• 19.06.2021

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Jeder Topf findet einen Deckel?

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» Artikel vom

Gastautor: Doofenshmirtz

Die Dienstleistungsbranche boomt wie nie. Servicewüste Deutschland? Nicht bei den Apps zur Partnervermittlung und den Eheanbahnungsinstituten. Die Anbieter dieser „Freundschaftsdienste“ verzeichnen stetig wachsende Mitgliederzahlen. So gibt es neben den altehrwürdigen Platzhirschen „Parship“ und „ElitePartner“ auch Portale wie „Tinder“ oder „Lovoo“ und wie sie nicht alle heißen. Dazu die ganzen textilfreien Angebote im Netz, oft auch anfangs kostenfrei. Für jede Alters- und Verdienstgruppe scheint etwas dabei zu sein. Die allgegenwärtige Werbung dafür dröhnt aus allen Kanälen. Zu jeder Uhrzeit zeigen Pop-ups und eingespielte Werbeclips eine verheißungsvolle Welt, in die man eintauchen soll.

Vor ein paar Jahren gab es einen deutschsprachigen Musikclip, der extra für ein textilfreies Videoportal aufgenommen wurde. Der Text war natürlich komplett auf die simple Gefühlswelt der Männer abgestimmt. Und einfach gehalten war der Clip, denn bei sichtbaren Hupen hört bei Männern das kritische Denken auf, der Jagdtrieb übernimmt die Kontrolle. Dem paarungswilligen Mann wird ein unwiderstehliches Angebot schmackhaft gemacht, das es für nur wenige Euros zu erwerben gilt. Wo sonst kann man wie auf Knopfdruck solche Damen mit Schlafzimmerblick abgreifen? Wenn dann noch der beste Kumpel seine Erfolge präsentiert und die heiße Schnitte von gestern Abend rühmt, ist die Motivation zur Anmeldung hoch.

Wer allerdings unter die Haube schaut, dem Grund für Sexlosigkeit, Einsamkeit und unfreiwillig fehlender Selbstbestätigung auf den Zahn fühlt, der stößt auf biologische Tatsachen. Diverse Studien haben ein plastisches Bild von biologisch zementierten Regeln aufgezeigt, was in den Medien kaum behandelt wird. Bestenfalls stößt man in einigen Fachartikeln darauf. Und für Vermittlungsportale lohnt sich dieses Wissen.

Bevor man als Mann überhaupt ein gutes Angebot zur Auswahl bekommt, ist erstmal ein gewisser Betrag fällig. Diese finanzielle Hürde nimmt man gerne, ist der monatliche Obolus doch viel günstiger, als der Saunaclub oder ein sündhaft teures Essen beim ersten Date ohne Garantie auf Sex. Die Chancen beim Vermittlungsportal scheinen da deutlich höher zu sein. Unzählige potenzielle Kontakte, die schiere Masse macht Eindruck. Irgendeine wird schon anbeißen!

Als heranwachsender junger Mann bekommt man oft zu hören, dass auf jeden Topf ein Deckel gehört, man muss nur „warten“, bis die Richtige kommt. In jungen Jahren mag man an diesen Leitsatz vielleicht noch glauben, aber später schleichen sich zunehmend Zweifel ein. Stimmt das überhaupt?

Spätestens bei der Bezahlschranke muss klar sein: There is more! Freund Google hilft bei der Suche weiter, doch bei den Ergebnissen nähren sich auch hier die Zweifel:

Eine Auswahl von Suchergebnissen zum selbst recherchieren:

(*) Nur ein like von 115 Frauen - So schwer haben es Männer auf Tinder

(*) 8,000 years ago, 17 women reproduced for every one man

(*) More women than men have added their DNA to the human gene pool

(*) Female-to-Male Breeding Ratio in Modern Humans—an Analysis Based on Historical Recombinations

(*) Human paternal and maternal demographic histories: insights from high-resolution Y chromosome and mtDNA sequences

Der partnersuchende, aber skeptische 08/15-Mann stellt fest: Verdammt! 80% einer Frauengeneration pflanzen sich fort, aber nur 20-30% der Männer! Tendenz fallend, leider bei den Männern! Da bekommt die in den Frauen hart verdrahtete Hypergamie einen Dopingschuss, der sich gewaschen hat. Quasi die gesellschaftliche Allmacht zur Reproduktion. In alten Zeiten hatte es für sie nur wenige regional verfügbare Steinzeit-Partner im Angebot, denn der Bewegungsradius war damals sehr begrenzt. Es war nicht vorgesehen, dass sich hypergam veranlagte Brutmaschinen auf digitalen Schwingen der ganzen Welt präsentieren und so mithilfe unzähliger Likes ihren Marktwert subjektiv steigern können. Die heutigen Möglichkeiten gestatten einer buckligen Mandy aus Marzahn eine Chance sich da fortzupflanzen, wo der Säbelzahntiger sie früher schon auf der Reise dorthin erlegt hätte.

