Gastautor: Pancho
Wache frühmorgens auf. SIE liegt nackt neben mir und ist einfach nur wunderschön. Wenn es sowas wie „mein Typ“ gibt, dann sind das eher sportliche, dünne Frauen. Sie hat deutlich ausgeprägtere Kurven und während ich so ihren Körper, den ich inzwischen komplett kenne, streichle, wacht sie auf. Sie lächelt, wir schmusen, sie bemerkt meine Erregung, wandert zielsicher meinem Körper mit Küssen entlang und „kümmert“ sich um mein Wohlbefinden. Was für eine Maus.
Aufgestanden, erstmal Kaffee kochen, während sie duscht und nach den anderen beiden geschaut. Beste Kumpel kommt aufs Boot – war wohl unterwegs – und fragt, ob ich das Dinghy bewegt/gesehen habe? „Ich? Nee, ich war beschäftigt“. „Das Dinghy ist weg“. „Bleib’ ruhig, trink’ erstmal einen Kaffee, wir sind in der Marina, da verschwindet nichts.“ Noch bevor ich fertig gesprochen habe, kommt der „Captain“. Er hat das Dinghy gecheckt und bewegt, alles in Ordnung.
Der Gast ist auch wach, wir packen unsere Sachen, da kommt schon die Delegation zur Bootsübergabe. Dem besten Kumpel sind die vielen Leute auf dem Boot zu viel, also schnappe ich mir meine Maus und meinen Koffer und verabschiede mich. „Bin in der Marina und gehe mit der Süßen frühstücken“. „Ja, das passt, wir kommen nach“. Die süße Maus hat einen gesegneten Appetit und gibt sich ein riesiges Steak zum Frühstück. Kein Wunder, sie hat ja geleistet und braucht Energie :)
Irgendwann kommen die anderen beiden nach, wir sind mittlerweile bei einem Mojito. Die Bootsübergabe hat geklappt, ein letztes Mal in der Marina duschen und dann geht es weiter. Der Gast zum Flughafen, wir zu unserer Villa, wir haben ja noch zwei Tage. Uber wird diesmal zum Geduldsspiel und es dauert ewig, bis endlich einer da ist. Immerhin, ein Luxus-Van mit allem drum und dran. Die Fahrt sollte nicht lange dauern, SIE schläft nach dem Einsteigen sofort ein.
Ankunft im Wings Phuket Villa by Two Villas in Bang Tao. Da ich es gebucht habe, muss ich das Check-in machen. In thailändischer Gründlichkeit und der Liebe zu Papier zieht sich das ewig hin. Etliche Formulare müssen ausgefüllt und unterschrieben werden und u. a. geklärt werden, ob wir denn Frühstück möchten. Ja, klar, wollen wir. Aber welches denn? Wir gehen die Karte durch, es wird alles penibel protokolliert, die netten Leute wollen mir noch tausend Sachen mitteilen, bis ich Stopp sage und um Entschuldigung bitte. Sie hätten doch alles, was sie benötigen, wir seien geschafft und wollen nur noch ins Zimmer. Ob denn das möglich wäre. Ja, natürlich, nur wäre hier noch … Aus, Stopp, Basta. Gib’ mir den verfluchten Schlüssel und gib’ endlich Ruhe. Habe ich natürlich so nicht gesagt, aber unmissverständlich klargemacht, dass jetzt gut ist. Wir werden zu unserer Villa geführt. Der Hotelangestellte zeigt uns jede Kleinigkeit. Als er uns noch die Schränke zeigen will, reicht es mir, ich drücke ihm ein Trinkgeld in die Hand und verabschiede ihn.
Alles richtig gemacht. Die Villa ist ein Traum. Es ist ein abgeschlossener Bereich mit zwei Gebäuden, das Haupthaus bestehend aus Ess-, Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer mit riesigem Bad. Das kleine Gebäude daneben ein Schlafzimmer mit Bad, welches sich der beste Kumpel gleich schnappt. Dazwischen ein wunderschöner Garten mit Pool. Wir sortieren uns, der beste Kumpel weiht den Pool ein und dann heißt es schon fertig machen, wir haben Hunger.
