• 12.11.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Nur die Liebe zählt

wohnwagen

» Artikel vom

Auf Empfehlung des Lektors habe ich mir doch glatt auf RTL die Sendung „Bauer sucht Frau“ angeschaut. Worum geht es? Deutsche Bauern, in dieser Sendung im Ausland ansässig, suchen endlich die ganz große Liebe und was liegt da näher, als eine hübsche Frau im fernen Deutschland zu suchen. Schließlich gibt es in Australien, Südafrika oder Costa Rica nicht so tolle Frauen. Und weil ich mich gerade etwas langweile, habe ich mir diesen Dreck reingezogen, obwohl ich eigentlich einige Ergüsse über meinen Wohnwagen loswerden wollte.

Da gibt es einen humpelnden älteren Farmer in Australien, der endlich eine Frau an seiner Seite möchte. Und schon wurden von RTL zwei alte Fregatten für ihn eingeflogen. Eigentlich sollten es drei Weiber sein, aber eine der grauen Mäuse kam abhanden. Sie sagte kurzfristig ab. Nun saßen die beiden Ü50 Weiber im Flughafengebäude und sabberten bereits in Erwartung des alten Sacks. Und dann kam er, nach ihrer ersten Einschätzung ein toller stattlicher Mann, ein richtiger Kerl, ein Gentleman der alten Schule. Und auch sonst ist alles wunderbar für die alten Schachteln. Kein Wunder. Diese Weiber haben in Deutschland keine Chance mehr, noch irgendeinen Mann in ihre Muschi zu bekommen. Wie es ausgeht, das erfährt der Interessierte in der nächsten Sendung auf RTL, immer montags um 20 Uhr 15.

Dann gibt es den supercoolen Hengst, der in Chile wohnt und eine Farm betreibt. Die drei deutschen Hühner sehen ganz gut aus, aber sicherlich nicht wie arbeitsame Farmerfrauen. Typisch deutsch eben. Küche? Nein. Putzen? Nein. Arbeiten? Nein, denn nur die Liebe zählt. Und dieses Prinzip zieht sich durch die gesamte Sendung. Auffällig ist, dass zunächst alle Frauen in Konkurrenz zueinander stehen und sich damit gegenseitig runterziehen. Alle Weiber wollen raus aus ihrem Elend und fortan ein schönes Leben führen. Man kann bei genauer Betrachtung jetzt schon feststellen, dass keine dieser Grazien für eine Farm geeignet ist, denn das bedeutet harte Arbeit. Modepüppchen und verwöhnte Zicken sind da nicht gefragt. Süß und niedlich war die Anmoderation dieser Sendung, dass die deutschen Farmer im Ausland endlich die einmalige Chance bekommen, sich zu verlieben. Ein echter Schenkelklopfer, denn nur die Männer haben etwas zu bieten. Die Frauen wie immer nichts. Vielleicht checken es die Farmer noch, dass die deutsche Frau von arbeitsam meilenweit entfernt ist. An der deutschen Liebesfront gibt es nichts Neues. Es passt einfach nicht, weil Frauen zwar gerne Urlaub auf dem Bauernhof machen, aber keinesfalls dort arbeiten möchten. Die richtige Frau hätte bei der Ankunft ihre Arbeitsschuhe ausgepackt und gefragt, was es für sie zu tun gibt. Wer darauf gehofft hat, der ist nicht von dieser Welt.

Nun hatte ich genug von diesem Mist. Ich rief den Lektor an und empfahl ihm, unbedingt zum Arzt zu gehen. Wer sich diesen Müll reinzieht, der muss krank sein, auch wenn seine Begründung, dass es eine Sozialstudie sei, durchaus einleuchtend ist. Interessant sei die Sendung, weil sie das abscheuliche Wesen der Frauen diesseits und jenseits der Wall, genährt durch die Pudelhaftigkeit der Männer, schonungslos offenbart.

