• 06.08.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

eBay oder Amazon

bett

» Artikel vom

Online einkaufen ist einfach mehr als nur geil. Das gewünschte Produkt ist schnell gefunden, dann ein kleiner Preisvergleich und per Mausklick ist die Ware gekauft. Und seinen faulen Arsch muss man dabei auch nicht bewegen. Effizienter geht es wirklich nicht, sofern man weiß, was man haben will. Sicherlich gibt es Produktgruppen, die besser im Laden eingekauft werden, aber das dürfte für den eingefleischten Onlinekäufer eher die Ausnahme sein.

Witzig ist der ewig dauernde Streit, ob nun Amazon oder eBay der bessere Anbieter sei. Um es vorab zu sagen: Es dürfte keinen Sieger geben. Ich als eingefleischter eBay-Käufer stehe selbstredend auf eBay und das aus verschiedenen Gründen. Das Angebot in technischen Dingen ist bei eBay um Längen besser als bei Amazon. So brauche ich Betonbohrer mit einem Durchmesser von 20 mm bei einer Länge von 160 mm, als SDS für die Boschbohrmaschine mit Absaugung. Gibt es bei eBay, aber nicht bei Amazon. Das Angebot bei Werkzeugen und Zubehör, wie Leuchtkegel, Richtlatten, elektronische Wasserwaagen, um mal einige Sachen zu nennen, ist bei eBay einfach besser. Bezahlt wird in der Regel mit PayPal. Selbst die Rückgabe der Ware mit Kostenerstattung ist spielend einfach. Wer ein bisschen nach der Anzahl der Käuferbewertungen schaut, kann kaum auf die Fresse fliegen.

Amazon ist ein echter Spezialist mit einem gnadenlos schnellen Versand. Hier kann eBay nicht mithalten. Auch die Rückerstattungen sind ohne Diskussionen extrem flott. Da gibt es überhaupt nichts zu meckern. Und wer Amazon-Prime Kunde ist, hat noch viele weitere Vorteile. Musik zum Beispiel. Das kostenlose Streaming ist schon der Hammer. Zwar muss man als Prime-Kunde extra bezahlen, aber in diesem Paket ist einiges mit drin. Das ist lobenswert. Das Warenangebot ist vielleicht nicht ganz so umfangreich wie bei eBay, weil Amazon mehr auf den normalen Konsum ausgerichtet ist. Dies ist zwar eine subjektive Einschätzung, aber bei den Betonbohrern fängt es eben an.

Natürlich gibt es Internetbetrüger, aber die Wahrscheinlichkeit bei Amazon reinzufallen liegt bei null. Amazon haftet für alles und ist nach amerikanischer Art straff organisiert. Der Kunde ist König und niemand anders. Das ist eine tolle Strategie. Wer in Deutschland einkaufen geht, wundert sich immer, dass er bei Fragen stets nach einem Verkäufer suchen muss. Wer das erlebt, geht mit gezogenem Mittelfinger aus dem Laden und fährt zu Hause seinen Rechner hoch. Entweder eBay oder Amazon, dort warten die Bestpreise.

Bei eBay muss manchmal etwas genauer hingeschaut werden. Bestimmte Warengruppen, wie Handyzubehör oder LED-Lampen, sind komplett in chinesischer Hand. Da gibt es kaum einen deutschen Anbieter. Auch hier gab es noch nie Probleme. Einige dieser Lieferanten haben sogar ein Lager in Deutschland oder in der EU, ein Blick auf den Artikelstandort verrät es. Ob die chinesischen Händler Steuern in Deutschland abführen, das ist eine andere Geschichte. Wer bei dieser Steuerprellerei haftet, ist etwas unklar. eBay, der Händler oder der Käufer? Das muss man eben wissen. Wer sicher gehen will, der kauft bei einem Händler innerhalb der EU oder im gelobten Deutschland.

Bei eBay ist der Versand nicht so schnell wie bei Amazon. Wer Ware aus England kauft, der muss schon etwas auf die Post warten. Das kann durchaus ein bis zwei Wochen dauern, doch Ware aus Deutschland ist in der Regel innerhalb von drei Tagen da.

Letztens habe ich ein komplett neues Bett mit neuen Bettdecken und Kopfkissen gekauft. Nach sagenhaften zwei Tagen war alles zu Hause ohne jegliche Mängel. eBay und Amazon sind eben keine Schnarchnasen wie viele Möbelhäuser. Im Möbelhaus gibt es meistens nur ein Ausstellungsstück und dann heißt es warten, bis die bestellte Ware abholbereit ist. Wer im Möbelhaus kauft, der braucht Nerven wie Drahtseile. Online geht das schneller und einfacher.

Natürlich gibt es auch Onlineshops außerhalb von eBay und Amazon. Die müssen nicht schlecht sein, aber auch hier gilt: Lieber einmal mehr genauer hinschauen. Einige Klamotten kaufe ich bei Hollister und G-Star. Hier läuft es ebenso wie am Schnürchen. Alles kein Problem und nach wenigen Tagen ist die Ware da. Ab und an gibt es mal ein kleines Schnäppchen, aber ansonsten sind die Preise wie in den Verkaufsläden. Der Vorteil liegt eben darin, dass der Kunde seinen Arsch nicht bewegen muss, was in Zeiten von Corona nicht unwichtig ist. Der Nachteil: Man muss sich auch die geilen Bräute online anglotzen und kann das nicht live in voller Pracht im Laden. Wer aber eine Frau kennt, der kennt sie alle.

Ich denke, dass jeder seine favorisierten Onlineshops hat und damit sicherlich beste Erfahrungen gemacht hat. Man darf nicht vergessen, dass Onlineshops die armen Frauen vor Niedriglöhnen bewahren. Kein Mann möchte, dass sich eine Frau zum Dumpinglohn in einem Laden den ganzen Tag die Füße platt stehen muss. Das ist unmenschlich hart und wer online einkauft, der tut sehr viel für Frauen, die dann nicht mehr in irgendwelchen Shops gebraucht werden, sondern mehr an der Werkbank in wirtschaftlich wichtigen Bereichen arbeiten können.

Erst heute habe ich wieder online eingekauft, Handtücher und Toner für meinen Laserdrucker. Ich bin doch nicht blöd und fahre nach Kulmbach oder Bayreuth. Das kostet Zeit, Benzin, Parkticket und dann muss ich noch wie ein Doofer durch die Geschäfte laufen. Selbst etwaige Versandkosten sind dagegen geschenkt. Und das Glotzen auf die Weiber im Einkaufszentrum ist in meinem Alter nicht mehr so spannend wie früher. Schließlich kann ich mir schlecht im Laden einen klopfen, wenn ich eine geile Frau sehe, zu Hause am Rechner aber schon. Online einkaufen hat zweifelsfrei viele Vorteile. Wer beim Einkaufen geil wird, der sollte es von zu Hause aus tun.

Nun mögen einige Leser wegen der Paketdienste rumjammern, aber das ist ein hausgemachtes Problem. Auf dem Land in einer abgeschiedenen Gegend klappt die Zustellung hervorragend. Ich habe hier noch nie ein Problem gehabt. Im Gegenteil. Wenn ich Zeit habe, dann halte ich immer ein kleines Schwätzchen mit dem Paketboten. Das geht nur auf dem Land. In der Stadt ist alles stressig, aber wer das mag, soll dort wohnen. Mein Bulldog schlägt übrigens immer brav an, sobald ein Pakettransporter auf den Hof fährt. Da ist ein Hund ziemlich praktisch.

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