• 11.12.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Frauen lügen doch immer

tanke

» Artikel vom

Ich strebe nicht nach Perfektion, aber ein guter Kundenservice ist mir besonders wichtig. Manche mögen mich auslachen, wenn ich mit meinem Lada vorfahre. Doch wenn es heiß ist, dann nehme ich stets den Transporter, weil der mit einer ziemlich großen Kühltruhe und mit einer Nespresso Maschine ausgestattet ist. Ich habe bisher jeden Kunden überrascht, wenn ich ihm mehrere Sorten Wasser, Saft, Cola, Cola Zero, Kaffee oder Espresso angeboten habe. Schließlich ist im Transporter genug Platz. Nebenbei habe ich einen besonders großen Erste-Hilfe-Koffer dabei. Selbst kleinere Operationen sind damit kein Problem. Das Thema Sicherheit wird bei mir sehr groß geschrieben. Nichts geht über einen besonderen Service. Und wenn ich Kunde bin, dann gehe ich zwar nicht von meinem Maßstab aus, aber ein wenig Mühe darf man sich durchaus geben.

Wenn ich morgens zur Tankstelle fahre, die da gerade mal 30 Minuten geöffnet hat, und ich die schmierige und versiffte Zapfpistole anfassen muss, dann frage ich mich durchaus, wann denn dieses Teil das letzte Mal gereinigt wurde. Das frage ich dann auch die Dame an der Kasse. Eigentlich müsste ich sie gar nicht fragen, denn die Antwort weiß ich bereits vorher. Heute früh natürlich. Und dann hole ich aus, dass sie mich nicht anlügen soll wie ihren Ehemann. Sie hat die Griffe natürlich nicht gereinigt. Das ist der Standard. Zum Glück habe ich stets Feuchttücher zum Reinigen meiner Hände im Auto, aber ich werde künftig Handschuhe verwenden. Im Übrigen ist es sehr empfehlenswert, niemals den Kugelschreiber der Tanke zum Unterschreiben zu nehmen. Dieser Kuli wurde garantiert noch nie gereinigt.

Noch schlimmer rangieren die meisten Hotels in der Rubrik Dreckspatzen. Letztens habe ich eine Dokumentation über einen Hotelchecker gesehen. Das war absolut erschreckend, wie versifft selbst sehr hochpreisige Hotels sind. Und wen wundert‘s: Die Hotelzimmer werden mit deutlicher Mehrheit von Frauen gereinigt. Entweder haben diese Weiber keinen Bock oder sie sind zu blöd zum Putzen. Wahrscheinlich beides in Kombination. So sei der geschätzte Leser gewarnt, niemals das Bettlaken oder den Kopfkissenbezug abzuziehen, um zu schauen, wie es darunter aussieht. Mach das niemals, denn nach dem Kotzen kommt sicherlich die Wut. Auch Beschwerden bringen nichts, es wird sich nichts ändern. Niemand kann andere Menschen ändern. Wer diese Wahrheit beherzigt, der kommt einfach besser durchs Leben.

Auch in den Restaurants sieht es nicht viel besser aus. Da wird getrickst und geschummelt, oft jenseits der Legalität. Das muss ich nicht weiter ausführen. Wer ein wenig Googeln kann, der ist auf dem neuesten Stand.

Ich persönlich bin einen Schritt weitergegangen und habe Hotels generell zu No-go-Areas erklärt. Nein, danke. Entweder ich schlafe in meinem Wohnwagen oder ich düse trotz langer Fahrt nach Hause. Das ist es mir einfach wert, dass mein Bulldog und ich gut schlafen. Obendrein bin ich unabhängig und kann mir mein Essen selbst zubereiten. Dabei geht es mir weniger ums Geld, als vielmehr um meine Lebensqualität. Wer es schafft, Arbeit, Spaß, Freude und Lebensqualität unter einen Hut zu bringen, der ist deutlich zufriedener. Wer sich dann im Urlaub noch einen Privatpool leisten kann, der hat es geschafft im Leben. Das war natürlich ein kleiner Scherz. Aber wenigstens die Business-Class muss drin sein, auch um die mittlerweile berüchtigte Flugscham zu vermeiden.

