• 12.11.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Ohne Internet ist das Leben zu Ende

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» Artikel vom

Ende Oktober bin ich von München nach Franken umgezogen. Genauer gesagt nach Oberfranken, wo die Welt noch ein wenig in Ordnung, aber auch fast zu Ende ist. Die kleine Bundesstraße in die nächste Stadt ist ein echtes Highlight für Motorradfahrer und auch die Autofahrer haben ihre Freude daran. Hier wird aufs Gaspedal getreten und durch die Kurven gerast. Ich lasse mich davon nicht beirren, fahre nie zu schnell und beachte stets die Gesetze. Das dürfte bekannt sein.

Jedenfalls war ich nach meinem Umzug erst einmal vom Internet ausgeschlossen. Einige Tage, maximal 2 Wochen auf meinen Internetanschluss zu warten, das war mir klar. Ich vertraute der Fernsehwerbung und rief 1&1 an. Vorher checkte ich auf der Webpage der Telekom wie viel Internetspeed denn verfügbar sei. Die Webpage spuckte mir schlaffe 2 Mbit/s aus und ich rief die Telekom sogar an. Man empfahl mir die Hybridtechnologie, aber ich war bereits von der 1&1 Werbung verstrahlt. Also rief ich da die Hotline an und man versprach mir bis 50 Mbit/s. Das sei auch in meinem abgelegenen Dorf mit 420 Einwohnern kein Problem. Der Vertrag wurde abgeschlossen und in drei Wochen sollte der Monteur von 1&1 kommen. Super.

Und wie es immer so läuft, wobei ich immer und stets die Ausnahme bin, bekam ich eine E-Mail von 1&1, dass ich dringend zurückrufen und wenigstens auf deren Voicebox labern sollte. Ich rief die Nummer an und es war dauerbesetzt. Von einer Voicebox keine Spur. Jedenfalls erreichte mich dann doch die Hotline und man sagte mir, dass nur 20 Mbit/s gehen würden. Kein Problem. Die Auftragsbestätigung kam und es stand drin, dass in 3 Wochen der Monteur kommen würde. Nach meiner Rechnung wären das insgesamt 4 Wochen, denn 1 Woche war ja schon rum. Ich rief erbost an und die Dame an der Hotline meinte, dass das leider so sei. Eigentlich hätte sie genauso gut sagen können, dass ich meine dumme Fresse halten soll. Und man glaubt es kaum. In der darauf folgenden Woche begann dasselbe Spiel noch einmal. Jetzt waren nur noch 10 bis 15 Mbit/s drin und wiederum bekam ich einen neuen Vertrag. Natürlich stand auch da, dass der Monteur in 3 Wochen kommt. Also jetzt schon 5 Wochen. Und nun wurde es richtig bunt, denn in der folgenden Wochen bekam ich einen Anruf, dass nun nur 2 bis 5 Mbit/s möglich sind und der Monteur in 3 Wochen kommen kann.

Nein, das ist kein Joke und ich übertreibe nicht. Ich kündigte diesen Kasperle-Vertrag mit den Luschen von 1&1 und rief die Telekom an. Dort empfahl man mir einen Hybridrouter, um damit das in meinem Dorf verfügbare 4G Netz zu nutzen. Das machte Sinn, denn die Downloadrate vom Handy war satte 35 Mbit/s und auch der Upload war richtig fett. Klar, den Hybridrouter nahm ich und nach 2 Wochen kam der Monteur der Telekom. Nach einer Stunde war alles eingerichtet. Das war nicht schlecht.

Eigentlich war mir klar, dass die Burschen von der Telekom nicht die volle LTE Bandbreite freischalten, sondern etwas drosseln. Es sind nun zwischen 12 bis 15 Mbit/s Download und der Upload bewegt sich bei 3 bis 4 Mbit/s. Das ist natürlich meilenweit von den versprochenen „bis zu 100 Mbit/s“ entfernt, aber ich bin trotzdem recht zufrieden, weil der Speed für meine Bedürfnisse ausreicht.

Der Hybridrouter der Telekom sieht schick aus, aber er hängt dummerweise im Flur und der Rechner steht protzig im Wohnzimmer. Das wäre kein Problem, wenn das WLAN des Hybridrouters keine lausige Geschwindigkeit hätte. Deshalb klemmte ich da eine Fritzbox dran und eine weitere Fritzbox an den Rechner. Leider gab es auch hier einen Geschwindigkeitsverlust, den ich schließlich mit dem WLAN System Fritz Powerline beheben konnte. Nun habe ich tatsächlich überall exakt den gleichen Speed. Warum es vorher diese gravierenden Unterschiede gab, ist mir nicht klar. Die Fritzbox lässt sich sehr leicht einrichten und man kann da wenig falsch machen. Sei es drum. Jetzt läuft alles bestens. Meinen nunmehr 3 WLAN Netzen gab ich als Liebhaber der Frauen folgende Namen: Monika, Chantal und Rosi.

Es gibt noch weitere Vorteile mit dem Hybridrouter. Auch ohne DSL Anschluss funktioniert dieses Teil, dann natürlich ausschließlich über LTE. Der Internetspeed ist nahezu gleich und das macht mich unheimlich beweglich. Zum Camping nehme ich einfach meinen Router mit und schon habe ich die volle Connectivity im Grünen. Das ist eine feine Sache, denn ich schaue Fernsehen meist über das Internet. Das ist richtig gut, aber den Campingplatz muss ich in Zukunft nach der LTE Abdeckung auswählen. Sonst macht es keinen Sinn.

Nach der Internetaktion konnte ich endlich meinen Rechner fit machen. Nach meinen kameradschaftlichen Kontakten zur Kriminalpolizei habe ich wieder mein altes System auf meinem Rechner installiert. Alle Daten sind mit Truecrypt verschlüsselt und liegen zusätzlich auf einer Buffalo NAS Linkstation. Beide Systeme waren durch die Kripo nicht zu knacken. Ein weiteres Sicherheitsupdate liegt natürlich woanders und zur Show habe ich 4 uralte Festplatten im Regal liegen, die freilich auch verschlüsselt sind, aber nichts drauf haben außer Schrott. Wenn mal wieder eine kleine Hausdurchsuchung ansteht, dann hat die Polizei richtig gut Arbeit. So soll es auch sein.

Ich war 5 Wochen ohne Internet und das war eine harte Zeit. Mein ganzes System ist auf einen Schlag zusammen gebrochen. Kaum Artikel im Männermagazin und auch auf meinen Lieblingspornokanal musste ich verzichten. Aber das will ich einschränken, denn Alice Schwarzer hatte mal gesagt, dass Männer, die zu viele Pornos glotzen, keinen Harten mehr bekommen. Ich kann das zwar nicht bestätigen, aber sicher ist sicher. Den Pornokanal habe ich nun nicht mehr hochgefahren. Ich hatte schließlich schon genug Weiber. Ja, die jungen Weiber mit den schönen, festen Titten. Was solls. Ich habe ja ein gutes Erinnerungsvermögen.

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