Wir sind in Bang Tao, kein typischer Touri-Bereich, es gibt also nicht so viel in der unmittelbaren Nähe und das Meer ist auch weit weg. Die Süße möchte heimfahren und neue Klamotten holen. Nee, die Fahrt dahin dauert ewig, das lösen wir anders. Wir suchen uns ein nettes Restaurant und auf dem Weg dahin einen Laden, wo ich ihr ein Kleid kaufen kann. Sie strahlt und meint, dass wir eh einkaufen müssen, weil wir keine Kondome haben. Was für eine Maus :)
Zu unserer Überraschung finden wir das Porto De Phuket, ist wie eine Mall nur nicht in die Höhe gebaut, sondern in die Breite. Etliche Geschäfte und Restaurants reihen sich aneinander, das Ganze sehr hübsch gemacht. Dort sehen wir uns um, finden auch prompt einen Laden, wo ich ihr ein Kleid kaufe. Das Kleid ist „verstellbar“. Je nachdem, wie man die Kordeln zieht und bindet, zeigt es mehr oder weniger. Die Süße weiß längst, wie ich ticke und bindet es so, dass es maximal sexy, aber nicht billig wirkt. Unterwäsche trägt sie nicht, da sie von Anfang an eh keinen BH hatte und mir ihre Panties am Vortag geschenkt hat. Was für eine Maus. Jetzt passt alles, Maus fühlt sich wohl, wir sehen uns etliche Restaurants an und entscheiden uns für das Uchi, ein japanisches Restaurant, das uns angesprochen hat. Mein Lachs war jedenfalls hervorragend.
Nach dem Essen noch etwas umgeschaut und im nahe gelegenen Top Food Hall Supermarkt eine unglaubliche Auswahl an Lebensmittel aus der ganzen Welt gefunden. Biere, Weine, Käse, u. v. m. aus aller Welt, wo wir ordentlich eingekaufen. In der Villa war ja außer Wasser nichts im Kühlschrank. Spätestens Richtung Kasse erinnerte mich die Süße, dass wir noch Kondome brauchen. Was für eine Maus. Nach etwas suchen – ganz schön versteckt – endlich welche gefunden.
Ab nach Hause, es war ein langer Tag. In der Villa angekommen, sitzen wir zusammen im Wohnzimmer, probieren Biere aus aller Welt aus und entspannen. Als der beste Kumpel sich zurückzieht – die Süße wurde schon arg kuschelig, was er wohl gemerkt hat und sich gentlemanlike zurückgezogen hat – und meine Berührungen deutlicher wurden, meint sie plötzlich, dass sie es nicht mehr aushält, steht auf, packt mich an der Hand, schleift mich ins Schlafzimmer, reißt sich und mir die Klamotten vom Leib und sagt „Mach’ das Ding drauf!“. Es folgte einer der heftigsten und intensivsten Nächte, die ich je hatte. Wir haben uns regelrecht das Hirn raus … irgendwann eingeschlafen. Am nächsten Morgen wache ich auf, sehe sie wieder so daliegen, streichle sie, sie wacht auf, lächelt, sagt wieder „Mach’ das Ding drauf!“ und wenn es am Abend zuvor noch einen Rest Scham oder Zurückhaltung gab, dann ist sie jetzt hinfällig. Sie vögelt mich, wie es wenige vor ihr gemacht haben und dabei dachte ich schon mehr oder weniger alles erlebt zu haben. Was für eine Maus.
Das Frühstück wurde in der Zwischenzeit geliefert. Wir frühstücken gemütlich, der beste Kumpel ist aber nervös. Die Rennerei und die 55 Min., um in Delhi umzusteigen, gehen ihm nicht aus dem Kopf. Der Gast berichtete von Chaos auf seiner Rückreise und dabei hatte er einen wesentlich längeren Zwischenstopp in Delhi. Der beste Kumpel muss rechtzeitig zurück sein, da er am nächsten Tag einen sehr wichtigen Termin mit der obersten Etage seines Arbeitgebers hat. Er möchte umbuchen und früher nach Delhi zurück, um sicherzustellen, dass der Anschluss nach Hause klappt. Bin ambivalent. Einerseits verstehe ich ihn, andererseits ärgert es mich, wie er sich herumschubsen lässt. Das Unternehmen wird nicht untergehen, wenn er mal nicht da ist. Er macht Abermillionen Umsatz, hat seinen Account und seine Kunden im Griff, weswegen er neue Aufgaben auf höherer Ebene bekommen hat. Er hat aber auch ein Recht auf eine Auszeit und ein paar Tage Urlaub. Das Thema hatten wir schon oft und werden uns nicht einig. Er gibt halt immer alles. Nun gut, dann buch’ um, die Kosten trägst Du oder Deine Firma, mir egal, klär’ das und sag’ mir Bescheid. Im Nachhinein eine falsche Entscheidung. Ich hätte ihn umbuchen lassen sollen und meinen Rückflug eine Woche nach hinten verlegen sollen. Wäre eine wunderschöne Woche mit der Maus geworden, das ist mir aber leider erst im Nachhinein eingefallen. Die Maus wäre es absolut wert gewesen. Wie auch immer: Er hat sich in sein Zimmer zurückgezogen, um die Umbuchung zu regeln, ich habe mich derweil mit der Maus erst im Pool und dann im Schlafzimmer vergnügt. Was für eine Maus.
