• 11.12.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Der Mann und sein Auto

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» Artikel vom

Männer und Autos, ein nie endendes Thema. Auch hier im Männermagazin. Für uns ist das meist Unterhaltung, Spaß oder Berufsnotwendigkeit, für Autohersteller entscheidet es über Verkaufserfolg oder Untergang. Entsprechend viel wird geforscht, wer die Kisten kauft und warum sie gekauft werden. So lässt zum Beispiel die Firma Nissan eine Studie dauerlaufen, die regelmäßig aktualisiert wird und Fahrerinnen aus Europa, Japan, China und den Vereinigten Staaten nach ihren Auto-Vorlieben befragt sowie nach Dingen, die ihnen an den Autos missfallen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen dann in die Fahrzeugentwicklung bei Nissan mit ein. Laut dieser Studie werden 80 Prozent aller privaten Auto-Kaufentscheidungen direkt von Frauen beeinflusst. Man muss als Autofirma somit unbedingt herausbekommen, was von Frauen gekauft werden könnte.

Bei vielen Modellen ist nicht nur die Kaufentscheidung beeinflusst, sondern sie werden sogar direkt von Frauen gekauft und auf einen weiblichen Halter zugelassen. Das ist dann schriftlich nachweisbar und liegt noch über der Aussagekraft einer Studie, die auf Befragungen basiert. Bei Nissan ist das z. B. nach eigenen Aussagen das Modell „Juke“.

Nissan hat zum Beispiel herausgefunden, dass eine erhöhte Sitzposition bei Frauen ganz oben steht. Es ist also nicht der grantige Rentner, der hoch sitzen will und mit Fistelstimme den Golf Sportsvan ordert, in den man nicht nur bequem einsteigt, sondern auch Platz für einen Grabstein im Kofferraum hat, den man ab einem gewissen Alter immer griffbereit haben sollte, sondern die Dame, die einen Blechthron meint zu benötigen. Frauen sind maßgeblich für einen der katastrophalsten Trends verantwortlich, der die Autowelt erfasst hat: Die SUVifizierung der Modellpaletten, die einen kaum aufzuhaltenden Megatrend seit Jahren darstellt. Diese Büchsen gleichen in vielem der Entwicklung der Damenwelt im Lande: Fetter und schwerer denn je, geringe Nützlichkeit, Blechzellulitis allenthalben, böser Blick, steigender Ressourcenverbrauch durch Gewicht und Motoren, die dieses Gewicht antreiben müssen. Von Vernunft keine Spur. Von Stil leider auch nicht. Eher ein spätbarockes Aufbäumen, das den Niedergang schon in sich trägt. Auch zu teurer Sonderausstattung greift Frau gerne, da wird dann noch ein Tausender draufgelegt für ein Mösenstövchen, Pardon, eine Sitzheizung.

Vernunftfahrzeuge waren früher mal. Die 1990er Jahre waren die letzte Periode, in der noch nennenswert welche auf den Markt kamen. Autos mit guter Raumnutzung innen und außen. Autos, mit denen man trotz anständiger Kofferraumgröße noch im Parkhaus parken konnte, ohne dem Nachbarn beim Aussteigen die Türe reinzurammen, weil alle zu breit sind. Fahrzeuge, bei denen man noch rundum aus den Fenstern gesehen hat, statt sich auf allerlei Hilfssysteme verlassen zu müssen, weil nur noch ein U-Boot-Blick drin ist. Aber auch Spaßfahrzeuge und Prestigefahrzeuge hatten noch mehr Stil. Der Mini war noch Mini und der 911er von Porsche war noch nicht die breite Fetthenne mit Elektronik-Bling-Bling, damit ihn auch ein Dämchen ohne Schaden um die Kurven bringt. Die neueste Auflage ist das nun ganz und gar geworden und sie sieht aus wie in der Mikrowelle angeschmolzen. Frauen haben mit ihren Vorlieben maßgeblich dazu beigetragen, dass der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch pro in Deutschland zugelassenem Pkw seit dem Jahr 2012 wieder stetig ansteigt (Quelle: Statista), egal ob Diesel oder Benzinfahrzeuge. Damit auch der CO2-Ausstoß. Die Effizienzgewinne der Motorenentwicklung reichen nicht mehr aus, um den Mehrverbrauch der dicken SUV-Frauenblechhintern auszugleichen. Wer einen schädlichen Klimawandel am Werk sieht, kann sich also insbesondere bei Frauen für die Negativentwicklung bedanken.

Davor wird uns auch kein Elektrofahrzeug retten, schwer und aufgebläht ist auch mit Elektroantrieb schwer und aufgebläht, alles andere als ressourcenschonend.

