• 12.11.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Die Morgenlatte ist endlich weg

morgenlatte

» Artikel vom

Ein guter Freund rief mich besorgt an und erzählte mir, dass er keine Morgenlatte mehr bekommt. Nach seinen Angaben war das immer ein Prachtstück. Seit nunmehr zwei Jahren hat er keinen Sex und zu Nutten geht er nicht. Er könnte, wenn er wollte, aber er will nicht. Von dem ersparten Nuttengeld kauft er sich lieber einige Krügerrand oder verjubelt die Kohle für kulinarische Highlights in einem Edelrestaurant. Nein, am Geld liegt es nicht, dass er keine Frau hat. Er will einfach nicht und das Bedürfnis nach einem Fick lässt immer mehr nach. Nun ist auch seine Morgenlatte weg.

Wenn die Morgenlatte ausbleibt, dann ist das ein gutes Zeichen. Es ist keine Krankheit, die unbedingt behandelt werden muss, denn wer als Mann lange keinen Sex mehr hatte und sein Leben bewusst ohne Frau verbringt, der wird dieses Phänomen auch bei sich entdecken. Regulär habe ich seit vier Jahren keine Freundin. Seit über einem Jahr gehe ich nicht mehr in den Puff und habe auch keine Morgenlatte mehr. Das ist mir erst jetzt aufgefallen, als mein Freund davon berichtete. Auch die Träume ändern sich. Hat man früher seine geile Arbeitskollegin oder das geile Miststück von der Bäckertheke im Traum mit dem harten Riemen glücklich gemacht, so sind die Trauminhalte völlig anders. Heute träume ich von Dingen, die ich unbedingt noch erreichen will. Und das ist eigentlich kein unerfüllbarer Traum, denn genau daran arbeite ich unermüdlich. Alles was ich will, das werde ich erreichen. Ok, es gibt sicherlich immer etwas, was nicht sofort oder zeitnah klappt, aber der feste Glaube daran kann durchaus Berge versetzen.

Ja, die liebe Morgenlatte ist weg und seitdem beobachte ich meinen Körper etwas intensiver. Früher bekam ich beim Anblick einer schönen Frau durchaus eine gewisse Erregung. Jetzt ordentlich ficken, dieser Gedanke schoss mir dabei durch den Kopf. Wer kennt das als Mann nicht? Ein runder Arsch, straffe Titten und das sagenhafte Gefühl, genau diesen Körper durchzuficken. Klingt das etwa zu vulgär? Sicher, aber so denken Männer. Auch die schwulen, wenn sie einen Knackarsch sehen. Freilich einen männlichen. Alle Männer denken so. Die einen sagen die Wahrheit, die Lutscher und Loser lügen. Das ist der Unterschied zwischen Mann und Pudel. Alles dreht sich in großen Teilen des Lebens ums Ficken. Und selbst wer es psychisch gepackt hat, nicht mehr daran zu denken, der hat es noch lange nicht geschafft.

Nicht mehr ans Ficken zu denken und keinen Harten mehr zu bekommen ist ähnlich zum Alkoholverzicht bei einem trockenen Alkoholiker. Alles ist schick und fein, bis ein Glas Schnaps auf dem Tisch steht. Soll ich oder soll ich nicht. Der Alkoholiker darf das Schnapsglas ebenso wenig anpacken, wie der sexuell Enthaltsame die geile Arbeitskollegin, die sich gerade den Slip runtergezogen hat und einen schnellen Fick am Schreibtisch will. Normalerweise zieht sich hier jeder Mann die Hose runter und rammt den harten Stängel in die Sekretärin. Sie will es, sie kriegt es. In diesem Augenblick fühlt sich ein Mann besonders stark und begehrt. Aber genau das ist nicht Stärke, sondern Schwäche. Dieser billigen Verführung darf kein Mann erliegen. Auf gar keinen Fall. Einmal den Schwanz in die Muschi gesteckt und schon ist die Arbeit von Jahren kaputt. Man hängt sozusagen wieder an der Flasche. Das Gehirn ist sofort wieder auf Ficken gestellt und schon beginnt das Rattenrennen um die Frauen. Kein Arzt kann hier helfen. Und es ist sehr schwer, aus eigener Kraft wieder davon loszukommen.

Nun habe ich erst kürzlich den Anblick einer wunderschönen Baukollegin erfahren dürfen. Ja, sie ist besonders hübsch, aber da juckte nichts bei mir. Sie ist eine Frau, mehr nicht. Ich weigere mich schlichtweg beim Anblick einer Frau, sei sie noch so attraktiv, ans Ficken zu denken. Das wäre mir zu billig. Auch als sie ihre Hose zurechtgerückt hat, weil wahrscheinlich im Schritt etwas kniff, hat mich das in keiner Weise berührt. Zu gut kenne ich die Frauen und zu gut weiß ich, dass sich Aufwand und Nutzen bei ihnen niemals rechnet. Natürlich ist es lobenswert, wenn eine Frau hübsch ist. Das ist schließlich der Mindestanspruch. Aber in diesem Fall gefällt mir dieser Knaller nur, weil sie meinen Bulldog mag und sie auch einen Hund möchte. Das kann ich nur unterstützen und so plauderten wir über Hunde. Das ist mein Lieblingsthema und mein Hund das Wichtigste in meinem Leben.

Insgesamt ist es toll, wenn die sexuellen Bedürfnisse zurückgehen. Das schärft den Blick und lässt die Kollegin in einem völlig anderen Licht erscheinen. Da gibt es keine Gnade oder Rücksichtnahme. Bringt sie die erforderliche Leistung? Meist gibt es nur einen Schluss. Nein. Deswegen wird die Frau zwar nicht gleich entlassen, aber wenn die Zeiten nicht mehr so üppig sind, dann ganz gewiss. Andererseits können Frauen mit genau diesem Wissen den uneingeschränkten Respekt von Männern verdienen. Nämlich dann, wenn sie aufs Gaspedal treten und erfolgreich sind. Doch solche Frauen gibt es de facto nicht und in Kombination mit einem geilen Aussehen erst recht nicht. Nun will ich nicht ganz so pessimistisch sein, die Hoffnung soll ein Mann niemals aufgeben. Aber davon träumen? Niemals. Da gibt es wichtigere Dinge im Leben eines Mannes und wenn es nur der kleine Sack gefüllt mit Krügerrand ist. Ja, Geld und Gold machen glücklich. Jede Frau wird das bestätigen.

Die Morgenlatte ist weg, die spontane Erektion beim Anblick eines Brüllers ist weg, aber das Bedürfnis nach Wichsen lässt so schnell nicht nach. Das muss zur Entspannung einfach sein. Jeden Tag wird die Nudel gerieben und das hocheffizient. Beim Wichsen muss sich ein Mann keine Mühe geben und auch nicht die Ejakulation hinauszögern. Abspritzen und fertig. Meist muss ein Mann seine Palme bis Ende 70 behandeln und das wird im Alter zunehmend lästig. Erst wenn das nicht mehr sein muss, dann ist es perfekt. Von allem befreit.


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