• 22.07.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Der Tuner Kicherer in Stockach hat ausgetunt

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» Artikel vom

Am 23.12.2013 berichtete das Männermagazin bereits über die negativen Erfahrungen eines Kunden mit der Firma Kicherer in Stockach. Der Artikel „Betrug: So werden Sie bei Kicherer Fahrzeugtechnik in Stockach abgezockt“ wurde unzählige Male aufgerufen. Von Kicherer wurde der geschilderte Sachverhalt als unglücklicher Einzelfall bewertet.

Die Firma Kicherer hat daraufhin eine kleine Gegendarstellung in ihrem Blog veröffentlicht. Der kann hier mit Eintrag vom 06. März 2014 nachgelesen werden.

Natürlich ist negative Kundenkritik zunächst eine unangenehme Sache, die jedoch mit ein wenig Fingerspitzengefühl und gutem Willen leicht aus der Welt zu schaffen ist, ja sogar ins Positive gedreht werden kann. Anders sieht es aus, wenn es sich nicht um Einzelfälle, sondern um übliches Geschäftsgebaren handelt. Mittlerweile liegen dem Männermagazin auch Emails von Lieferanten der Firma Kicherer vor, die bereits seit Monaten vergeblich auf die Begleichung ihrer Rechnungen warten.

Die Firma Kicherer hat offenbar generell ein Problem damit, ihre Kunden und Lieferanten vertragsgemäß zu behandeln. So hat ein Kunde Anfang Dezember teure Winterreifen bestellt und bisher nicht erhalten. Da der Winter inzwischen vorbei ist hat man sich darauf geeinigt, statt der Winterreifen nun Sommerreifen zu liefern. Kicherer hat in einer Email an den Kunden bestätigt, dass die Sommerreifen am 15. März 2014 abholbereit seien. Der Abholtermin wurde noch am Vortag vom Geschäftsführer Florian Herre bestätigt. Wenige Stunden später informierte er den Kunden jedoch, dass es doch nicht klappen würde, weil die Reifen noch nicht da sind. Also einigte man sich auf Montag, den 18.03.2014 um 11 Uhr. Vergebens! Auf Nachfrage kam nur eine SMS, dass Herr Herre gerade auswärts bei einem Termin sei. Die Reifen wurden nicht ausgeliefert. Es ist auch nicht feststellbar, ob die Reifen überhaupt da sind.

Damit nicht genug. Kicherer verkaufte einem Kunden die neueste Navi-CD, die der Kunde sofort bezahlte, die ihm aber nicht ins Fahrzeug eingesetzt wurde. Es dauerte geschlagene fünf Monate mit unzähligen Telefonaten und Emails an Kicherer, bis diese Navi-CD den Kunden endlich erreichte. Mehrfach war diese CD gemäss Kicherer versendet worden, wurde dann angeblich aber immer entweder von DHL verschlampt oder unerklärlicherweise zum Absender Kicherer zurückgeschickt.

Kicherer verkauft auch Gebrauchtwagen und es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der gewerbliche Verkäufer einer Gewährleistungspflicht unterliegt. Mit einem Kunden, der einen gebrauchten ML kaufte, war die Erfüllung dieser Pflicht über eine Gewährleistungsversicherung vereinbart. Der Kunde wartet nun schon seit drei Monaten vergeblich auf die Versicherungspolice. Nach mehreren erfolglosen Mahnungen kann dieser Kunde die Police wohl abhaken und beten, dass kein Gewährleistungsfall eintritt.

Eines muss man den Leuten bei Kicherer lassen, verkaufen können sie. Da werden Video-Kits an Kunden verkauft, die gar kein videofähiges Display im Fahrzeug haben. Pech gehabt! So sieht kompetente Beratung bei Kicherer aus.

Der Geschäftsführer Florian Herre scheint eine besonders profitable Geschäftsmasche entwickelt zu haben. Er macht dem Kunden ein preisgünstiges Angebot und verlangt Vorkasse. Auf die Ware wartet der Kunde dann Monate, während die Firma Kicherer mit seiner Vorauszahlung ihre Finanzlöcher stopft. Termine, die Herr Herre selbst setzt, werden nicht eingehalten. Oft macht er sich unerreichbar und degradiert den Kunden zum lästigen Bittsteller. Der hört unzählige Ausreden, aber die bezahlte Ware bekommt er nicht. Entweder ist bei Kicherer gerade das Geld alle, das Konto durch Zufall gepfändet oder alles ist auf dem Postweg. Die Masche mit dem Postweg ist deshalb spannend, weil Kicherer dadurch jeweils eine Woche Zeit gewinnt, in der das Kundengeld weiter für die Firma arbeitet. Der Kunde guckt jeden Tag nach dem DHL-Wagen, aber es kommt nichts. Dann kommt die Beteuerung, dass selbstverständlich nachgeforscht wird und es vergehen wieder Wochen, in denen nichts passiert. Irgendwann bemerkt der Kunde, dass weder versendet noch nachgeforscht, er jedoch maximal verschaukelt wurde.

Das besondere Highlight ist der Verkauf von eingelagerten Edelfelgen eines Kunden, die er bis heute nicht zurück erhalten hat. Hier ist der Übergabetermin nun für den 31. März 2014 angesetzt. Der Kunde glaubt nicht wirklich daran, dass Kicherer diesen Termin einhält. Dann droht in jedem Fall eine Strafanzeige wegen Diebstahl.

Jeder Kunde muss sicherlich seine eigenen Erfahrungen machen, aber in jedem Fall sollte von einer Vorauskasse, egal in welcher Höhe, abgesehen werden. Bauteile mit Gewährleistungspflicht sollten bei Händlern gekauft werden, die sich eine Gewährleistungsversicherung leisten können. Die Firma Kicherer zählt wohl nicht dazu.

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