Er hat die Umbuchungen hinbekommen und viel Zeit bleibt nicht, wir müssen noch an dem Abend fliegen. Die Süße ist traurig und ich auch. Packen unsere Sachen, essen noch was im hoteleigenen Restaurant, ich bestelle ihr ein Uber, das sie nach Hause bringt und unser Uber kommt kurz später und bringt uns zum Flughafen. Bye Süße, Du warst wirklich was Besonderes.
Der Flug nach Delhi verläuft planmäßig. Toll, wir müssen jetzt 14h warten, bis es weitergeht. Diese verbringen wir in der Encalm Privé Lounge. Immerhin, sie taugt. Feuerzeuge habe ich gar nicht erst mitgenommen, man hätte sie mir eh abgenommen. In der Lounge gibt es ein Raucherzimmer mit edlem Whiskey und Zigarren. Anzünder gibt es nur an der Wand. Man steht da, wie der Depp, hält die Zigarette an den Anzünder, um sie anzuzünden und irgendwie fühlt es sich etwas erniedrigend an.
Viel Zeit, was macht man damit? Es gibt Massagen, also eine gebucht. Vorher noch duschen, das muss man aber – ist immer so in den Lounges – erst anmelden. Es heißt, die Dusche dauere, sage, dass es kein Problem sei und ich erstmal rauchen gehe. Bin noch nicht weg, da heißt es, die Dusche sei bereit. Kaum bin ich aus der Dusche raus, heißt es, die Masseurin wäre auch bereit. Eine süße, zierliche Maus. Wir gehen in das zugewiesene Zimmer, sie zeigt auf die Klamotten, die ich für die Massage anziehen soll und zieht sich zurück. LOL, was sind das für Fummel. Aber gut, ziehe die halt an. Es folgt die härteste Massage meines Lebens und erstmals muss ich darum bitten, es sanfter zu machen. Wie die kleine, zierliche Maus das hinbekommen hat, weiß ich nicht, es war aber zwischendurch deutlich über der Schmerzgrenze. Ansonsten war die Massage top.
Was nun, wir haben endlos Zeit, also mal den Duty Free Bereich ausgeguckt und siehe da, in Delhi ist es wirklich deutlich billiger. Im Schnitt alles rd. 30 % günstiger als hier, also eingekauft wie blöd. Neben meinem Parfüm etliche Damendüfte gekauft. Früher oder später werden die verschenkt. Mein Kaufrausch macht Eindruck. Drei Mitarbeiter kümmern sich nur noch um mich und am Ende bekomme ich 16 kleine Rémy Martin Flaschen à 50 ml geschenkt, was 800 ml entspricht. Trinke ich nicht, ist aber zum Kochen gut geeignet, also her damit. Später entdecke ich in einem anderen Laden die JBL Tour One M3, die ich gerne dort gekauft hätte, weil sie beim Hörtest überzeugt haben und dort 30 % günstiger gewesen wären. Sie haben sie aber nur in Farbe „Latte“ da, was wie rosa aussieht und ich damit ganz sicher nicht herumlaufen werde. Schade, das Vorführgerät war schwarz und auch das hätte ich genommen, das wollen/können sie aber nicht herausgeben. Den Rest der Zeit mit Schlafen, Spielen auf dem Tablet, Essen, Rauchen, Trinken verbracht.
Kurios: In Indien gibt es für jede Tätigkeit mindestens einen Wichtigtuer ohne Mehrwert, der die überwacht, die die eigentliche Arbeit machen. Ob Servietten- hübsch stapeln oder Teebeutel sortieren, Wasserflaschen ausrichten, kein Witz, es steht immer ein „Chef“ daneben und überwacht die korrekte Ausführung. Die Ergebnisse sehen so aus. Beim Buffet wurde von Frühstück auf Mittagessen gewechselt. Das Ganze etappenweise. Läuft so ab: Ein „Chef“ mit mindestens zwei Arbeiter kommen, die Arbeiter sperren den Bereich des Buffets mit Bändern ab, dann folgen mehrere Küchenangestellte, die die einzelnen Töpfe austauschen und Schilder platzieren. Es kommt ein weiterer und überprüft alles. Ist er zufrieden, bauen die wartenden von vorhin die Sperre wieder ab. Das Ganze natürlich unter den wachsamen Augen des „Chefs“. Einfach nur irre. So läuft das dort überall. Kaffeeautomat will was? Ohne Chef, Arbeiter und Absperrung geht nichts.
