• 04.08.2021

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Wenn sich Freie Männer treffen

bbq

» Artikel vom

Gastautor: Wechselstube

Ein reales Treffen von Lesern des Männermagazins muss in der Theorie ausgiebig vorbereitet werden. Arbeitsteilung ist alles, weswegen ein Organisationsteam gebildet werden muss.

Es braucht anonyme Mailadressen und Handynummern, gefakte Adressen und auch einen Schleusungsort, wo die Teilnehmer durch einen Mitarbeiter, der die Organisatoren des Treffens nicht kennen darf (sicher ist sicher), weitergeleitet werden.

Der Ort des Treffens muss möglichst lange geheim bleiben, man schreibt besser „irgendwo in der Zone“, um möglichst viele Teilnehmer zu erreichen.

Wer als möglicher Teilnehmer den Bewerbungsprozess übersteht, kann dann in den Genuss von erstklassigem Content kommen, aber bis dahin ist es ein weiter Weg.

Beim Treffen darf man sich nur mit dem Forumsnamen ansprechen, Handys werden mit Alufolie umwickelt und in einen Safe gepackt, dessen Schlüssel wiederum von einem Kurier verwahrt wird, der diesen mit einer Drohne geliefert bekommt, die sich danach selbst zerstört.

Die geheime Installation eines Störsenders ist sinnvoll. Auch werden mögliche Mitbringsel der Teilnehmer („darf meine Amiga, Tochter etc. zum Treffen mitkommen?“) an der Teilnahme gehindert.

Beim Treffen selber gibt es Themen, die man besser meiden sollte. Corona, Politik sowie wirtschaftliche und reale Schwanzvergleiche, damit die Stimmung nicht schlagartig in Schieflage gerät und das Awareness-Team mit den Taschentüchern gerufen werden muss.

Das Awareness-Team ist auch Ansprechpartner für eventuell telefonisch zugeschaltete Teilnehmer, das wichtige Fragen wie „wie starte ich mit der frisch getrennten Ex nochmal neu (durch)“ behandeln kann.

Das leibliche Wohl übernimmt am besten ein Sponsor wie das Jugendamt oder die Ex, welche dann eben einen Monat auf Unterhalt verzichten müssen. Fleisch, Fisch und guter Wein gehören einfach dazu.

Wer ganz sicher gehen will, nimmt nach dem Treffen einen anderen Nutzernamen im Forum an und löscht seinen alten Account. Das ist durchaus sinnvoll, weil im Leben eines Freien, aber vielleicht auch gesellschaftlich isolierten Mannes, genug reale und potenzielle Gefahren lauern.

Es gibt aber auch Leute, denen fast alles egal ist, die einfach ihr Ding durchziehen. Die bleiben nach so einem Treffen auch weiterhin in Kontakt.

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