Gastautor: BibBoxster

Prolog

An alle 'Jungmänner',
an alle, die tatsächlich alles bereit sind, für Sex alles zu geben.
Egal, welche Kosten für Herz, Nerven, Geldbeutel und ihre Lebensqualität dies bedeutet.

Die alles von sich in ihrem 'mindset', aus ihrer tiefen Überzeugung heraus "es komme von Herzen" zu geben.

Für die 'sweets & goodies', für 'Schäferstündchen-Belohnungseinheiten',
die Frauen an uns Männer wohldosiert verteilen,
FALLS
unsere Vorleistungen diesen "liebenden Frauen" dies auch 'wertig genug' erscheinen lässt.

Geschätzte Männermagazin-Leser,

nachdem ich unserem Gründer des Männermagazins für seine Unterstützung danken darf und ebenso den Erfahrungen aller Mitautoren seit P. :

Ihr habt mir den Mut gegeben zum ersten Mal nach über 10 Jahren reinen Mitlesens im Männermagazin,
meinen allerersten und wohl auch allerletzten Erfahrungsbeitrag, dafür in furchtfreier Offenheit, hier einzustellen aus meiner 'begrenzten 'Gruppe' von, leider nur 15x, 'fast-Ehefrauen' in meinem bislang 70-jährigen Leben.

Hauptteil

Daheim meine Begrüßung :

„Du brauchst die Schuhe gar nicht ausziehen, Du kannst gleich den Müll raustragen.“

„Gut, dass Du da bist. Ich habe hier Formulare, kannst Du die ausfüllen?“

„Da Du 'n Haus hast, kannst Du doch(!) Migranten zu Dir ziehen lassen. Zumindest übergangsweise.“

"Die Wärmepumpe macht so einen Krach."

"Die Fußbodenheizung funktioniert nicht."

"Das Gras im Garten ist so gewachsen."

"Die Bäume müssen beschnitten werden."

„Verstehst Du die Briefe von der Behörde?“

„Verstehst Du die Briefe von der Versicherung?“

„Verstehst Du die Briefe von der Bank?“

(Aller Schriftverkehr natürlich in ihrer eigenen Muttersprache, in Französisch.)

Ich war zufrieden damit alles für sie zu regeln.
Ihr zuzuhören.
Sie zu motivieren.
Ihr Selbstwertgefühl aufzubauen.
Mir Zeit allein für sie zu nehmen.

Ihr verbales 'reinforcement' dass :
"T'es un VRAI(!) homme."

Ich denk' mir :
"Klasse, gibt Sex dafür MIT (!!!) Extras (hechel, hechel!)"

Sie verfügte über eine hohe persönliche + soziale Intelligenz.

Ergo:
Sie wusste, dass ich keine Geschenke wollte,
sondern ihre Belohnungen.

Und:
Sie verstand diese Belohnungen für das Erreichen ihrer Ziele dosiert einzusetzen.

Dies hielt mich an sie 'gebunden'. Bis hin zum persönlichen 'Freiheitsverlust', da 'Fleischeslust' für mich, – vor meiner Prostatoperation – an erster Stelle aller Genüsse eines menschlichen Lebens stand.

Natürlich habe ich jede Rechnung im Restaurant bezahlt. Wollte beitragen, wollte dazu gehören, etikettierte das Ganze noch mit dem sozial erwünschten Terminus.

Der Begriff,

der von Frauen als Begründung
für alles, was Ihnen gut tut,
für alles, was sie wollen,
für alles, was Sie tun,
(auch wenn es dir nicht gut tut)
angewandt wird :

"aus Liebe"

'Sexblind' und abgerichtet wie Pawlows Hund auf seinen UCS, habe ich mich damit bei allen 'meinen Frauen' nur zum 'konditionierten Äffchen gemacht' .

Ich erlebte + erlitt erstmals den Unterschied zwischen 'Beziehung' und 'Bindung':

"Binde zwei Vögel zusammen und sie können nicht mehr fliegen."

Sie 'hielt mich' in ihrem goldenen Käfig.
Freiheitsliebend mein ganzes Leben lang erlaubte ich ihr das, denn SOOO ein Sexleben wie mit ihr, gab es bei keiner einzigen meiner 14 Frauen in meinem Leben zuvor.

"I was craving for her sexual treats."

Sexuell drogenabhängig von ihr, gestattete ich ihr, sieben Jahre lang ihr Arbeitssklave und Erfüller Ihrer Wünsche zu sein. Sie war für mich der 'Dealer & die Spritze' gleichzeitig.

Ich wollte nicht wegfliegen, solange ich DIE Körner bekam, die sie mir geschickt dosiert und zielgerichtet zuteilte.

