• 14.12.2018

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Wer blöd grinst, bekommt die Dorfmatratze geschenkt

mann

» Artikel vom

Die einschlägigen und seriösen Männer- und Frauenzeitschriften sind voll mit Geheimtipps, wie man schnell und sicher den Traumpartner findet. Dazu gesellen sich die Dating-Portale, die alte Gäule als Traumfrauen präsentieren oder die hübsche Olga aus der Ukraine, die nun endlich einen lieben deutschen Ehemann haben möchte. Dazu dürfen die erfolgreichen Tipps zum Abnehmen nicht fehlen, damit die Schweinchenfrauen ihren Ranzen abspecken. Im Zweifelsfall hilft der Link zum Bauchweggürtel oder zu den Pülverchen für den Mann, damit die Muskeln wachsen und der Schwanz wieder steht. Und wer es wissenschaftlich mag, der liest in unzähligen Büchern über die Psyche der Frauen und stellt danach fest, dass zehn große Hefeweizen den gleichen Lerneffekt bewirkt hätten.

Viele Männerzeitschriften behaupten, dass Bildung ein wichtiger Faktor für Frauen sei. Diese These bleibt eine These, denn wenn eine geistig Gestörte in der Psychiatrie gefragt wird, ob sie im Kopf gesund ist, dann wird sie immer mit „Ja“ antworten. Oder anders formuliert: Eine Frau checkt es nicht, ob ein Mann gebildet ist, weil es ihr beschränkter Horizont einfach nicht hergibt.

Frauen ticken immer nach dem gleichen Strickmuster. Ein Mann sollte männlich sein und kein blöd grinsender Waschlappen. Waschlappen sind zum Putzen geeignet, zu mehr aber nicht. Um mehr darüber zu erfahren, was Frauen als cool und männlich empfinden, sollte man weder die Landpomeranze Claudia aus Bregenz, noch die vollblonde Anke aus Hamburg fragen. Wer als Mann den echten Check machen will, der muss in die richtige Szene abtauchen und zwar in den Randbezirken von New York. Tolle kleine Kneipen und Musikbars gibt es in Brooklyn ohne Ende. Wer nicht rassistisch veranlagt ist, der geht in die angeblich etwas unsicheren Ecken und hat jede Menge Spass mit Afroamerikanern.

Viele Männer checken nicht worauf Frauen wirklich Wert legen. Blöd grinsende Männer fallen sofort durch, ebenso Schmutzfinken und Schwuchteln mit süßlichem Parfüm. Die Supertypen mit dreckigen Fingernägeln können sich auch gleich vom Acker machen, denn kaum eine Frau lässt sich versiffte Finger in die Muschi schieben. Die seriösen Männer, die nicht auffallen wollen, gehen ebenso leer aus. Wenn eine Frau den seriösen und netten Kerl nicht wahrnimmt, dann kann nichts daraus werden.

Ein flirtbereiter Mann muss einfach auffallen. Männlichkeit, Wesensfestigkeit, ein hohes Mass an Selbstbewusstsein sowie ein guter Style sind gefragt. Da hilft keine Fielmann-Brille, aber teurere Modelle sehen oft aus wie vom Apollo-Optiker. Wenn eine Brille, dann muss sie etwas Besonderes sein. Coole Klamotten sind nicht teuer. Die Jeans vom Kick oder aus der Handwerkerabteilung von Obi reißt keine Frau vom Hocker. Ein buntes Hemd und eine moderne Jeans sind ein Muss. Dazu noch ein cooles Armband oder eine lässige Uhr, das macht die Sache rund. Wer mit einem Rolex-Blender aufkreuzt, der beeindruckt die Putzfrau, aber keinen sexuell anregenden Brüller unter 25 Jahren. Gestylte Haare verstehen sich von selbst und wer unter der Behinderung Haarausfall leidet, der rasiert sich einfach die letzten Haare auch noch ab. Das sieht vernünftig aus. Abgewetzte Schuhe sind kein Mösenöffner, denn Frauen lieben Schuhe und machen da bei Männern keine Ausnahme. Saubere modische Schuhe sollten den männlichen Fuß zieren. Da Michael Jackson nicht mehr lebt, sind weisse Socken out. Grau oder schwarz sind die richtigen Farben, aber der Baumwollanteil sollte hoch sein, damit es keine Stinkefüße gibt. Keine Frau steht auf Männerfüsse, die riechen wie vergammelter Romadur.

Die Jacke ist ein wichtiges Accessoire, denn den ersten Eindruck vom Mann bekommt eine Frau an der Garderobe. Wer eine frische Jacke trägt, fällt sofort auf. Das zieht die Blicke der Frauen an und genau das ist das Hauptziel. Nun ist die Jacke an der Garderobe verstaut und natürlich geht man dort entlang, wo Platz ist und man am besten gesehen wird. Der Schritt ist fest, ohne schlurfen der Hacken, und auch den Griff an den Sack verkneift man sich. Das Kinn ist leicht gehoben, doch wer grinsend auf die Jagd geht, der wird den Hasen nicht erwischen. Der Blick ist willensstark und es wird keine Frau angeglotzt. Dazu ist später immer noch ausreichend Gelegenheit. Entweder man tigert an die Bar oder an einen zentralen Tisch, wo man gut gesehen wird. Bier ist out und bunte Cocktails sind unmännlich. Männer trinken Jack Daniels oder Rum, aber wohldosiert und nicht in Massen. Nun beginnt der eigentliche Flirtvorgang. Frauen werden gemustert, aber nicht angestarrt. Auch werden keine Küsschen oder Augenzwinkern versendet. Schließlich ist man kein Blödian, denn genauso würde es aussehen.

Wer diese kleinen Regeln beachtet, der hat in New York schon gewonnen. Die amerikanische Frau ist emanzipiert und nicht schüchtern. Eine US-Frau geht selbst auf die Jagd und will einen anständigen Bären erlegen. Ehe man es sich versieht fragt die Amerikanerin, ob am Tisch noch frei ist und schon ist man im Gespräch. Das typisch deutsche Verhalten des Mannes, die Frau auf einen Drink einzuladen, ist unpassend. Schließlich kommt die Frau nicht zum Saufen, sondern zum Flirten. Also unterhält man sich und verteilt kleinere Komplimente. Im Gespräch sollte die Sympathie gecheckt werden. Beim Reden kann man durchaus leicht und kurz seine Hand auf ihre Hand legen und wenn sie es danach ebenso tut, dann passt es. Die Hüfte und der meistens breite Hintern der Frau sind Tabuzonen. Daran Rumzufummeln ist später noch genug Zeit. Ok, wer die Dame nicht mag, ist selbstredend höflich, denn immerhin hat sie den ersten Schritt gewagt. Wer sich nicht mehr unterhalten möchte, dreht sich leicht weg, zeigt ihr aber nicht den Rücken. Dieses Zeichen begreift sie schnell und wird langsam den Rückzug antreten.

Eine sichere Variante ist das direkte Ansprechen. Amerikanische Frauen mögen das und gepaart mit einem Kompliment ist das Häschen fast schon erlegt. Amerikanerinnen lieben Komplimente und man kann sie auch direkt darauf ansprechen, ob sie einen Freund haben. So einfach kann es sein und so einfach ist es auch. Amerikanische Frauen sind nicht abwertend, sondern höflich, auch wenn das Interesse nicht vorhanden sein sollte. Das hat einen durchaus beachtlichen Stil.

Fazit: Es ist sehr schwer in einer amerikanischen Musikbar keine Frau kennenzulernen!

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