• 18.10.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Das Landleben ist einfach schön

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» Artikel vom

Die Städte sind nicht mehr sicher. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Party- und Eventszene die Innenstädte zu ihrer eigenen Partymeile gemacht hat. Es wird gesoffen, Unzucht betrieben, Lärm ohne Ende gemacht und wenn dann die Polizei für Ordnung sorgen will, beginnt ein Kleinkrieg. Die Polizei wird mit Gegenständen beworfen und Geschäfte werden zerstört. Hierzu gibt es viele Videos auf Twitter. Das sind schreckliche Bilder und da es sich nicht um Einzelfälle handelt, dürfte klar sein, dass die Bewohner von Städten nicht nur um ihren Schlaf gebracht werden. Nachts auf die Straße zu gehen, ist ein unkalkulierbares Risiko geworden. Es überrascht durchaus, dass die Staatspresse überhaupt darüber berichtet.

Angeblich soll Corona an den Exzessen schuld sein. Die Jugend kann nicht mehr in die Clubs gehen, weil diese nicht öffnen dürfen. Also werden die Innenstädte belagert, selbst in Kleinstädten wie Kulmbach. Jede Menge Bierkisten werden herangeschleppt und dann geleert. Da mag niemand mit Verstand gepflegt sein Glas Wein vor einem Restaurant trinken, wenn sich nebenan eine grölende Menge besäuft. Von Lebensqualität kann da sicherlich keine Rede mehr sein.

Weil Corona nicht einfach verschwindet, kann davon ausgegangen werden, dass diese Zustände die nächsten Monate, wenn nicht gar Jahre anhalten werden. Das hat Konsequenzen. Gab es früher die Landflucht, so beginnt nun die Stadtflucht. Die horrenden Mieten sind nicht der Auslöser, sondern die Sorge um die eigene Sicherheit. Das Gesamtkonzept Stadt passt nicht mehr. In den USA gab es genau diese Entwicklung bereits vor Jahrzehnten. In den Innenstädten wohnt dort heute so gut wie niemand mehr, sie sind zu reinen Bürowüsten verkommen. Die ehemalige Stadtbevölkerung wohnt nun im Umland, wo sich großflächige Wohngebiete entwickelt haben. Die Bürger fahren lieber eine Stunde zur Arbeit, statt im ausgestorbenen Zentrum der Stadt zu wohnen.

Die Verhältnisse in den USA können sicher nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen werden, aber im angeblich besten Land der Welt ist seit einigen Jahren auch der Wurm drin. Einst begehrte Städte wie München oder Berlin sind es bald nicht mehr. Auf den Straßen ist eine gewisse Grundaggression zu spüren, die Parkanlagen werden Tag und Nacht von nicht arbeitenden Menschen belagert. Da traut sich weder eine Mutti mit ihren Kindern, noch ein Rentner spazieren zu gehen. Der öffentliche Raum wird regelrecht eingenommen. Das hat Konsequenzen und wenn die gefühlte Sicherheit den Bach runter rauscht, dann werden Parkanlagen und öffentliche Plätze gemieden. Solche Zustände sind vergleichbar mit der Drogenszene. Die verschwindet niemals, sondern wechselt einfach den Standort, sobald die Polizeipräsenz zu stark wird. Eine Verdrängung bringt nichts. Es ist bekannt, dass bestimmte Menschengruppen sich vorzugsweise in Städten aufhalten, aber nicht auf dem Land. Ein Hauptgrund dürfte sein, dass die Behörden in den Städten mit allem überfordert sind. Obendrein gibt es nicht genug Arbeit für alle. Deswegen boomt Berlin ohne Ende bei über 500.000 Hartz-IV-Empfängern. Großstädte sind ein Eldorado für Faulenzer und ein Garant dafür, niemals mehr arbeiten zu müssen. Doch es ist auch ein großes Problem, wenn immer mehr Nichtstuer und Schmarotzer überall rumlungern.

Auf dem Land ist das (noch) völlig anders, aber nicht generell. Abseits gelegene Dörfer sind in der Tat ruhig und beschaulich. Der größte Nachteil ist hier die mangelnde Infrastruktur, doch daran kann man sich gewöhnen. Es wird einfach mehr online und in etwas größeren Mengen eingekauft. So spart man sogar noch Geld und Zeit. Nur die Fahrstrecke zur Arbeit ist halt länger, aber in einem schönen Auto muss das nicht zwingend unangenehm sein. Hier muss man abwägen, was einem die persönliche Sicherheit wert ist.

In Zeiten von Corona ist ein Landleben geradezu perfekt. Der Sicherheitsabstand ist hier kein Thema, weil viel weniger Menschen auf größeren Flächen unterwegs sind. Selbst im Biergarten ist Platz ohne Ende. Wer die ländliche Ruhe kennenlernt, der wird sie nicht mehr missen wollen. Obendrein ist ein Leben auf dem Land entschleunigend und sehr erholsam. Dicht gedrängte Menschenmassen gibt es hier nicht und selbst ein Urlaub zu Hause in ländlicher Umgebung ist durchaus eine Überlegung wert. Wer noch einen großzügigen Hofbereich vor dem Haus hat, der steht absolut in der ersten Reihe. Man kann den Grill nach Lust und Laune anwerfen und selbst der Wohnwagen hat noch Platz. Besser geht es nicht. Ja, es mag sein, dass so ein Leben belächelt wird, aber die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Wer es nicht glaubt, sollte München besuchen. Keine Parkplätze, viele Menschen auf engstem Raum und hohe Preise. Das erzeugt permanent ungesunden Stress.

Corona ist die erste richtige Pandemie der Neuzeit und wahrscheinlich werden weitere folgen. Die Globalisierung hat die Verbreitung des Corona-Virus eindeutig begünstigt, genauso wie zuvor die Einschleppung unerwünschter Tiere und Pflanzen aus Asien oder Afrika nach Europa, wo sie sich ungestört mit ungeahnten Folgen rasant vermehren. Bricht eine hoch ansteckende Krankheit in einer Großstadt aus, dann sind die Karten dort für jeden ziemlich schlecht, der nicht nur zu Hause hockt. Auf dem Land ist zwar auch niemand immun, aber die Alltagsgefahr einer Ansteckung ist hier deutlich geringer.

Jede Entscheidung, sein Leben zu verändern, ist ein einschneidendes Ereignis. Als ich im Jahr 2015 in eine oberfränkische Siedlung zog, dachte ich, dass ich nun ganz unten angekommen bin. Geht es etwa schlimmer? Wohl kaum. Doch aus heutiger Sicht habe ich alles richtig gemacht. Ich habe Corona nicht vorausgesehen, es war der Allmächtige, der mich aufs Land geführt hat. Und vielleicht wird mein Bulldog bald die Weltherrschaft übernehmen. Wer weiß das schon? Gepriesen sei der Herr, dass es mir so gut geht und ich auf dem Land meine Ruhe genießen darf.

Einige Impressionen aus meiner Gegend


Bild: Mein Biergarten im Gasthof Haueis


Bild: Mein Biergarten im Gasthof Haueis


Bild: Mein Biergarten im Gasthof Haueis


Bild: Mein Wohnwagen auf dem Hof vorm Haus


Bild: Blick aus dem Wohnwagen


Bild: Mein Wohnwagen auf dem Hof vorm Haus


Bild: Der Bulldog ist immer dabei


Bild: Ein Grill auf dem Hof ist das Beste überhaupt


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