Das Versäumnis liegt ganz klar bei mir:

Meine Ratio, mein Großhirn, war der Amygdala in meinem Zwischenhirn, dem Lustzentrum in meinen Mandelkernen, hilflos untergeordnet. Es ist nun mal eine neurobiologische Binsenweisheit, dass die ältesten Hirnteile über alle evolutionsbiologisch jüngeren Bereiche predominant "herrschen". Dies lehrten mich, im Grundstudium bereits meine Profs.

Doch
"Wissen allein schützt vor Strafe nicht",
lehrte mich AUCH (!) mein Vater.

Natürlich half ich ihr bei allem :

ALLE,
wirklich ALLE Arbeiten,
im + um + am Haus, an ihren Zwängen, durch ihre 'Must Do s', an ihren Problemen, ihrem Selbstwert-Defizit, ihren Ängsten. Selbst bei ihrer 'Sauberkeit' am Körper. Bei ihrer, durch 'Bio-food' selbst induzierten Einschleppung von Parasiten und deren Bekämpfung. Exklusiv bei ihren Fussböden und wandhohen + fassadenweiten Fenstern.

Ich hielt alles intakt, alles sauber und 'alles in Schuss'. All' das neben meinem Beruf als selbständiger Unternehmensberater. Sie hatte sich nach ihrem Hauptschulabschluss nicht weitergebildet. Stand ihr ganzes Leben lang nie in einer beruflich erwerbsorientierten Tätigkeit. Sie wurde geheiratet, bekam drei Töchter, ihr Mann wurde mehrfacher Millionär und sie nach 30 Jahren von ihm geschieden. Die frz. Familienrichterin sprach ihr 50 % des Gesamtvermögens ihres Mannes zu.

Als Odile glaubte, mich nicht mehr zu brauchen, weil sie sich nun spirituell bereit fühlte, sich mit ihrem senegalesischen Guru 'befreite' und 'glaubte', sich damit auf 'ihr nächstes Leben' vorbereiten zu können.

Vorwurfsvoll in der Tonlage einer Anklage an mich gerichtet:

"POURQUOI (!?!) tu n'arrives jamais à en croire?"
(Warum reicht es Dir nicht, einfach 'nur zu glauben'?!)

Ich bin ausgebildet zu natur-, verhaltens- & geisteswissenschaftlichem Denken. Glauben ist für mich gleichbedeutend mit 'nix wissen', sondern 'nur blind vertrauen'.

Mit ihrem Guru,
ihrer neuen,
"ECHTEN Liebe",
mit ihm,
der sie "bis zum Ende dieser Welt mitnehmen würde",
war ihre "Liebe" zu mir
vorbei.

Ihre 'Guru-Beziehung' hielt 4 Monate, nach unseren 11 Jahren gemeinsamen mentalen und seelischen, miteinander und aneinander Wachsens.

Kein Blowjob mehr,
überhaupt kein Sex mehr,
doch am schlimmsten:

Keinerlei(!) Wiedersehen mehr.
Bis heute, 10 Jahre danach.

Obgleich ich vor 11 Jahren, nach einer Frontalkollision, mit 12 Knochenbrüchen, einem eingefallenen rechten Lungenflügel, einer angerissenen Hauptaorta, (PERFEKT, um noch am Unfallort innerlich zu verbluten), Helikoptertransport, 2 Wochen Intensivstation mit Morphin, danach vom 11. Mai bis Mitte September 2015 im Bett 'angekettet' darnieder lag.

Keinerlei(!) Wiedersehen mehr.
Bis heute, 11 Jahre danach.

Aus "Liebe".

Nix hat mich mehr von ihren 'Liebesschwüren'
ernüchtert zurückgelassen als ihre totale Stille,
in diesen Monaten mit zerschmettertem Körper,
in völliger Hilflosigkeit ans Bett gefesselt,
nach 11 Jahren ihres wörtlichen Beteuerns :

"Du bist ein wirklicher Mann für mich,
einer der auf mich eingeht,
der mich rundum versorgt,
der mir zuhört,
der mich so sein lässt wie ich bin,
der mir das gibt, was ich ihm von ihm erwarte.
DER einzig richtige Mann für mich."

Ich versuchte, nach meinem 'Beinahetod' durch 'zerquetschten' Thorax, mit zuerst täglich 400 m, dann mit 4 km, später wieder mit bis zu 40 km Ausdauerradeln, meinen Körper UND meine Seele zu rehabilitieren. Meine körperlichen + seelischen Schmerzen 'loszuwerden'. Ebenso meine empfundene "Einsamkeit" .

