• 16.09.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Es lebe der Hass

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» Artikel vom

Das Bestreben, missliebige Meinungen auszurotten, nimmt täglich zu und erreicht bereits auf einigen Feldern die Radikalität einer ausgewachsenen Diktatur. Für diese Gleichschaltung werden zwei Hauptwaffen eingesetzt:

(1) Persönliche Angriffe auf die Existenz von Leuten, deren Meinung Linksfaschisten nicht passt. Das ist meistens erfolgreich und zeigt auch dauerhafte gesellschaftsverändernde Wirkung.

Ex-Nachrichtensprecherin Eva Hermann hatte die falsche Ansicht über Frauen und wurde abgeräumt, Entlassung vom NDR. Ex-Google-Mitarbeiter James Damore stellte fest, dass es in der ideologisierten Unternehmenskultur nicht möglich sei, eine abweichende Meinung offen zu vertreten und wurde sogleich für diese Meinung gefeuert. Dean Sullivan, ein Harvard Professor, wird nach Forderungen von Studenten entlassen, weil er den Angeklagten Herrn Weinstein vor Gericht verteidigt. Matt Taylor, der Leiter der Rosetta-Mission, in der ein Raumfahrzeug auf einem Kometen landet, wird wegen eines Hemdmusters fertiggemacht. Das Hemd hat ihm eine Frau geschenkt. Wie in einem stalinistischen Schauprozess bittet er weinend vor laufender Kamera um Entschuldigung. CERN Professor Alessandro Strumia von der Universität Pisa äußert sich kritisch zur Geschlechterpolitik im Fachbereich Physik: Sofortige Suspendierung durch CERN. Naturwissenschaftler werden besonders gerne gebrandmarkt und ausgestoßen, weil sie sachlich und beweisbar argumentieren. Man kann sie also nur persönlich vernichten, weil die Argumente nicht zu widerlegen sind. Weitere Beispiele von Leuten, die fertig gemacht wurden: der Chemiker Tomáš Hudlický, Wirtschaftswissenschaftler und Harvard-Präsident Larry Summers, Mathematiker Sergei Tabachnikov und Ted Hill. Oder die Entlassung des Verfassungsschutzchefs Maaßen, er zweifelte an der Aussagekraft eines von einer Antifa-Gruppe „Zeckenbiss“ zusammengeschnittenen und lancierten Videos. Auch Mitglieder von legalen, aber missliebigen Parteien, können mit einem schnellen Karriereende rechnen.

Nobelpreisträger Sir Tim Hunt, den Feministinnen fälschlicherweise als Sexisten verleumdet hatten - zur Entlassung gebracht und geflüchtet nach Japan. Der Vorsitzende der hessischen Filmförderung Prof. Hans Joachim Mendig wurde mit dem falschen Mann beim privaten Mittagessen gesehen - entlassen. Vorher forderten 300 Filmschaffende seinen Rücktritt, kaum ein prominenter Name fehlte. Eine Menge Fälle schaffen es nicht einmal in die Medien, weil sie keine berühmten Personen treffen. Die kleineren Leute werden mit de facto Berufsverboten und Hinauswurf „behandelt“. Kürzliches Beispiel: Im Frühjahr ist gegen Polizeikommissar Marc Bernicke ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, im Oktober ist dem Polizeikommissar im gehobenen Dienst die Ausübung der Dienstgeschäfte verboten worden. Ziel des Verfahrens ist, ihn aus dem Dienst zu entfernen. Sein Vergehen: In einer Partei gewesen zu sein, die in einigen Bundesländern schon an Nr. 2 steht. Dass das Grundgesetz jedem das Recht zuspricht, sich in Parteien zu organisieren, wird de facto als nicht ernstzunehmender Witz betrachtet.

