• 06.07.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Das Apple MacBook Pro mit Windows und dem LG 5k Monitor

apple

» Artikel vom

An sich bin ich ein Dell Fan, denn Dell hat ein wirklich gutes Sortiment an Rechnern, Monitoren und Zubehör. Das sind alles durchdachte Komponenten in einer Qualität, die sich durchaus sehen lassen kann. Über Jahre habe ich mit Produkten von Dell gearbeitet und bin damit nie auf die Fresse gefallen, wie man so schön sagt.

Bei meiner rasanten Weiterentwicklung war mir meine Rechnerkonfiguration irgendwann einfach zu schwach. Das CAD-Programm von Allplan brauchte ziemlich lange, bis es vollständig gestartet war und manchmal brach der Start einfach ab und musste wiederholt werden. Das ist nicht schön und nervt gewaltig. Wenn ein Rechner vier Jahre alt ist, dann wird es so langsam Zeit, einen neuen zu bestellen. Da ich den Dell All-In-One XPS 2720 hatte, war ein nachträgliches Aufrüsten nicht möglich.

Mit einem Standrechner ist man nicht mobil und so braucht man dann zwei Rechner, einen Standrechner und ein Laptop. Das ist nicht der Sinn der Sache und auch nicht modern. Da ist es besser, einen leistungsfähigen Laptop zu haben, den man am Arbeitsplatz in eine Dockingstation steckt. Die Idee ist nicht schlecht, aber hier gibt es einige Fallstricke, vor allem hinsichtlich der Leistungsfähigkeit. Laptops mit ausreichend Power sind meist etwas dickere Plastikkisten und sehen vom Design nicht berauschend aus. Teure Produkte mit miesem Design erscheinen mir nicht besonders klug und nachdem ich etwas genervt war von der langwierigen Suche nach einem geeigneten Rechner, habe ich meinen Kumpel damit beauftragt. Er ist ein schlauer Bursche und hat einen IT-Abschluss von der Uni. Wir alle kennen ihn als jungen Rammler. Schlau, wie er ist, spannte er einen fachkundigen Kollegen ein und so zog das seine Kreise.

Jedenfalls waren sich alle beteiligten IT-Fuzzis einig, dass ein Laptop einfach nur Scheiße ist. Nur das MacBook Pro hat ausreichend Power, sieht geil aus und bietet die Konfiguration, die ich brauche. Und das ist der erste qualitative Unterschied. Es gibt Laptops und das MacBook Pro. Das ist nicht das Gleiche, denn wer ein MacBook Pro in der Hand hatte, der will es nicht wieder hergeben. Ganz klar. Allerdings habe ich überhaupt keinen Bock, mich mit Apple iOS zu beschäftigen. Ich habe bisher mit Windows gearbeitet und mit 54 Jahren will ich meine Gewohnheiten nicht ändern. Die IT-Fuzzis schworen, dass dies überhaupt kein Problem sei. Ich solle ihnen ruhig vertrauen. Dieser Spruch lässt bei mir alle Alarmglocken läuten, aber ich hörte auf die Experten.

Das Apple MacBook Pro habe ich in der empfohlenen Konfiguration bestellt, die ganz flott ins Geld geht. Aber das ist kein Problem, solange das Teil meine Erwartungen erfüllt. Online bestellt kam das Paket nach gut zwei Wochen an, darin ein wirklich schöner Karton. Das nagelneue MacBook Pro auszupacken ist einfach nur geil. Ein tolles Erlebnis. Dann hat der junge Rammler über Bootcamp das Windows aufgesetzt und das war wohl überhaupt kein Problem. Bootcamp läuft unter iOS, sodass der Rechner zwei Betriebssysteme draufhat. Alle Treiber wurden erkannt.

