• 16.09.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Das wissen nur die Götter

corona

» Artikel vom

Covid-19 beschäftigt uns noch immer. Abstandsregeln, Maskenpflicht und viele weitere Beschränkungen bestimmen unseren Alltag. Das ist nervig, aber wahrscheinlich eben doch notwendig. Jeder hat darüber eine eigene Meinung, aber Fakt scheint wohl doch zu sein, dass es ohne diese Maßnahmen weitaus mehr Tote geben würde. In welchem Umfang, das wissen nur die Götter. Und es ist eine rege Diskussion ausgebrochen, welche Medikamente helfen oder nicht, während fieberhaft nach einem Impfstoff gesucht wird. Natürlich ist Covid-19 ein ziemlich fettes Geschäft. Wer zuerst ein wirksames Medikament oder einen zuverlässigen Impfstoff hat, der wird seine Taschen mit ziemlich viel Geld vollstopfen können. Das ist in Ordnung und nennt sich Kapitalismus.

Das Onlinemedium Sciencefiles hat da eine eigene Theorie. Angeblich soll ein Medikament helfen, dass aber nicht mehr favorisiert wird. Nun bin weder ich, noch sind viele andere Leser ausgebildete Virenforscher und oder Mediziner. Stimmt das wirklich? Sind die Beweise schlüssig? Ich kann es nicht sagen und die Behauptungen in diesem Artikel klingen für mich doch etwas weit hergeholt. Ich bin zwar kein ausgewiesener Freund und Unterstützer der Bundesregierung, doch habe ich viel Verständnis dafür, dass es in Deutschland möglichst wenig Tote durch Covid-19 geben sollte. Kein Politiker will die Ursache dafür sein, dass die Totenmeldungen durch die Decke gehen. Und ich glaube auch nicht, dass ein Politiker bewusst ein wirksames Medikament verdammen würde. Deutschland hat sicherlich genug Experten, um festzustellen, was zu tun ist. Die Politiker können sich auf ihre Experten verlassen und ehrlich gesagt vertraue ich diesen Medizinern. Jetzt könnte man sagen, dass ich verstrahlt sei, aber wenn ich krank bin, dann gehe ich doch gerne zu einem Spezialisten und fliege nicht nach Südafrika, um mich dort von einem Voodoo-Zauberer behandeln zu lassen. Dann wäre ich wahrscheinlich nicht mehr unter den Lebenden. Viele Krankheiten, die heute locker heilbar sind, waren früher tödlich. Und ich finde es bemerkenswert, dass es immer noch Ärzte gibt, die für ein bescheidenes Gehalt in Krankenhäusern arbeiten. Wer einmal krank war und ins Krankenhaus musste, wird sehr dankbar sein, dass er behandelt wurde.

Natürlich lässt es sich locker plaudern, wenn man gesund, groß und stark ist. Was soll einem da schon passieren? Wahrscheinlich nichts, außer die unbefriedigte Ehefrau zieht ein Messer, sticht zu und man verblutet elendig auf dem versifften Küchenboden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist sicherlich eher gering und wer keine Frau hat, den wird dieses Schicksal garantiert nicht treffen. Gesunde haben immer gut reden und wer nicht mit einer stabilen Gesundheit gesegnet ist, wird hoffen, dass der Kelch von Covid-19 an ihm vorüberzieht. Die jetzigen Maßnahmen sind richtig und leider müssen wir uns wohl auf Dauer daran gewöhnen. Aber ganz so hart ist es eben doch nicht. Es gibt zwar Abstandsregeln, aber immerhin haben die Geschäfte und Restaurants geöffnet. Ein halbwegs normales Leben ist sicherlich gewährleistet. Nur die Jugend kotzt im großen Strahl ab. Keine Clubs haben derzeit geöffnet und so hängen Jugendliche und die berühmte Partyszene auf öffentlichen Plätzen ab. Und da die Jugend aus Sicht der Älteren völlig verblödet ist, baut sie eben Scheiße. Leider ist die Polizei etwas schwach besetzt und hat keinen so harten Knüppel, um sich Respekt verdienen zu können. Mit Randale und Co. werden wir wohl leben müssen. Gepriesen sei der Herr, dass ich auf dem Land inmitten von vielen älteren Menschen leben darf. Der gestandene Oberfranke trinkt eh am liebsten sein Bierchen in der Garage oder bedient sich aus der Bierzapfanlage in der Küche. Nebenbei wird Haxe und Schäufele gefressen. Mit seinem eigenen Gewicht durch diese Genüsse hat ein Oberfranke überhaupt kein Problem. Das sind die Gene, so die schlüssige Begründung.

Es ist nicht abzusehen, was die Zukunft bringen wird, denn es brennt mehr oder weniger an allen Ecken und Enden. Besorgniserregend ist sicherlich, dass große Teile der Wirtschaft am Boden liegen. Und des Deutschen liebstes Kind, der Urlaub in fernen Ländern, fällt weitestgehend aus. Alle schönen Urlaubsdestinationen schützen sich mit aller Kraft vor Corona. Thailand lässt nur noch ausgewählte Urlauber aus Ländern ins Land, die seit mindestens 30 Tagen keine Neuansteckungen aufweisen. Alle anderen gehen erstmal zwei Wochen in staatliche Quarantäne, sofern sie es überhaupt schaffen, eine Einreisegenehmigung zu erhalten. Wann diese Beschränkungen aufgehoben werden, ist nicht abzusehen. Die Deutschen werden sich daran gewöhnen müssen, nur noch innerhalb der EU zu verreisen und auch das muss kritisch gesehen werden. Derzeit ist es in der Tat am besten, nur innerhalb Deutschlands zu verreisen.

Was in der Corona-Krise richtig oder falsch ist, kann niemand sagen. Sicher ist, dass viele Deutsche ihr Geld zusammenhalten, denn in jeder Branche kann der Jobverlust drohen. Insgesamt geht der Konsum von hochpreisigen Produkten zurück und das löst eine Kettenreaktion aus. Die Automobilindustrie verzeichnet einen Rückgang von bis zu 40% und damit dürfte klar sein, dass auch die Putzfrau oder die Kantinendame ihren Job verlieren wird, wenn die Betriebe reihenweise ihr Personal runterfahren oder gar ganze Niederlassungen schließen. Manche unken sogar, dass damit das Problem des Fachkräftemangels gelöst wird. Ist weniger Arbeit da, werden logischerweise weniger Arbeitskräfte gebraucht.

Ich persönlich glaube nicht, dass eine Corona-Impfung all diese Probleme abschließend lösen wird. Auch ist nicht sicher, ob eine Impfung dauerhaften Schutz bieten kann und ob alle Impfungen Antikörper erzeugen. Das steht in den Sternen und nur die Götter wissen das.

Sicherlich ist weiterhin Vorsicht geboten. Wer jedoch schon vor der Corona-Krise etwas zurückgezogen gelebt hat, wird dort auch heute keine größeren Probleme haben. Eine Versorgungskrise ist jedenfalls nicht eingetreten, aber bestimmte Produktgruppen werden teurer. Wenn Großbetriebe wie Tönnies schließen müssen, dann wird das im Supermarkt spürbar sein. Bald wird es Fleisch nur noch zu höheren Preisen geben, aber ob es den Tieren damit besser geht, darf bezweifelt werden. Ein System der industriellen Fleischproduktion lässt sich so schnell nicht ändern.

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