Es kostete drei Jahre, um ihre harte Lebensschule seelisch 'zu verdauen' .

Heute bin ich ihr dankbar(!) für diese Lektion.

Ich bin nicht (mehr) verbittert. Ich durfte dadurch reifen, daran zwischenmenschlich & persönlich 'wachsen'. Wie an nichts anderem zuvor und an nichts anderem danach bislang in meinem Leben. Gleichzeitig will ich nach dieser Erfahrung nie wieder durch so ein 'Höllental' gehen müssen.

Nach 59 Jahren Lebensschule endlich und abschließend zu verstehen, dass es 'wahre Liebe' und selbst 'wahre weibliche Freundschaft' NICHT gibt.

"Depuis la nuit du temps" N I E gab ...
"Seit Anbeginn aller Zeiten", zwischen Mann und Frau, N I E gab.

Odile hatte ihr Ziel erreicht -
geplant und vorbereitet.

Und mit liebendem Herzen :
"J'ai un grand coeur!"

Wie sich bei ihr, als der letzten meiner Frauen, im Rückblick durch meine - nun ungefilterte - Wahrnehmungsbrille "Liebe" erwies :

Berechnend wie Odile waren alle meine vorherigen 14 Frauen.

Keinerlei(!) Vorwürfe an diese meinerseits :

"Was nutzt 'mein Mann' mir?"
<Erzeuger, Vater Erzieher>

"Wozu kann ich den gebrauchen?"
<finanzieller Versorger, Absicherer, wenn die 'Halbwertszeit' meines 'sexuellen Marktwertes' ungemütlich bis bedrohlich, unaufhaltsam näher rückt>

"Wofür ist der gut?"
<meine propriozeptive 'Wellness' garantieren,
meinen Komfortlevel sichern,
mein 'mich angebetet fühlen' spüren zu dürfen,
meinen Anspruch an Status im ständigen Rattenrennen um die Anerkennung der "Freundinnen", die ich beeindrucken will,
meinen Anspruch an 5-Sterne-Ressorts,
meine Reisewünsche rund um unsere wunderschöne Welt für mich zu erfüllen, aus Liebe, aus seiner männlichen Dankbarkeit heraus.
mein Anspruch nie(!) selbst arbeiten müssen, sondern die 'Wohltaten des Lebens' einfach nur zu genießen>

All dies trägt ihre Wurzeln in einem 'evolutionsbiologischen Überlebensmechanismus'. Bei Männern wie bei Frauen. Er gehört zur Entwicklungsgeschichte von 'Homo Sapiens'. Tatsächlich meinen manche Männer mittlerweile, dass dieser Anspruch der Frauen auf - vergleichsweise - wenig Eigenleistung aufbaut, verglichen mit dem, was ihr männlicher Gegenpart ihr dafür "aus Liebe" 'schuldet'! Geahnt hatt' ich's immer, dass es auch zwischen Mann und Frau, gerade ebenso in der ausnahmslos von allen Frauen so beschworenen "Liebe", stets nur um 'wechselseitige Bedürfnisbefriedigung' geht.

'Wechselseitige Bedürfnisbefriedigung', eine der gültigen Definitionen zum Thema :

"Und wie definieren Sie persönliche, geschäftliche, private Beziehungen?"

Mein 'Sexualtrieb' war stärker,
mein 'Schwanz' war härter ,
meine Abhängigkeit von ihren 'tokens' größer als die freiheitsberaubende Realität, die ich 'triebblind' verblendet, zu erkennen nicht länger in der Lage war. Mein Wunsch nach sexueller Befriedigung war für mich lebenslang, DIE (!) 'Top Priority' bezgl. 'Aufwand/Ertrag' beim heterosexuellen Partner. s.a. ganz unten unter 1) Stark genug, alle meine rationalen Zweifel beiseite zu schieben, lauter und lebensentscheidender als mein Verstand.

Endlich (erleichtert) und endgültig (ernüchtert) lernte ich ERST nach meiner 15ten 'fast-Ehefrau':

Dass es keine
'Freundinnen' und/oder 'Geliebte' gibt,
sondern nur deren Bedürfnisse,
die du zu erfüllen hast .

Kannste das nicht,
nutzte den Frauen nix,
kriegste nicht nur keinen Sex,
sondern bleibst gleich ganz allein.

"Endlich allein sein" dürfen bzw. "einsam sein" können:

Je nach Persönlichkeit können beide zu vollständig konträren Auswirkungen auf die eigene Lebensqualität führen.

Epilog:

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut)
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.
...
Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.


(s.a. Walster und Walster's "equity theory", 1976. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S006526010860057X )



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