Irgendwann war es endlich so weit. Ab in den Flieger nach FRA. Die BC wieder ausgesprochen gut. Der beste Kumpel hatte die von mir ursprünglich gebuchten Rückflüge geändert, weil er einen Tag früher zurückmusste (der wichtige Termin) und dabei nicht auf die Sitze geachtet. Zum Glück war der Rückflug – zumindest in der BC – nicht voll, sodass wir uns umsetzen konnten und wieder Fensterplätze hatten. In FRA mit etwas Verspätung angekommen, also hieß es für mich sputen, da ich Zugbindung hatte. Entsprechend stand ich schon vorne, kaum, dass die Maschine stand und erntete böse Blicke von den Flugbegleitern. Habe ihnen die Lage erklärt und schon waren sie, nachdem sie sich mein Zugticket haben zeigen lassen, auf meiner Seite. Und was passiert? Sie kriegen die Tür nicht auf und als sie es endlich geschafft haben, stehen etliche Mechaniker – oder wer das auch immer war – im Weg und schauen sich die Tür an. Mit Unterstützung der beiden Flugbegleiter als erster aus der Maschine raus und wie blöd durch den Flughafen gehetzt. Im Flug noch überlegt, dass ich jegliche Freimengen überschritten habe, sowohl wert- als auch mengenmäßig (Zigaretten und Alkohol). Wenn mich jemand aufhält, dann ist Party und mein Zug dahin. Zum Glück gab es keinerlei Kontrollen und wir haben es gerade so zum Zug geschafft, der pünktlich losgefahren ist, um zum Frankfurter Hauptbahnhof zu fahren und dort erstmal 20 Minuten auf verspätetes Personal zu warten. Auf der weiteren Heimfahrt gab es noch ein Problem mit einer Weiche, was dazu geführt hat, dass wir mit über 2-stündiger Verspätung am Zielbahnhof angekommen sind. Ein freundlicher Taxifahrer hat mich in Windeseile sicher nach Hause gebracht und dabei jede Tempobegrenzung deutlich überschritten. Es war in den frühen Morgenstunden und mein Dank hat sich im Trinkgeld manifestiert.
War die Reise gut? Oh ja, und wie. Den Stress mit dem Boot und die sonstigen Probleme mag der eine oder andere als alles andere, als erholsam beurteilen. Uns macht das nichts aus. Im Gegenteil, wir lieben diese Herausforderungen und das ist nur einer der Gründe, warum wir solche Urlaube machen. Die Natur richtet sich nicht nach uns. Wetter kann man nicht bestellen und technische Probleme, Fehler, Pannen, usw. kann man trotz aller Sorgfalt nicht vermeiden, und genau das alles macht mitunter den Reiz daran aus. Nehmen, wie es kommt und das Beste daraus machen. Es sind kleine Momente, die alles wettmachen. Als ich beispielsweise alleine auf dem Trapez lag, die Sterne angesehen und dem Meer zugehört habe: Das kann man nicht bestellen, nicht kaufen und auch nicht erzwingen. Solche Momente ergeben sich, sind Geschenke des Lebens und unfassbar schön, zumindest für mich. Sei es wie es sei, die Birne ist ab der ersten Sekunde mit anderen Dingen beschäftigt und alles, was einen im Alltag bewegt, ist wie weggeblasen. Auch das tut - uns zumindest - extrem gut. Die süße Maus war mega und hat das Erlebnis abgerundet.
Nach der Reise ist vor der Reise und wir freuen uns jetzt schon wie Kinder auf den nächsten Turn. Auch da wird wieder nicht alles glattlaufen. Vermutlich werden wir wieder Fehler machen, andere, wir werden aber dazu lernen und es genießen. Etwas weiteres haben wir aus der Reise gelernt: In Zukunft planen wir die Abreise unabhängig voneinander. Schade, wenn der beste Kumpel immer nur ein paar Tage kann, ich bleibe aber künftig länger. Wenn ich sonst so weit fliege, bleibe ich i.d.R. mindestens drei Wochen.
Hoffe, der Reisebericht war unterhaltsam und vielleicht war er für den einen oder anderen nützlich, falls er mal in die Gegend kommt. Alle ganannten Lokationen sind empfehlenswert und die meisten davon nicht mal teuer. Thailand ist definitiv eine oder mehrere Reisen wert.
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