In der heutigen Just-in-Time-Gesellschaft und mit modernem Transportwesen kommt der potenzielle Partner wie auf Bestellung. Ausgewählt aus tausenden überregionalen Angeboten. Der Traumpartner ist jederzeit zusammenklickbar, mit entsprechendem Filter ist Romeo in Nullkommanichts gefunden, einer von tausend Romeos, für die der Filter passt. Der paarungswillige Mann bezahlt also meist nur für sein Abstellgleis, denn die Damen bekommen, besonders während der begrenzten Phase ihrer Fruchtbarkeit, die maximale Palette an verfügbaren Partnern angeboten. Und hier wird selbstverständlich ausgewählt und bewertet, was das Zeug hält. Der freundliche Algorithmus des Partnerportals sortiert den Durchschnittsmann dann auch ganz schnell in das von den Frauen geschaffene Ranking: Resterampe!

Auf der Arbeit jemanden kennenzulernen ist mühsam und bindet Ressourcen. Sowieso ist diese Art der Partnerfindung nicht mehr zeitgemäß. Wozu regional suchen, wenn der Milliardär vielleicht nur 100 Kilometer weiter wohnt?

Moderne Bewerbungsportale für Jobangebote machen nichts anderes. Es zählt nicht mehr die individuelle Bewerbermappe, sondern das ausgefüllte Bewerberformular. Das hat auch schon fast jeder erlebt: Bitte hier dies und das eintragen, bitte hier die Art des letzten Jobs eintragen. Dokumente optional hochladen. Ein Profil erzeugen. Auswertbar sein. Damit lässt sich kinderleicht die Spreu vom Weizen trennen. Und wenn man die Ansprüche hoch setzt, kein Problem. Es melden sich noch immer genügend Interessenten. Die natürliche Auslese verschiebt sich so exponentiell nach oben, weg vom Durchschnittsmann. Mehrere hundert, in Extremfällen mehrere tausend Nachrichten und Anfragen bekommt eine durchschnittlich aussehende Frisöse, wenn sie ihre Kapitalanlagen etwas freizügiger in Szene setzt. Das Profil ist dann auch gerne mit Absprung nach Instagram ausgestattet. Wenn schon kein potenzieller Stecher, dann wenigstens ein sabbernder Follower. Die Vernetzung der sozialen Medien spinnt ein Netz um den triebgesteuerten Mann. Und die Frau spielt das nur allzu gerne mit, denn die ständige Gier und Sucht nach Aufmerksamkeit ist schwer auszuhalten ohne neues Futter.

So und nicht anders werden verfügbare Männer angelockt und eingeordnet. Je nach Finanzkraft, Aussehen, Status wird aussortiert oder verwertet. Eine moderne Schlachtfabrik, immer darauf bedacht, den maximalen Gewinn aus einem Mann zu saugen. Wer da kein genetischer Glückspilz ist und auch nicht mit Status (Geld und Ansehen) punkten kann, der hat es schwer. Frauen dagegen müssen nur ihre Verfügbarkeit vorhalten. Immerhin: Im späteren Verlauf seines Lebens wird der Durchschnittsmann vielleicht noch als Beta-Zahlsklave auserkoren, falls sein Wunsch nach Zweisamkeit dann noch besteht. Die einstige Hürde sich fortzupflanzen (survival of the fittest) wurde pervertiert in einen Auswahlprozess, der unsere Poser-Gesellschaft widerspiegelt (survival of the chaddest). Die Biologie hat eben nicht mit der Technologie gerechnet!

Fazit: Die moderne Frau schickt mittels Medien-Multitasking ganze Alterskohorten in die biologische Wüste. Gut, wenn man dies erkennt und seine Ressourcen sinnvoll einsetzt. Für spätere, „gnädige“ Angebote seitens der Damenwelt ist man dann bestens gerüstet. Man kann die Zeit besser für sich selbst nutzen, denn ein Topf kocht auch ohne Deckel vortrefflich!

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