• 12.12.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Geiz ist wirklich geil

geld

» Artikel vom

Samstags arbeiten ist nicht schlimm. Nur die wenigsten wissen, dass der Samstag ein ganz normaler Arbeitstag ist. Ich stehe morgens auf und fröne meinen täglichen Ritualen. Nichts ist schöner, als keine Veränderungen erleben zu müssen. Niemand gackert mir am Morgen die Ohren blutig, warum ich ausgerechnet an diesem Samstag meiner Berufung nachkommen muss. Auch bleibt mir der ganze Scheißdreck erspart, den Frauen aus allen Bildungsniveaus regelmäßig ablassen. Ich befülle meine Edelstahl Thermoskanne mit feinstem Rondo-Kaffee, belege meine Roggenbrote mit Roastbeef und verstaue meine Bemmen, wie der Ossi gerne sagt, in einer Edelstahldose. Die Banane, die bei einem Ossi nicht fehlen darf, kommt in die Prada-Tasche. Und schon geht es los.

Wie das morgens manchmal läuft, ist der Tank fast leer. An meiner Stammtanke im nächsten Kuhdorf kostet der Diesel 1,18. An der Shell vor der Autobahnauffahrt satte 1,27. Diese Kapitalistenschweine. Dummerweise sind beide Tankstellen um 6 Uhr noch zu. Alles Faulpelze, außer mir natürlich. Ich düse auf die Autobahn und fahre sparsame 120 km/h um irgendwo von der Autobahn abzufahren. Das mache ich, aber auch hier glänzt die Tankstelle mit dem Hinweis geschlossen. Also zurück auf die Autobahn und schließlich habe ich doch auf einem Autobahnrasthof getankt. Für stolze 1,37. Aus reinem Interesse schaute ich wie teuer ein Kaffee ist. 3,95. Wie bitte? Fast vier Euro kostet die schwarze Plörre aus dem Automaten? Nur gut, dass ich meine Thermoskanne dabeihabe.

Als ich letztens in Erlangen war, traf ich mich mit einem Kollegen auf dem Parkplatz vom Lidl. Das sind richtig günstige Parkplätze, denn die kosten nichts. Damit sich niemand aufgeilt, tranken wir einen Kaffee vom Automaten, der beim Lidl im Eingang steht. Wow. Ein echter Knallerpreis. Ein Kaffee kostet nur 1 Euro. Da kann man wirklich nicht meckern und schlecht schmeckt der auch nicht. Respekt vor Lidl. Das hätte ich nicht gedacht.

Als Unterhaltspreller ist Geiz der tägliche Standard. Das fängt freilich schon beim Unterhalt an. Immerhin hat man selbst nichts vom pünktlichen Unterhaltzahlen. Also wird dieser Posten gnadenlos zusammengestrichen. Dafür kann man zu sich selbst durchaus etwas großzügiger sein. Ich belege meine Brote, neumodisch und kapitalistisch Lunch oder so genannt, nur mit Köstlichkeiten, die oberfränkische Metzger auf die Theke legen. Das Roastbeef kostet stolze 39 Euro das Kilo. Das ist satt, ist es aber wert. Immerhin geht so ein Schnittchen in meinen Magen und nicht in den Rachen einer nutzlosen Exehefrau.

Sparen ist modern. Wer für die gleiche Ware mehr bezahlt, hat davon keinen Vorteil. Nur der Verkäufer macht sich schön dick und rund. Das Hundefutter für meine sensible Hündin kostet beim Tierarzt 85 Euro. Den gleichen 14 kg Sack kaufe ich bei Ebay für 68 Euro. Das ist eine hübsche Ersparnis, aber immer noch Kleingeld. Die fetten Ersparnisse gibt es bei den horrenden Kosten für irgendwelche Nutten. Werden die Nuttengänge gestrichen, dann bleiben einige grüne Scheinchen im Monat übrig. Ok, man muss sicherlich etwas mehr masturbieren, aber das ist völlig in Ordnung. Die angeblich glücklich verheirateten Männer machen nichts anderes. Es ist keine Schande, ein bekennender Wichser zu sein.