Na gut. Nach diesem Schrott habe ich mir in meinem Wohnwagen einen Kaffee gezapft und bin mit mir sehr zufrieden. Mein Bulldog liegt auf dem Bett und grunzt, während ich mich mit diesem Artikel beschäftige. Nun schreibe ich doch noch über meinen Wohnwagen für den Freien Mann. Auf die Idee brachte mich mein Bulldog, der bei Hotelübernachtungen regelmäßig in den Hungerstreik tritt. Auch ich fühle mich in Hotelzimmern nicht besonders wohl. Zu oft gibt es für teures Geld nicht die versprochene Qualität und auch die Hygiene ist immer problematisch. Spuren von nackten ungewaschenen Ärschen auf Polstermöbeln sind einfach widerlich und wer weiß schon, ob die hoch qualifizierte Hotelreinigungsfachkraft den Tisch mit dem Lappen abgewischt hat, der zuvor die Toilettenbrille reinigte.

Natürlich macht ein Wohnwagen etwas Arbeit, aber im Ergebnis überwiegen die Vorteile. Man hat sein eigenes Bett, sein eigenes Bad und eine schöne Rundsitzecke. Eine gehobene Ausstattung des Wohnwagens ist für das eigene Wohlbefinden enorm wichtig.

Die Angebotsvielfalt ist riesig und damit extrem unübersichtlich. Je mehr man sich bei mobile.de und den Herstellerwebseiten umschaut, umso weniger weiß man, was das Beste für die eigenen Bedürfnisse ist. Die zulassungsbedingten Größen- und Gewichtsgrenzen machen am Ende jeden Wohnwagen zu einem Kompromiss. Für mich habe ich folgende Eckpunkte festgelegt. Mein Wohnwagen kann nicht groß und komfortabel genug sein. So ist ein großes Bad mit einer richtigen Dusche quasi gesetzt. Das geht aber nur, wenn das Bad im Heck über die gesamte Breite angeordnet ist. Die Dusche sollte sich in einer geräumigen Kabine mit Türen ohne Vorhang befinden, das Bett möglichst breit sein mit durchgehender Matratze und Lattenrost. Dazu eine separate große Rundsitzecke. Klimaanlage, Mover und Markise sind ein Muss. Und schon schmelzen die verfügbaren Angebote auf ein überschaubares Maß. Bei dieser Ausstattung und Anordnung der Inneneinrichtung muss der Wohnwagen eine Gesamtlänge von ca. 8 m haben, darunter gibt‘s das nicht. Ein passender Wohnwagen wäre der Dethleffs Nomad 560 RFT. Der hat genau den Grundriss, den ein Freier Mann braucht. Die Kosten liegen bei deutlich über 30.000 Euro. Eine Menge Geld. Natürlich kommen da auch junge gebrauchte Wohnwagen infrage, die es in Top gepflegtem Zustand um die 18.000 Euro gibt. Schließlich soll es keine alte Schrottkarre sein. Doch auch bei den Gebrauchten muss man lange suchen, um einen Wohnwagen mit Heckbad zu finden. Die sind rar gesät.

Mit einem großen Bad ist der Gang in die Gemeinschaftsdusche oder Massentoilette nicht notwendig. Die eigene Dusche und der eigene Kackthron sind perfekt und allemal hygienischer.

Es gibt viele Argumente dafür und dagegen, aber ich empfinde das Übernachten in meinem Wohnwagen viel angenehmer als im schönsten Hotelzimmer. Ein toller Wohnwagen kann durchaus schöner und besser als die eigene Wohnung sein. Wie immer ist alles Geschmackssache und nichts geht über das eigene Wohlbefinden. Und ich bin sehr zufrieden und sehr froh, dass in meinem Wohnwagen kein Platz für eine Frau ist. Mein Bulldog und ich sind mit knapp 8 m Länge glücklich. Eine dritte Person würde dieses Glück nur schmälern. Mein gebrauchter Dethleffs Eighty I mit vollständiger Ausstattung ist einfach nur Klasse. Die Kombination von beruflichen Erfordernissen mit persönlichem Glück ist genial. Dieses Glück kann eine Frau nicht toppen, im Gegenteil, eine Frau wäre für mich ein echter sozialer Abstieg mit großen Verlusten an meiner Lebensqualität.

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