Fast alle diese Leute sind nicht nur entlassen, sondern dauerhaft stigmatisiert, ignoriert, in die Versenkung gekettet worden. Sie wurden verbrannt wie Bücher zu Reichskanzlerzeiten. Und das zeigt Wirkung: Niemand, der seinen Job behalten will, sagt auch nur andeutungsweise seine Meinung, macht noch Witze oder trifft gebrandmarkte Personen. Es entsteht ein erwünschtes Bild in der Gesellschaft, als würde es eine ernste, einheitliche, gleichgeschaltete Meinung geben und wer anderer Meinung ist, gehöre zu einer kleinen Gruppe ewiggestriger Querulanten, Spinner. So wird radikal linksfaschistischer Bockmist optisch zum scheinbaren Mainstream, so kann sich der durchgeknallte Genderschwachsinn halten oder sonstiger herbeigelogener Müll. Political Correctness ist eine Waffe, mit der man jeden Abweichler auf persönlicher und sozialer Ebene fertig machen kann. Kabarettist Dieter Nuhr sagte treffend: „Wenn Sie bei uns etwas sagen, was dem Mainstream links und rechts widerspricht, kommen Sie zwar nicht ins Gefängnis, aber es wird massiv versucht, sie sozial zu vernichten. Man wird bewusst falsch etikettiert, beleidigt, bedroht. Da ist die Freiheit in jedem Fall rasant auf dem Rückzug.“. Sie ist nicht mehr auf dem Rückzug. Sie ist weg.

Heute traut man sich nur noch etwas zu sagen, wenn man gerade pensioniert wurde oder sicher ist, dass es anonym bleibt. Besonders unter Richtern und Juristen ist das üblich geworden. Sie tragen die Verhältnisse brav schleimend bis zur Pensionierung mit und erst wenn sie nichts mehr zu befürchten haben, trauen sie sich ihre Meinung zu sagen. Beispiele dafür gibt es sehr viele. Thomas Fischer dürften die meisten kennen, ehemals BGH-Richter und erst nach seiner Pensionierung schrieb er viel Kritisches und öffentlich. Nur noch Rentner sagen ihre Meinung und Leute, die als Clowns behandelt werden und die nichts zu verlieren haben. Auch ich lasse meinen Namen weg, obwohl ich eine unwichtige kleine Person ohne eine gesellschaftliche Position bin, weil ich meinen Kindern dumme Anmache ersparen will - der heutige Freiheitshass sucht immer und überall nach Zielen und übt gerne Sippenhaft wie in dunkelsten Zeiten. Dieser Ungeist ist nicht nur wach, er ist beherrschend.

(2) Angriffe auf Medien, in denen unbequeme Äußerungen gemacht werden, sind dagegen niemals erfolgreich. Sie gehen von einem grundlegenden Missverständnis aus, nämlich der Annahme, dass Medien ein kontrollierbarer fester Raum wären, der mit Druck zu beherrschen sei. Das beruht auf einem grundsätzlichen Nichtverstehen der Veränderungen, die das Internet mit sich brachte. Selbst in äußerst medienrepressiven Ländern wie China, die nur ein von Grund auf kontrolliertes Intranet zugelassen haben nach dem Prinzip Big Business und Überwachung ja, Meinung außerhalb der Einheitsparteigrenzen Nein, ist eine Kontrolle nur mit extrem hohem technischen und menschlichem Aufwand möglich und trotzdem stößt sie an Grenzen. Weil automatische Zensur noch engere Grenzen hat, sind dort rund um die Uhr mehr als 30.000 Polizisten dafür eingesetzt plus einige hunderttausend nur für diesen Zweck beschäftigte Voll- und Teilzeitzuträger. Trotzdem verbreiten sich beispielsweise Nachrichten über Lebensmittelskandale rasend schnell, über die Bericht zu erstatten vor ein paar Jahren ausdrücklich verboten wurde. Doch der eiserne Griff der KP schafft es nicht, er arbeitet sich immer nur an Einzelnen ab.