Günstig tanken, günstig wohnen und keine Nutten sind sozusagen die halbe Miete im Leben. Da ist mindestens ein vernünftiger Jahresurlaub drin. Der Schlaue bucht individuell und keine Robinson-Clubs, wo die Unterschichtenweiber mit ihren Ehesklaven hinfahren. Nichts geht über einen wirklich erholsamen Individualurlaub. Und wer sich für eine Flugreise entscheidet, parkt seine Karre nicht in den überteuerten Parkhäusern und Tiefgaragen am Flughafen. Da kann eine Woche mal ganz flott 150 Euro kosten. Ein Blick ins Internet verrät zahlreiche private Parkservicegesellschaften mit einem Shuttletransfer zum Flughafen. Da kosten 2 Wochen locker unter 60 Euro. Mehr Kohle kann man nicht sparen. Natürlich wird diese Ersparnis wieder unters Volk gebracht, aber eben für sich und das ist ein Unterschied. Geiz für andere ist Ordnung und für sich selbst ist das Feinste gerade gut genug. Das ist die Strategie schlechthin.

Und für die Männer mit Freundin sei gesagt, dass das Mädel auch von einem Döner satt wird. Alleine oder mit einem Kumpel darf es durchaus etwas mehr sein. Rindersteak mit einem netten Hummer obendrauf ist nicht übertrieben. Eine Frau weiß solche Köstlichkeiten eh nicht zu schätzen. Vielleicht erbricht sie danach oder bekommt Durchfall. Da muss ein Mann hart sein. Sein sauer verdientes Geld sollte nicht an eine Frau verplempert werden und wenn doch, dann nur sehr sparsam. Warum nicht einen leckeren Hotdog für die Freundin bei Ikea spendieren. Das ist günstig und macht satt. Und mit einer Wurst im Gesicht kann die Alte kleinere Übungen abhalten, um abends für die Echte gerüstet zu sein. Der harte Schwanz eines Mannes ist in Größe und Form für den Frauenmund geschaffen worden. Andernfalls hätte Gott etwas daran geändert. Hat er aber nicht.

An Geschenken darf ein Mann nicht sparen. Nein, es sind nicht irgendwelche Geburtstagsgeschenke für Kumpels oder Trullas gemeint. Ein Freier Mann beschenkt sich regelmäßig selbst. High-Performer beschenken sich mit nützlichen Dingen, mit denen sie noch mehr Geld machen. Seien es hochwertige Fachbücher, eine Weiterbildung oder technische Geräte, um daran zu lernen. Wem sein Beruf Spaß und Freude bereitet, dem ist die Arbeit keine Last, sondern pures Vergnügen. Frauen und ihre Pudel mögen hier abwertend lächeln, aber wen interessiert die Meinung von Losern? Geschenke für sich selbst dürfen immer großzügig ausfallen. Das hebt die Stimmung und das Wohlbefinden.

Und noch ein Tipp: Ein High-Performer geht nicht mit Arbeitskollegen zum Mittagstisch. Solche Gruppenzwänge und die sinnlosen Gespräche lenken immer vom Wesentlichen ab. Ein High-Performer isst alleine, lässt seine Gedanken schweifen und schreibt gute Ideen auf einen kleinen Zettel. Die Mittagspause ist eine wichtige kreative Phase, die ein Freier Mann nur alleine genießen kann. Arbeitskollegen sind meist nutzloser Ballast. Weg mit allem, was einen am Erfolg hindern könnte. Arschlöcher mit hoher fachlicher Kompetenz sind immer noch mehr gefragt, als nette Luschen. Der wahre High-Performer hat zwar meist soziale Defizite, wie die Frauen so schön behaupten, aber er wird als harter Problemlöser dringend gebraucht. Das nennt sich Erfolg und ist geiler als Sex. Und genau deswegen ist der Samstag ein ganz normaler Arbeitstag ohne Wenn und Aber. Der High-Performer nennt so etwas in aller Bescheidenheit Helfen.


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