• 14.09.2021

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Meine Alltagsgeschichten

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Das letzte Osterfest war genial. Nein, ich habe nicht gefickt und ich habe keine Frau angelabert oder erobert. Dazu habe ich schon lange keine Lust mehr. Nicht, dass mein Stift nicht mehr könnte oder wollte, aber im Moment habe ich viele andere Dinge zu tun, bei denen mir eine Frau nur auf die Sacknaht gehen würde.

Am Ostersamstag war ich schon früh unterwegs. Morgens zuerst eine Tasse Kaffee und dann gleich zum Lidl. Das ist meistens ganz großes Kino. Ein Pärchen vor mir, wobei der alte Sack von Ehemann den Einkaufswagen schiebt und seine überaus fette Ehefrau vorneweg stolziert. Also so wie üblich. An der Kühltheke sehe ich beide diskutieren, ob sie nun den Quark mit 10% oder mit 40% Fettanteil nehmen sollen. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um nicht zu sagen, dass es bei ihrer Körpermasse sicherlich keinen Unterschied mehr macht. Ich ging grinsend vorbei und dachte mir, dass ich verdammtes Glück habe. Dieses Vieh meine Ehefrau nennen zu müssen, das wäre eine echte Strafe Gottes. Und dabei ist es erstaunlich, dass es immer noch Männer gibt, die so einen Mülleimer schwängern. Brutal und gleichzeitig großen Respekt. Es gehört schon viel Mut dazu, sich mit so einem Schweinchen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Vielleicht ist das eine reine Gewohnheitssache. Ich weiß es nicht und ich werde es auch nie ausprobieren.

An der Kasse kam wenigstens ein kleiner Lichtblick, denn die Kassiererin war jung und hübsch. So konnten meine Blicke einige Minuten auf ihren Titten verweilen und sie schmunzelte mich an, als ich an der Reihe war. Ich gucke immer völlig ungeniert auf die Möpse. Das ist Standard bei mir und es war mir schon immer egal, was andere über mich denken. Schließlich sind es Brüste, die auch zum Anschauen da sind.

Wieder zu Hause angekommen, sah ich die erste vernünftige Frau dieses Tages. Meine Nachbarin. Immer wenn sie einen Kuchen backt, dann kriege ich zwei Stückchen ab. Sie spricht öfters eine Einladung zum Mittagessen aus und sie kann erstklassig kochen. Eine tolle Frau. Verheiratet mit einem fleißigen Mann, mit dem ich super klar komme. Ja, es gibt sie noch, die Frauen, die völlig normal sind und einen Mann als Mann behandeln. Doch sie wäre keine Frau, wenn sie mir nicht einige Anweisungen geben würde. Laub im Garten entfernen, Rasen mähen und, und, und. Bei mir macht es keinen Sinn, mich um etwas zu bitten. Ich brauche klare Befehle, dann mache ich das auch. So einfach bin ich gestrickt. Schließlich möchte ich weiterhin ihre kleinen, aber angenehmen Zuwendungen bekommen. Wir haben ein perfektes Verhältnis. Nicht zu eng, aber dennoch füreinander da. So macht das Zusammenleben im Haus richtig Spaß.

Und etwas später fuhr ich noch zum Bäcker. Bereits gegen 11 Uhr sind die Baguettes fast immer ausverkauft. Und jedes Mal rege ich mich darüber auf. Die zwei alten Weiber gucken mich mit großen Augen an und dann lege ich noch eine Schippe drauf: „Bittet doch mal Euren männlichen Chef um eine bedarfsgerechte Disposition. So könntet Ihr mehr verkaufen.“ Das ist zwar völlig sinnlos, denn genau wegen ihrer Begriffsstutzigkeit arbeiten sie schließlich beim Bäcker. Wenigstens sind sie nett. Das beruhigt mich dann doch etwas.

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