• 18.11.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Unser Geld ist sicher

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Die größten Ganoven im Kapitalismus sind zweifelsfrei die Banken. Jede Geldanlage bewerben sie als hochprofitabel und ein Ausfall sei praktisch unmöglich. Deutschland ist eben das beste und sicherste Land überhaupt. Wer vor gut 20 Jahren in Hamburg seine Kohle bei der Fischer Bank gebunkert hat, dürfte große Augen bekommen haben. Die Fischer Bank ging ganz leise Pleite und wer Inhaberschuldverschreibungen gekauft hatte, konnte seine Geldanlage getrost abschreiben. Wer jedoch Sparbriefe gekauft hatte, war fein raus. Das Geld war nicht verloren. Oder die berühmte Finanzkrise vor 10 Jahren. Viele haben damals ihr sauer verdientes Geld verloren. Geld verschwindet natürlich nicht. Es wechselt nur den Besitzer. Völlig klar, dass ein kapitalistisches System nur funktioniert, wenn es genügend Verlierer gibt.

Das Geld ist eben nicht sicher. Das klingt zwar nach einer Verschwörungstheorie, aber es ist gelebte Realität. Die DDR-Bürger haben schon einige Währungen erlebt. Die DDR-Mark, die D-Mark und nun den Euro. Das sind drei Währungen innerhalb einer Generation. Damit dürfte die Frage beantwortet sein, ob der Euro die letzte Währung sein wird. Nein, natürlich nicht, das ist absolut sicher.

Und noch sicherer dürfte die Tatsache sein, dass die nächste Finanzkrise kommen wird. Die Frage ist, wie dann das Geld verschwindet oder entwertet wird. Trotz ihrer Nullzinspolitik sehen die europäischen Staaten nicht sonderlich gut aus. So richtig Sorgen muss man sich über die Solidargemeinschaft innerhalb der EU machen. Der Starke trägt den Schwachen und hier liegt das große Risiko eines Währungsverfalls. Steigen die Schulden bei einigen EU Staaten weiterhin so rasant an, dann dürfte eine Währungsentwertung keine Fantasie eines kranken Hirns sein. Der große Knall kündigt sich nicht an, er kommt überraschend. Eine Geldentwertung erfolgt klammheimlich über Nacht. Abends schläft man als wohlhabender Bürger ein und am nächsten Morgen bringt nur noch der Schmuck von Oma etwas Geld. Natürlich ist das gesamte Vermögen noch auf dem Konto, aber wenn einige Nullen einfach gestrichen werden, dann sieht es ganz düster aus. Solche Szenarien gab es in der Weltgeschichte unzählige Male. Und wenn die Politiker ständig hinausposaunen, dass alles sicher ist, dann ist die Gefahr am Größten. Da sollte man hellwach sein.

Sonst gehen wichtige Hinweise wie die unserer großartigen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel unter. Sie gab vor wenigen Jahren allen Bürgern den Tipp, sich einige Lebensmittel als eiserne Reserve anzulegen, falls doch mal etwas passieren sollte. Was genau passieren wird, sagte sie nicht, aber sicher ist eben sicher. Schließlich soll niemand verhungern, wenn die Supermärkte keine Lebensmittel mehr haben oder das Geld nichts mehr wert ist. Bevor die Bürger sich auf der Suche nach Essbarem die Fresse einhauen, sollen sie rechtzeitig eine Lebensmittelreserve anlegen.

Noch wichtiger dürfte die finanzielle Notreserve sein. Wer auf den Euro als sichere Währung setzt, geht ein großes Risiko ein. Wenn es schon Geld sein muss, dann dürfte der US-Dollar der sicherste Hafen sein. Wenn der zusammenbricht, dann ist die Welt komplett am Ende. Besser als jede Währung ist physisches Gold, denn das horten auch viele Länder, um in Krisenzeiten ihre Währungen zu stützen oder eine neue Währung aufzusetzen. Dabei ist Gold nicht gleich Gold. Bei einer Finanzkrise mit einem flächendeckenden Zerfall der Währungen dürfte es ziemlich schwierig sein, mit einem Goldklumpen ein Brot zu kaufen. Der Bäckermeister wird wahrscheinlich nicht herausgeben können. Goldbarren sind deswegen im täglichen Leben unbrauchbar. Anders sieht es mit Goldmünzen aus. Der Krügerrand dürfte die wohl bekannteste Münze sein. Hier geht es nicht um eine profitable Wertanlage, sondern ums eigene Überleben in Krisenzeiten. Mit Goldmünzen, die es auch in kleinen Stückelungen gibt, ist man stets flüssig. Das ist die Währung schlechthin. Wenn der Euro in den Keller rutscht, dann steht derjenige in der ersten Reihe, der ein Säckchen mit Goldmünzen hat.

Das eigene Portfolio sollte also nicht nur aus Betongold oder einem Kontoauszug mit vielen schwarzen Zahlen bestehen, sondern auch aus echter Münze. Der Mix macht es. Wie schnell Währungen verfallen können zeigen Venezuela, Argentinien oder die Türkei. Was wären diese Bürger froh, wenn sie den Krügerrand hätten.

Mein Nachbar Lenin sagte mir letztens beim Italiener, dass er bei einem Stromausfall in der ersten Reihe steht, denn er hat einen Holzofen. Das stimmt, mein Pelletofen geht nur mit Strom. Lenin und ich sind uns einig, dass ich meine große Portion Fleisch mit ihm teilen würde, wenn ich bei ihm im Wohnzimmer am Holzofen schlafen darf. Ein Stromausfall juckt uns nicht und Verpflegung haben wir für einige Zeit genug. Okay, das mit den Krügerrandmünzen haben wir noch nicht im Griff, denn wir sind arm, aber da wird uns schon noch etwas einfallen.

Das sind keine Untergangsfantasien, denn Weltkrisen gab es schon immer. Und die Menschheit ist immer wieder aufgestanden und dann ging es weiter, aber eine vernünftige Reserve schafft doch ein gutes und beruhigendes Gefühl. Darauf kommt es an. Gold in Münzen ist sehr sicher und als Zweitwährung das Beste schlechthin.

Wer nur auf die Durchhalteparolen der Politiker hört, hat verloren. Der gesunde Menschenverstand sollte bei der Entscheidungsfindung helfen. Obendrein dürfte ein Freier Mann ohne schweren Rucksack wunderbar mobil sein. Schließlich weiß man nie, was die Zukunft bringen wird. Es ist jedenfalls nicht vorstellbar, dass alle Menschen irgendwann reich werden. Das ist nicht das Ziel des Kapitalismus, sondern die Ausbeutung der Masse. Die Frage ist, ob man Ausbeuter oder Ausgebeuteter sein will.


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