• 18.11.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Kohle sparen kann so einfach sein

blackberry

» Artikel vom

Wer kennt das nicht. Man fährt nach Österreich in den Skiurlaub oder fliegt etwas weiter weg und schon hat man das leidige Thema mit dem Handy. Die Roaming-Gebühren hauen einen regelrecht um. Wer Emails mit Anhängen lesen will, muss besonders tief in die Tasche greifen und vom Telefonieren ganz zu schweigen. Natürlich könnte man das Handy zu Hause lassen, aber wer möchte freiwillig auf die gewohnte Kommunikation verzichten? Wohl niemand.

Doch es gibt einige gute und praktikable Lösungsansätze. Fast alle Telefonanbieter stellten in den letzten Jahren auf VoIP um und machten das internetbasierte Telefonieren zum Standard im Festnetz. Um VoIP mobil zu nutzen braucht man nur die entsprechenden VoIP Zugangsdaten und eine kostenlose Telefonsoftware für das Handy. Das funktioniert ganz einfach, die Software auf dem Handy installieren und die VoIP Daten eingeben. Im Urlaubsland dann noch eine lokale SIM-Karte mit Internetkontingent kaufen und schon funktioniert alles. Surfen, Emails und Telefonieren sind nun im supergünstigen Bereich dank der lokalen Prepaidkarte. Diese Karten gibt es in jedem Shop, meist sogar am Flughafen. Allerdings muss man bei der Auswahl des deutschen Telefonanbieters ein wenig aufpassen, denn die Telekom blockiert diese Variante. VoIP funktioniert da nur, solange man im WLAN-Netz der Telekom ist. Das machen die kleinen Schlawiner von der Telekom sicherlich mit Absicht. Alternativ kann man sich einen VoIP Zugang mit Telefonnummer mieten. Logisch, dass man seine Telefonnummer dann auf diese VoIP-Rufnummer umleiten muss.

Eine ebenso elegante wie einfache Lösung ist Skype, indem man sich über sein Skype-Konto eine Telefonnummer zulegt. Die kostet einmalig ca. 20,- €. Dann noch etwas Guthaben aufladen und schon kann mit Skype ins Telefonnetz telefoniert werden. Bevor man verreist werden alle Rufnummern, die man so hat, auf die neue Skype-Nummer umgeleitet. In seinem Urlaubsland kauft man sich eine Prepaid Karte. Skype auf sein Smartphone runterladen ist auch kein Akt und schon kann es losgehen. Jetzt kommen alle Anrufe über Skype an und man kann in Ruhe ohne Zeitdruck plaudern. Ankommende Anrufe kosten nichts, außer die geringen Umleitungsgebühren zur Skype-Nummer. Wer vom Ausland aus mit seiner Skype-Rufnummer telefoniert, zahlt dabei ebenso ganz geringe Gebühren.

Ob VoIP oder Skype besser ist, kann nicht so einfach beurteilt werden. Doch bei beiden Varianten ist ein gutes 3g oder 4g Netz notwendig, weil die Bandbreite für die Sprachqualität entscheidend ist. Wer also eine Trackingtour durch die jemenitische Wüste machen will, der braucht kein Handy mit VoIP. Logisch. Da wird sicherlich kein brauchbares Mobilfunknetz sein.

Wer technisch ein wenig unbedarft ist, sollte die Variante mit Skype wählen. Das ist dermaßen easy, dass man es kaum glauben will. Für ganz schmales Geld kann das Smartphone im Ausland voll funktionsfähig sein, gerade wer einige wichtige Emails erwartet oder sich jeden Tag bei Mutti melden muss. Oder vielleicht ruft die nervige Chefin an, die weder ihren, noch seinen Job beherrscht und deshalb um Hilfe winselt.

Die Prepaid Karte, die man sich im Ausland kauft, sollte schon einige Gigabyte Traffic haben. Sonst ist die Karte nach wenigen Tagen leer. Wer sich täglich irgendwelche sinnlosen YouTube Videos reinziehen muss, braucht für 2 Wochen locker 7 GB und mehr. Um zu erfahren, wie hoch der monatliche Traffic ist, kann man im Handy nachschauen. Beim Blackberry kann man unter Einstellungen sein Surfverhalten sehen und beim Android wird es so ähnlich sein. iPhone Besitzer brauchen weder VoIP noch Skype. Die können ruhig die fetten Roaming Gebühren zahlen. Davon abgesehen, dass sich Frauen an Roaming-Gebühren eh nicht stören, welche Frau zahlt das Handy oder gar die Mobilfunkrechnung selbst? Richtig. Keine. Die Zeche wird immer irgendein Trottel von Mann abdrücken müssen.

Zwar bieten mittlerweile einige Mobilfunkanbieter Sondertarife fürs Ausland an, aber Kostenfallen gibt es immer. Wer Urlaub in Asien macht und nur selten sein Smartphone benutzt, wird beim Roaming ganz locker über 100,- € kommen. Mit Skype kostet das 20,- € zuzüglich der örtlichen Prepaidkarte. Vieltelefonierer kommen beim Roaming kaum unter 250,- € weg.

Subjektiv betrachtet ist die Gesprächsqualität bei Skype besser als bei VoIP. Wie auch immer. Mit beiden Varianten kann man ordentlich Geld sparen und die Geldbörse schonen. Und wer zusätzlich echtes Geld sparen will, der fährt grundsätzlich ohne Frau in den Urlaub. Eine Frau ist niemals kostenlos und im Urlaub der größte Kostenfaktor überhaupt. Neben dem unvermeidlichen Ärger. Wer an stressfreie Ferien mit einer Frau glaubt, ist nicht von dieser Welt. Und welcher Mann hat schon Lust, sich den sauer verdienten Urlaub zu versauen. Wohl niemand.

Mit einer örtlichen Smartphone Karte spart man sich auch den WLAN Zugang im Hotel, der durchaus ins Geld gehen kann. Am Ende ist es ein Rechenspiel in Abhängigkeit von den eigenen Gewohnheiten.

Vielleicht noch ein Wort zu VoIP. Hier sind die Möglichkeiten vielfältiger als bei Skype. Faxfunktion mit Emailweiterleitung oder Gespräche makeln kann für Manager durchaus Sinn machen. Ein VoIP Zugang ist jedoch rechtzeitig, mindestens vier Wochen vor Urlaubsantritt zu ordern, da die Identitätsprüfung einige Zeit in Anspruch nimmt.

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