Das Internet ist eben kein Raum und kein greifbares Ding, sondern ein informationsvervielfältigendes Netzwerk, in dem Informationsquellen jederzeit multipliziert werden oder in neue Räume wechseln und jederzeit neue Transportrouten nehmen können. Sie können auch jederzeit ihre Gestalt verändern. Diese Räume sind nicht begrenzt, sondern können jederzeit beliebig neu und woanders erschaffen werden. Der Aufwand dafür ist nicht groß. Investiert man ein wenig mehr Aufwand, sind solche neuen Räume ziemlich zensurflexibel gestaltbar. Was heute Google auf seiner Plattform YouTube zensiert, ist morgen auf einer anderen Videoplattform zu sehen. Täglich entstehen neue Räume. Letztlich bringen Zensoren und Denunzianten nur Attraktivitäts-, Frequenz- und Umsatzverluste für den von ihnen kontrollierten Raum. Anders gesagt: Sie koten ins eigene Wohnzimmer, wie das Linksfaschisten und ihre dümmlichen Freunde immer getan haben. Mit Vielfalt sind sie noch nie klargekommen, im Wettstreit der Ideen haben sie immer verloren. Da hilft kein Druck und Zwang. Sie können ihren Müll noch so oft zu Gold erklären und mit beliebigen Vorwänden jeden zensieren, der kritische eigene Meinungen äußert, einen Tag später ist die kritische Meinung doch wieder da und noch schwerer zu blockieren.

Richtig witzig sind die Vehikel, mit denen die Linksfaschisten ihre vermeintliche Herrschaft ausbauen. Sie nehmen dafür Vorwürfe als Werkzeug, mit denen sie sich selbst am besten auskennen, weil sie sie selber pausenlos produzieren: Hass, Rassismus, irgendwas gegen Frauen. Linksfaschisten tun das ungehemmt selber am liebsten, so durfte die grüne Spitzenkandidatin Bayerns öffentlich in einem Wahlwerbespot „weiße Männer“ diffamieren und wurde dafür beklatscht. In öffentlichen Diskussionen des Fernsehens schaffen es Feministen, wie kürzlich wieder in Australien, ihre Mordphantasien an Männern zu verbreiten. Die Grünen-nahe Böll-Stiftung veröffentlichte auf agentin.org Listen missliebiger Personen, eine Art Meinungs-Todesliste.

So stark die soziale Manipulation geworden ist, weil sie einfach ist, auch von kompletten Dummköpfen ausgeführt werden kann (mitbrüllen, im Gleichschritt marschieren und Faust erheben reicht), so schwach ist ihr Verständnis der technischen Realität. Darüber stolpert auch die Politik ständig. Laut angekündigte Kontrollprojekte knüpfen immer an sozialen Haken an und versagen in der Technik kläglichst, weil sie prinzipbedingt nicht funktionieren können. Vorne auf den Plakaten stehen Begriffe wie Kinderporno, Urheberrechtsverletzung, Hassrede, hinten herrscht technisch gesehen heiße Luft oder bloß Destruktivität. Ins eigene Zimmer koten, mehr ist auch hier nicht drin - wir kennen das Muster.

Etwas Funktionierendes entsteht dagegen bei den Technikern, Informatikern, Entwicklern. DNS over TLS, innovative VPN-Lösungen wie Wireguard, das jetzt sogar im Linux-Kernel integriert wird, Tor-Netzwerke sind bekanntere und erfolgreiche Projekte, die sich vor allem gegen aktive Angriffe und Mithörer wehren. Aber allein schon die Möglichkeit, einfach neue Räume zu erschaffen und Informationsflüsse zu verändern, gibt uns Möglichkeiten weit jenseits von dümmlichen, aber häufigen Kontrollphantasien. Sich damit zu beschäftigen lohnt sich. Gehet hin, lernt und entwickelt, lernt wieder frei zu sprechen, lasst die Freiheitshasser in ihren Echokammern zurück.

P.


Weiterführender Link: TrennungsFAQ
Ratsuchende Väter finden im TrennungsFAQ-Forum konkrete Hilfe


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