Trennung: Geht Scheidung ohne Rosenkrieg?"
Einschaltqoute: 1.97 Mio

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