In meiner Region existieren auch ein Ableger der Autoindustrie und viele Zulieferer. Jeder kennt jemand, der beim örtlichen Autokonzern arbeitet. Von solchen Leuten werden mir diese Trends und die Wünsche der Käuferinnen ebenso bestätigt. Ein Trend sind auch Fahrzeuge, die in China bevorzugt werden und nun auch vermehrt hier - Protz, Chrom, dicke Schnauze. Offenbar bestimmen auch in China mehrheitlich Frauen, was gekauft wird. Das amüsiert mich und es nutzt mir. Immerhin fließt durch solche idiotischen Kisten wieder viel Geld zurück in den Wirtschaftskreislauf. Schön! Ich als Loser und Umsatzversager profitiere davon. Die Dickschiffkäufer haben im Grunde den Unterhaltsvorschuss für mein Trennungskind bezahlt und noch so einiges mehr. Selber kann ich mit den Blechdingern nichts anfangen. Mir fehlt das Auto-Gen. Keine Bindung, keine Emotion, kein Interesse. Wohl dem, der seinen Spaß damit hat. Für mich sind sie allesamt sterbenslangweilig und reine Nutzgegenstände. Und eine Frau beeindrucken muss ich damit auch nicht. Höchstens anti-beeindrucken, eine Rostlaube hält einem gewisse Dummschwätzerinnen auf Goldsuche von vornherein vom Hals. Sehr positiv. Erzählt man dann noch von seinem Job in der Kläranlage und den nässenden Warzen an allen intimen Stellen, hat man seine Ruhe vor weiblichem Geschwafel und peinlichem Kokettieren.

Gefahren bin ich schon viel, von Oldtimer über Sportwagen bis zum Leicht-LKW. Keine Sache. Besessen haben wir bisher nacheinander einen alten geschenkten Reiskocher aus Japan, einen französischen Windelbomber, einen geschenkten deutschen Rentner-Rollatorersatz und einen knurrigen italienischen Zweizylinder. Der hat sogar 4x4 Antrieb, was hier durchaus gebraucht wird, denn ich muss mit Bienenkästen bei jedem Wetter über unbefestigte Fahrspuren und kräftige Steigungen zu schwierigen Zielen. Auch dafür sind SUVs das unbrauchbare Gegenteil. Wenig Bodenfreiheit, zu breit, viel zu schwer, sodass sie sich im schmierigen Lehm schnell eingraben und wegen Breite und Unübersichtlichkeit ständig von Ästen erwischt werden. Im Wald kommt man damit nicht weit. Und da muss ich hin mit den Bienen. Leider fliegen sie nicht von selbst an einen neuen Platz. Sind halt doch Frauen, man muss sie schon hinwuchten. Sind es mal mehr, kommt ein leichter Anhänger zum Einsatz. Der Laderaum ist damit gut und angepasst zu vergrößern.

Wenn wir mal Platz für Personen brauchen, für eine längere gemeinsame Fahrt mit allen Kindern, nehmen wir einen Mietwagen. Schließlich brauchen wir dann mehr wie die fünf Standardsitze. Da hatten wir schon alles quer durchs Angebot, bis hin zu einem 5,30 m langen Citroen Space Tourer, über 2,20 m breit. Da könnte sogar noch eine Zweitfrau mitfahren. Ganz hinten, da kann sie keifen, man hört es vorne kaum mehr. Ist auch mit den Blagen sehr angenehm, wir sortieren die Lauten immer nach hinten. Schade nur, dass es diesen netten aufklappbaren Schwiegermuttersitz im Freien nicht mehr gibt, für den nicht nur die Ford-Modelle der 1930er Jahre bekannt waren und der heute nur noch durch Donald Ducks 313 bekannt ist. In den USA nannte man ihn „rumble seat“. Da hinten im Freien kann sie nach Herzenslust keifen und toben.

Dieses große und die kleineren spaßbetonteren Fahrzeuge haben mich immer nur transportiert, aber nie bewegt. Fahren ist sowieso nervtötend, ein bisschen wie Fernsehen. Und es wird geradezu unerträglich, wenn eine Frau mitfährt, die den Mund nicht halten kann. Aber immer noch besser wie/als wenn sie selber fährt. Ich hoffe auf die ersten bezahlbaren männlich fahrenden Assistenzsysteme, die wenigstens auf baustellenfreien Autobahnabschnitten ganz selber fahren können. Dann brauchen wir nur noch Assistenzsysteme, die vernünftige Autos für die Pudel unter uns auswählen, anstatt so etwas durch hormongesteuerte, chaotische und emotionale Frauchen entscheiden zu lassen. Freie Männer brauchen es schon jetzt nicht mehr, sie haben diesen Status bereits erreicht.

P.


Weiterführender Link: TrennungsFAQ
Ratsuchende Väter finden im TrennungsFAQ-Forum konkrete Hilfe


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