• 20.04.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Ein Brief an das Jugendamt

satire

» Artikel vom

Verehrte Frau Beiständin,

vielen Dank für Ihr Schreiben und die Kopien! Mit Freude gebe ich Auskunft über mein Einkommen, wie von ihnen am X.X.XXXX verlangt. Ihr Fragebogen ist aber zu kompliziert für mich ungebildeten einfachen Mann. Da ich aber selbstverständlich trotzdem vollständig alle verlangten Auskünfte geben möchte, schreibe ich meine finanziellen Verhältnisse einfach sorgfältig auf und lege sie diesem Schreiben bei.

Leider, leider kann ich die Einkommenshöhe meiner besonders jungen und attraktiven Zweitfrau aus Brasilien nicht mitteilen. Ich habe sie zwar ordentlich verprügelt und sie nackig aus der Wohnung geworfen, aber sie will mir ihr Einkommen einfach nicht sagen. Ich habe daraufhin die Polizei gerufen und nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt, damit ihre Risswunden behandelt werden, hat die Polizei dieses kleine Miststück in ein Hotel namens Frauenhaus geworfen. Damit ist die Einkommenshöhe meiner Zweitfrau nicht mehr relevant, da sie ein neues Zuhause gefunden hat.

Leider, leider befinden wir uns nicht nur in einer allgemeinen Wirtschaftskrise, sondern auch ich befinde mich in einer persönlichen Wirtschaftskrise. Ihre Wunschträume nach höheren Einkommen träume ich feucht und heiss mit, leider gibt es da noch die Realität. Da ich bereits in Vollzeit tätig bin und für meinen beruflichen Werdegang keine besser bezahlten Stellen existieren, muss ich finanziell frigide sein statt ihnen Einkommensejakulationen abzuspritzen. Aber sind wir doch froh, dass ich überhaupt noch Arbeit habe!

Bitte seien Sie nicht neidisch, dass ich letztens einen sechswöchigen Urlaub in Asien gemacht habe. Aber der männliche Druck auf meinem Pinsel, äh Geschlechtsteil, war einfach zu groß. Sie müssen sich nicht sorgen, dass ich mich finanziell übernommen habe, aber mein Auslandskonto haben sie ja noch nicht gefunden. Bitte informieren Sie die Polizei, denn mir ist da ein kleines Missgeschick unterlaufen. Ich habe die Geheimzahl vergessen und nun hoffe ich, dass die Polizei in ihrem Folterkeller in Verbindung mit einem Schuss Koks die Geheimzahl aus mir heraus prügeln kann. Ich stehe auch auf kurze und starke Stromschläge. Die Reiterpeitsche, die meine Domina verwendet, ist nicht hilfreich. Ich bin dagegen leider schon resistent.

Als Beiständin werden sie sicher letztlich sowieso alles vor Gericht entscheiden lassen wollen. Würde ich auch machen, wenn ich mit einem entsprechenden Jugendamtsjob mein Geld verdienen könnte, statt zu zahlen. Auf fröhliches Klagen!

Mit sehr freundlichen Grüssen

Ihr Unterhaltspreller



Das war ein satirischer Artikel.

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