• 24.09.2022

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Mein Date mit Corinna

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» Artikel vom

Gastautor: Quotenfeminist

Mitte Dezember 2021 muss es wohl gewesen sein. Ich machte mir ernsthafte Gedanken, was geschehen würde, wenn ich die in der Qualitätspresse beworbene Corinna treffen würde. Würde meine Frisur sitzen, ich spontan eine Erektion bekommen, mir vlt. sogar ein keiner Lusttropfen abgehen?

Wie würde so ein Date ablaufen? Mann kann es nicht genau wissen. Ganz unvorbereitet wollte ich jedoch nicht sein, schließlich würde mich wohl möglich bei einem solchen Date, weder eine Vasektomie noch ein Kondom schützen können.

Auf der anderen Seite schienen mir die Gefahren halbwegs überschaubar zu sein. Falschbeschuldigungen als auch Folgekosten durch KUH oder Arbeitsunlustunterhalt schienen mir nicht wirklich zu befürchten zu sein. Selbst die Helferindustrie würde sich wohl möglich in einem solchen nicht an mir laben können. Doch Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen, wie ein Homokumpel von mir zu sagen pflegt.

Was sollte ich nun tun, mich auf sie freuen oder sie fürchten? Wie dem auch sei. Auf einen Kontakt mit ihr galt es vorbereitet zu sein. Frisch frisiert und rasiert, die Fingernägel geschnitten und geduscht, das ist klar. Schließlich will man ja nicht wie ein versiffter Typ umherlaufen. Dazu noch ein wenig Westdeo aus einem der Intershops und ein paar Pfeffi-Erfrischungsbonbons für einen guten Atem. Fertig ist der Lack.

Doch was ist zu tun, wenn man ein erstes Date vor sich hat und sich noch nicht in- und auswändig kennt? Spitz wie Nachbars Lumpi würde Mann wohl Gefahr laufen in eine mögliche Venusfliegenfalle zu tappen. Also fix den Honig geschleudert und dann kann es auch schon ab auf die Piste gehen.

Voller Geilheit, dass ich wohl möglich demnächst ein unverhofftes, und bei gegenseitigem Einvernehmen ungeschütztes, Date mit Corinna haben könnte, rannte ich eiligst zum nächsten Discounter und zur Apotheke, um mich dort mit für aus meiner Sicht sinnvollen Artikeln für einen Zeitraum von drei Wochen einzudecken.

Vermutlich bedingt durch meine Befürchtungen, ob es mir gelingen würde mich noch rechtzeitig auf Corinna vorzubereiten, muss es dann wohl passiert sein. Vlt. in der Warteschlange eines Discounters, einer Apotheke oder vlt. habe ich auch einfach einen Moment nicht daran gedacht keine Türklinken oder Griffe von Einkaufswagen abzulecken. Das lässt sich heute im Nachhinein nicht mehr mit Sicherheit sagen. Es ist einfach so passiert.

Ich hatte augenscheinlich Corinna getroffen, sie zwar nicht einmal gesehen, aber trotzdem von ihr eine verpasst bekommen.

Wie dem auch sei. Etwa drei oder vier Tage nach meinen Vorbereitungen für den Fall der Fälle, bekam ich Halsschmerzen, zwei, drei Tage später fiel der Geschmackssinn und der Geruchssinn aus. Weitere zwei Tage später setzte der Geruchssinn wieder ein, bescherte mir aber für etwa zwei Tage völlig falsche Ergebnisse. Frische und mit Sicherheit geruchsfreie Luft, roch plötzlich stechend nach Chemie, nach einem leckeren Gemisch aus Ammoniak, Toilettenreiniger und gebratener Leber. Abgestandene und verbrauchte Raumluft, war für mich wiederum scheinbar geruchsfrei. Eine verkehrte Welt, in der ich da nun als Feminist lebte.

Nach zwei oder drei Tagen war der Geruchssinn wieder ok. Der Geschmackssinn verschaukelte mich etwa eine Woche lang, sodass ich Essen als auch Trinken kaum und nur mit viel Überwindung zu mir nehmen konnte. Eigentlich habe ich mich dann nur noch zwingen können aus Gründen der Notwendigkeit täglich genügend zu trinken. Am besten klappte es bei mir mit ein paar Teesorten. Den von mir als Kaffeeschleuse sonst beständig getrunkenen Kaffee konnte ich nicht trinken. Der Kaffee schmeckte, als ob er mit Abwaschwasser zubereitet worden wäre, was aber nicht der Fall war. Die Inhaltsstoffe und die Zubereitung waren nicht anders als sonst.

Meiner Erfahrung nach versiegt nach einem Date mit Corinna der Durst und das Hungergefühl regelrecht vollständig. Hier gilt es sich täglich zu zwingen zumindest etwas zu trinken, da einem bei mehrtägigem Flüssigkeitsmangel ansonsten wohl bereits nach wenigen Tagen die Lichter ausgehen. Das wäre natürlich der Wurst-Käse Fall schlechthin, da man dann ja als GEZ Zahler ausfällt. Daher bitte immer genügend trinken, der GEZ zuliebe.

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