Ja, das Leben ist begrenzt und die Zeit verrinnt regelrecht. Jeden Tag muss ein Freier Mann nachdenken, wie er sein Leben in Einklang mit seiner harten Arbeit weiter verbessern kann. Jede positive Veränderung wirkt garantiert lebensverlängernd. Deswegen sterben gestandene Ehemänner früher, Freie Männer viele Jahre später. Jeder Mann weiß, dass eine Frau eine große Belastung ist. Von Freude und Glück sind die meisten Männer, die in einer Beziehung leben, meilenweit entfernt. Das liegt daran, dass Frauen niemals bereit sind, das Leben eines Mannes zu versüßen. Sie bewegen sich immer im Defizitbereich und sind deshalb eine permanente Last, die es abzuschütteln gilt. Der dadurch gewonnene finanzielle Spielraum kann das eigene Wohlbefinden enorm steigern, sei es für einen Wohnwagen oder für ein Grundstück am See mit kleinem Häuschen. Jeder muss für sich entscheiden, was ihn entspannt. Stress hat vor allem derjenige, der sich nicht organisieren kann. Es empfiehlt sich, seine Arbeit nicht wie eine getriebene Nutte zu erledigen, sondern diszipliniert nach Plan mit einer ausgefeilten Struktur. Natürlich kann es mal eine Abweichung geben, aber das muss die Ausnahme sein und zur Kompensation muss ein üppiges Schmerzensgeld winken. Ansonsten gilt knallhart: Es gibt einen Plan und der wird akribisch abgearbeitet. Fertig. Schon nach kurzer Zeit werden sich Kollegen und Kunden daran gewöhnt haben.

Damit ich mich morgens an der Tanke nicht mehr aufregen muss, benutze ich künftig meine eigenen Handschuhe. Von mir aus kann die Tankstellen-Tussi dann ihre Muschi an der Zapfpistole rubbeln. Mir egal. Und einen eigenen Kugelschreiber habe ich auch immer dabei. Nur so bleibe ich gesund und fange mir keine Viren oder Bakterien ein. Seit ich das Thema Hygiene konsequent praktiziere, habe ich nur noch höchst selten eine Erkältung. Auf die fixe Frage von Kollegen, ob sie mal kurz meinen Kugelschreiber oder mein Notebook zum Surfen benutzen dürfen, habe ich immer die richtige Antwort parat. Nein. Und schon bin ich damit fertig. Auch daran gewöhnen sich alle. Damit gelte ich zwar sicherlich als der bekloppte Arsch mit dem verwöhnten Bulldog, der genauso dämlich ist wie sein Besitzer, aber das juckt mich überhaupt nicht. Im Gegenzug bin ich sehr korrekt, sodass meine Arbeit letztlich geschätzt wird.

Wer eine saubere und ehrliche Arbeit abliefert, bei dem werden individuelle Eigenarten akzeptiert. So wird beispielsweise respektiert, dass ich vor 9 Uhr morgens nicht angerufen werden will. Nichts kann so wichtig sein, dass ich mitten in der Nacht angerufen werden muss. Dabei spielt es keine Rolle, dass ich täglich um 6 Uhr aufstehe. Die Zeit zwischen 6 und 9 Uhr gehört einfach nur mir und meinem Bulldog. Gassi gehen, Kaffee trinken und den Morgen genießen. Diese Zeit muss man sich nehmen, damit ein ereignisreicher Tag nicht zum Stress wird. Lieber einmal mehr überlegen oder ein Problemchen einfach mal liegen lassen. Vieles erledigt sich von selbst, während andere Dinge hart und energisch angepackt werden müssen. Es ist immer gut, wenn ein Gegenüber weiß, dass es auch noch einen anderen Modus gibt.

Das lässt sich ganz leicht in einem Satz zusammenfassen: Nur ich kann mich ändern!

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