Für das MacBook Pro habe ich einen schicken Tischständer gekauft und anfangs einen Dell Monitor 34 Zoll Wide angeschlossen. Der Dell lief absolut problemlos, aber es gab ein gravierendes Problem. Das Bild vom MacBook Pro ist einfach so hammerhart gut, dass der Dell Monitor daneben wie ein Bildschirm von einer Müllkippe aus Nairobi aussieht. Das passt nicht zusammen und erzeugt Augenschmerzen. Nach einigen quälenden Wochen habe ich dann den LG 5k 27 Zoll Monitor gekauft, der auf der offiziellen Apple Webpage angeboten wird. Der originale Apple Monitor war mir dann doch etwas zu teuer.

Um es gleich vorab zu sagen: Das Bild vom LG Monitor ist in der Tat fast genauso geil wie vom MacBook Pro. Die Bildqualität ist nur minimal unterschiedlich. Ein wirklich toller Monitor von LG. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Aber wo Licht ist, da ist auch immer Schatten. Weil ich mit Windows arbeite und LG keinen Treiber dafür hat, läuft der Monitor lediglich im Standardmodus. Zwar wird alles erkannt und die Verbindung über den USB-C-Anschluss funktioniert tadellos, doch weil der Treiber für den Monitor fehlt, kann er in Windows nicht eingestellt werden. Das kann man nur über die Grafikkarte steuern, was aber ein wenig nervig ist. Ich kann damit leben, weil das Bild vom LG Klasse ist. Das ist wie bei einer Frau, dicke Möpse in Kombination mit einem Master in Elektrotechnik gibt’s eben nicht und so ist es bei der Technik manchmal auch.

Es gibt noch eine weitere Enttäuschung. Der 5k Monitor bringt unter Windows nur 4k. Auch das ist halt so. Anfangs war ich schon enttäuscht, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich das in der täglichen Arbeit praktisch nicht bemerke. Meine Anwendungen übersteigen 4k eh nicht, sodass es mir egal sein kann. Aber die versprochenen 5k gehen unter Windows nicht.

Zweifelsfrei hat man mit einem MacBook Pro und dem LG 5k, der per USB-C angeschlossen und darüber auch mit Strom versorgt wird, ein Minimum an Kabel. Das ist sehr angenehm und sieht auf dem Arbeitsplatz einfach prima aus. Auch Windows Tastatur, Maus, Drucker und LAN werden über USB-C angeschlossen. Deshalb braucht man einen USB-C-Verteiler, an dem alles dranhängt. Das funktioniert tadellos, doch einmal am Tag hängt sich mein LAN auf. Das Scheißding klinkt sich einfach aus. Ob der Adapter eine Macke hat oder Windows da reinfunkt, kann ich nicht beurteilen.

Fakt ist jedenfalls, dass Windows ansonsten unter Bootcamp absolut stabil und sicher läuft. Die gesamte Hardware wird erkannt und die Kiste ist enorm leistungsfähig. Es ist eben kein Laptop, sondern ein MacBook Pro von Apple. Dazu habe ich mir eine geile Echtledertasche gekauft, sodass mein MacBook Pro in höchstem Komfort mit mir und meinem Bulldog reisen darf.

Ja, es gibt kleinere Problemchen, die zwar ein wenig nerven, aber das Arbeiten nicht wesentlich behindern. Meine Gerätekombination kostet brutto 5.200 Euro und ist eines Highperformers würdig. Damit bin ich absolut mobil und kann in meinem Wohnwagen wunderbar arbeiten. Ja, man könnte auch einen Laptop kaufen, aber wieso sollte ich das? Warum viel Geld für ein Scheiß Design ausgeben und dazu noch technische Kompromisse eingehen?

Und ja, früher habe ich die Apple-Jünger ausgelacht und als Homos verspottet. Dafür entschuldige ich mich natürlich nicht, denn das MacBook Pro habe ich aus technischen Gründen und nicht zum Protzen gekauft. Wer im High End Bereich sucht, wird feststellen, dass das MacBook Pro im Vergleich nicht so teuer ist, sondern eher im günstigen Bereich rangiert. Es kommt eben immer auf den Blickwinkel an.

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