• 24.10.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Richtig oder falsch

ruine

» Artikel vom

Alle Meinungen, die abweichend von Regierungsmeldungen geäußert werden, gelten heutzutage als Fake-News. Mittlerweile ist genau diese Meldung kein Fake, sondern Realität. Dabei nimmt sich die Bundesregierung selbstredend davon aus. Die schönste Fake-Meldung der Regierung war sicherlich, dass Schutzmasken gegen Corona überhaupt nicht helfen. Binnen weniger Wochen scheinen Masken wohl doch zu helfen, denn ohne Maske darf heute niemand mehr einkaufen gehen oder eine Tankstelle betreten. So schnell ändert die sehr weise Regierung ihre Meinung. Böse Zungen behaupten, dass das auch so gesagt werden musste, weil nicht genügend Masken verfügbar waren. Das reiche Deutschland hat schlichtweg den Zeitpunkt verpasst, auf dem freien Markt genügend Masken zu beschaffen. Verantwortungsbewusste Unternehmer meldeten sich damals bei der Bundesregierung und boten Masken zum Kauf an, weil sie da noch hohe, aber bereits rasch schwindende Lagerbestände hatten. Eine Antwort der Bundesregierung gab es nicht und somit gingen die Masken ins Ausland. Natürlich spricht heute niemand mehr davon, selbst damals war es lediglich eine kleine Randnotiz in der Presse. Eine nicht mehr unabhängige deutsche Presse wird einen Teufel tun und die Bundesregierung für ihre Versäumnisse kritisieren. Stehen auf Fake News nicht drakonische Strafen? Ja, sicher, aber nur für unerwünschte Meinungsäußerungen von Bürgern. Wie so immer. Warum sollten sich Politiker selbst bestrafen, wenn sie sich davon ausnehmen können?

Nun gibt es einige unangenehme Demonstrationen gegen die Beschränkungen wegen Corona und das ist durchaus verständlich. Mittlerweile stirbt niemand mehr an Krebs, sondern fast nur noch an Corona. Es wird nicht mehr untersucht, was die primäre Todesursache eines Menschen war. Pathologische Untersuchungen, die einiges an Klarheit bringen könnten, werden nicht empfohlen. Jeder Tote, der mit Corona infiziert war, ist automatisch ein Corona Toter. Jeder weiß, dass damit die Todesstatistik nicht realistisch sein kann. Hierzu muss niemand ein Mediziner oder Statistiker sein. Der gesunde Menschenverstand reicht aus. Jedenfalls gehen nun die Bürger auf die Straße und demonstrieren gegen die grundrechtsbeschränkenden Maßnahmen der Bundesregierung. Und sofort schreien Politiker und damit auch die Presse, dass die Demonstranten aus dem rechten Lager kämen, Verschwörungstheoretiker oder Spinner seien. Und eine Empfehlung gibt es noch kostenlos dazu: Die lieben und besorgten Bürger sollen nicht zu diesen Demonstrationen gehen. Eine tolle Empfehlung und mit Rücksicht auf die angeblich uneingeschränkte Meinungsfreiheit sicherlich besonders wertvoll. Nichts anderes war zu erwarten. Vom Mainstream abweichende Meinungen sind schlichtweg nicht erwünscht.

Die mehrwöchige Ausgangssperre haben die meisten Bürger gutgeheißen. Schließlich will niemand, dass die Todesraten durch die Decke schnellen. Nun aber, wo die Infektionen stark rückläufig sind, werden die meisten Beschränkungen als Wirtschafts- und Freiheitsvernichtungsmaschine gesehen. Tote durch Infektionen wird es immer geben, auch durch Corona, aber irgendwann muss die Kirche im Dorf gelassen werden.

