• 19.06.2021

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Das in der Glut roh gebliebene Bratwürstchen

bratwurst

» Artikel vom

Gastautor: Grillbesteiger

Das ist hier ein Satire-Magazin und daher, wer bei „Bratwürstchen“ an einen Grill, Bierchen und lecker Essen denkt, darf sich stattdessen über die Zweideutigkeit des Wortes „Würstchen“ amüsieren. Das gleich Erzählte ist aber dennoch keine Satire, es ist ernst gemeint und wirklich passiert.

Mag sein, dass einigen bereits aufgefallen ist, dass so mancher Osteopath oder Physiotherapeut bei der Behandlung ungewöhnlich warme Hände hat. Der Kontakt zu solch warmen Händen fühlt sich wohlig an und wirkt entspannend. Was vielleicht aber selten jemand weiß ist, dass die tatsächliche Temperatur der behandelnden Hände oft nicht der empfundenen Temperatur entspricht.

Als ich nach vielen schlechten Erfahrungen die Suche nach der zu mir passenden Frau aufgegeben hatte, begegnete ich einer, von der ich meinte, dass sie das so seltene und als nichtexistierend geglaubte Einhorn war. Es gab sie also ... die Frau, die zu mir passte. Es war an ihr einiges ganz anders, als bei all den anderen Frauen, die ich bisher kannte. Sie schaute gerne nach, wie es meinen verstorbenen Eltern im Jenseits ging, und sprach, während sie mich massierte, eigenartige Worte, die zu keiner der aktuell existierenden Sprachen gehörten. Sie war vom Aussehen her zwar nicht besonders attraktiv, dafür aber um einiges jünger und der Sex mit ihr war erste Sahne. Sie hatte die Fähigkeit, nicht nur aus ihren Händen die Wärme zu strahlen, die ich von Therapeuten kannte, sondern auch aus ihrem Intimbereich. Sie war im wahrsten Sinne des Wortes heiß.

Mit der Zeit hatten wir alle möglichen Stellungen ausprobiert und auch viele ungewöhnliche Orte für das Ausleben unserer sexuellen Fantasien aufgesucht. Sex gab es jeden Tag, die Emotionen gingen durch die Decke und alles wurde nur noch wilder und leidenschaftlicher. Dass es aber im wahrsten Sinne des Wortes irgendwann so richtig, richtig heiß werden würde ... das hatte ich dennoch nicht auf dem Radar. Leidenschaft ist was Leiden schafft. Die steigerte sich so sehr, dass ihr Intimbereich angefangen hat nicht nur richtig warm, sondern glühend heiß zu sein. Es hat sich wahrhaftig wie glühende Kohlen angefühlt. Ich hatte ernsthaft Angst, schwere Verbrennungen zu bekommen. Wer will schon das eigene beste Stück in glühende Kohlen stecken? Das arme Ding würde darin doch in kürzester Zeit zu einem Bratwürstchen gegrillt werden!

Es ist nicht einfach, eine Wahrnehmung zu ignorieren, die eine akute und bedrohliche Gefahr signalisiert. Es fiel mir sehr schwer mich zu überwinden. Ich wusste zwar, dass das eigentlich nicht sein kann, ich fühlte es aber dennoch. Doch ich entschied mich, das Risiko einer Verbrennung höchsten Grades auf mich zu nehmen. Es war kein Vergnügen. Es hat richtig heftig weh getan und die Wahrnehmung ließ alle Alarmglocken läuten und Alarmleuchten angehen. Trotzdem kam es zum Höhepunkt, einem Nachspiel und dann einer Ruhephase, in der ich es nicht sein lassen konnte, sofort zu schauen, ob das arme Würstchen nicht doch in der Glut zu Kohle gegrillt wurde. Wurde es nicht. In der Glut blieb das Würstchen roh. Nicht mal die kleinste Spur einer Verbrennung.

Es ist hier im Männermagazin ja ausreichend bekannt: Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau. Da gibt es keine Ausnahmen, auch wenn man als Mann zwischendurch mit dem AMIGA-Syndrom konfrontiert wird. Es musste also kommen, wie es kommen musste. Das Einhorn entpuppte sich als geldgierig und manipulativ. Die Liste der Forderungen und Wünsche gewann an Länge. Der Traum vom Einhorn war wieder mal geplatzt.

Aus dieser Zeit ist mir eins besonders gut in Erinnerung geblieben: Sie hatte mich gern hin und wieder mal gefragt: „Bin ich die heißeste Braut, die Du je hattest?“ Dazu kann ich im wahrsten Sinne des Wortes „heiß“ noch bis heute ein klares und eindeutiges JA antworten.

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