Sozusagen als Beweis bald einkehrender Normalität gibt es nun wunderschöne Bilder im Fernsehen, wie ein toller Urlaub mit Maske und Abstand zu den Mitmenschen ablaufen könnte. Wer hier ein wenig mit Verstand bei der Sache ist, dürfte schnell zu dem Schluss kommen, dass so ein Urlaub einfach nur Scheiße ist. Wer sich das antun möchte, soll fahren, aber die etwas Schlaueren werden wohl abwinken. Die Politiker mögen glauben, dass so eine Maske und jede Menge Verbote eine tolle Sache seien, aber Spaß macht so ein Leben keineswegs. Wer keinen Bock hat, mit einer Maske rumzulaufen, der wird alle Situationen vermeiden, dieses Ding tragen zu müssen. Also geht es nicht mehr zum ausgiebigen Shoppen, es wird nur noch das Nötigste eingekauft und fertig ist es. Damit rutscht der allgemeine Konsum stark ab. Niemand macht mehr vernünftige Geschäfte und der schleichende Tod erreicht entgegen allen politischen Beteuerungen eben doch den Handels- und Dienstleistungsbereich.

Nun mag der einzelne Bürger sagen, dass er auch nicht wüsste, wie er als Politiker handeln würde, aber diese Frage stellt sich nicht. Ein Politiker hat viele Berater und kann sich im Handumdrehen sofort und umfassend informieren, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Viele Experten können zur Entscheidungsfindung hinzugezogen werden. Damit hat ein Politiker jedenfalls mehr Fachinformationen, als ein normaler Bürger. Die deutlich feststellbare Konfusion in der Politik lässt hingegen vermuten, dass sie nicht wissen, was sie tun. Zu unterschiedlich sind die Meinungen der Politiker. Es fehlt eine klare Linie und es gibt kaum klare Aussagen. Vielleicht ja, vielleicht nein, mal schauen, was passiert und das muss von Fall zu Fall entschieden werden. Das mag etwas geschmeidig und schlau klingen, aber Führungsstärke sieht anders aus. Im Moment weiß der Bürger kaum noch, was erlaubt ist, was nicht und wie die Zukunft aussieht.

Die Bundesregierung wirft derzeit mit extrem viel Geld um sich, aber die Frage, wann und wie die dadurch entstehenden Schulden zurückgezahlt werden, wird nicht beantwortet. Warum auch? Reicht es nicht aus, wenn der Bürger weiß, dass Geld grenzenlos verfügbar ist? Solche Unsummen ohne die nötigen Hintergrundinformationen auszugeben, das schürt regelrecht Verschwörungstheorien. Der Bürger will durchaus wissen, was Sache ist und er hat sogar einen rechtlichen Anspruch darauf. Schließlich soll in Deutschland Demokratie herrschen, wo Politiker Rede und Antwort stehen müssen. Jeder muss für sich entscheiden, ob das der Realität entspricht.

In Deutschland ist es in jedem Fall am besten, entweder seine Klappe zu halten oder mit vollem Zynismus die Arbeit der Bundesregierung zu loben. Alles andere kann berufliche Nachteile mit sich bringen. Letztlich ändert sich eh nichts, auch wenn man auf die Straße geht und demonstriert. Es war schon immer besser, einfach nichts zu tun und mehr darauf zu achten, dass es einem selbst gut geht. Alles andere ist verschwendete Energie und der falsche Kriegsschauplatz. Seinen politischen Frust sollte man sich für die nächste Wahl aufsparen und da durch sein Kreuz an der richtigen Stelle ausleben. Eine Wahlklatsche ist bei Politikern nicht so beliebt, weil sie dann reihenweise ihre gutdotierten Posten verlieren und so viele Stiftungen oder Aufsichtsratsposten gibt es nun auch wieder nicht, dass alle warm dorthin wechseln können.

Die jetzige Entwicklung kann wohl nur in einem Punkt zielsicher vorausgesagt werden. Viele Firmen werden langsam und schleichend sterben. Das dauert ein wenig, aber der wirtschaftliche Tod lässt sich nicht mehr aufhalten. Die Depression hat begonnen und wird durch die Maßnahmen der Regierung nur noch verstärkt.

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