• 12.11.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Meine kleinen Kurzgeschichten

forelle

» Artikel vom

Das wahre Leben ist immer noch die beste Schule für den Mann. Wer seine Antennen fein justiert, der erfährt, wie die Häschen so ticken. Egal ob jung, alt, hübsch oder hässlich, auch die fettesten und hässlichsten Frauen haben dieselben Ansprüche wie Prinzessinnen.

Mir hat so ein Schätzchen ganz fein Licht ans Fahrrad gemacht. Diese Dame war mit ihrem Mann in einer Notlage und ich habe geholfen. Das ist nicht grundsätzlich gegen meine innere Einstellung. Ich neige eher dazu, zu helfen, als eine Abfuhr zu erteilen. Nun habe ich keinen Bock, näher auf diesen konkreten Fall einzugehen, aber nachdem meine Hilfe reichlich in Anspruch genommen wurde, bekam ich statt Dankbarkeit einen Arschtritt. Das war wieder einmal eine wunderbare Lektion fürs Leben. Sicherlich werde ich künftig meine Großzügigkeit für mich behalten. Hilfsbereitschaft gibt’s nicht mehr. Ich freue mich immer wieder, wenn Frauen mein Bild über ihr verkommenes Wesen bestätigen. Frauen ändern sich nicht und das können sie auch nicht. Da fehlt eine wesentliche Eigenschaft. Der Verstand!

Vorgestern habe ich es mir nach einem interessanten Arbeitstag vor meinem Wohnwagen auf einem Campingplatz bequem gemacht. Mein Bulldog lag im Gras und ich träumte so vor mich hin. Ich glotze auf die Isar und beobachtete hin und wieder die vorüberziehenden Jogger und Joggerinnen. Aus meinen Träumen wurde ich gerissen, als mich eine Frau um die 60 ansprach und wissen wollte, wo es auf dem Campingplatz Frischwasser und so weiter gibt. Ich schaute sie an und sagte, dass es einige Grundregeln des Anstands gibt. Dazu gehört, dass man „Guten Tag“ sagt und das Wort „Bitte“ ist sicherlich auch nicht verkehrt. Doch sie ignorierte meine Worte und plapperte einfach weiter. Ich sagte zu ihr, dass ich jetzt nicht reden möchte und deshalb macht es keinen Sinn, dieses Gespräch fortzuführen. Ich habe keine Lust, einer Frau die Zeit zu vertreiben. Das war deutlich, freundlich und unmissverständlich. Sie drehte sich ohne ein weiteres Wort trotzig um und ging.

Die Krönung war wieder ein Besuch in meinem Lieblingsgasthof. Das Essen dort ist wirklich ausgezeichnet und natürlich ist der Koch ein Mann. Eine Frau, wie jeder Feinschmecker weiß, ist nicht fähig, eine erstklassige Mahlzeit zuzubereiten. Jedenfalls ging ich mit einem Baukollegen in den Biergarten des Gasthofes. Eine Kellnerin kam zu uns und wir bestellten die Getränke. Ja, sie würde die Getränke sofort bringen. Das war natürlich gelogen. Frauen kapieren nicht den Unterschied zwischen sofort, gleich und später. Jedenfalls kam die Kellnerin nach fünf Minuten mit nur einem Glas Wein auf dem Tablett angewackelt und servierte es am Nachbartisch. Ich sprach sie darauf an, dass doch noch genügend Platz auf ihrem Tablett war, um unsere beiden Getränke ohne größere Probleme mitzubringen. Sie sagte, dass die Getränke ihr Kollege gleich bringen würde. Aha. Zuerst hieß es sofort und nun gleich, zuerst sie, nun ihr Kollege. Typisch Frau.

Damit aber nicht genug. Ich bestellte bei ihr mein Lieblingsgericht, gebratenes Forellenfilet mit Dillsoße und Kartoffeln, wie folgt: Bitte das Forellenfilet gebraten, bitte eine doppelte Portion Forelle und dazu extra eine Schale mit Dillsoße und zwei zusätzliche Kartoffeln. Ich erklärte meine Bestellung nochmal und fragte nach, ob sie alles richtig verstanden hat, weil ich schon schlechte Erfahrungen gemacht habe. Natürlich, sagte sie leicht angefressen, kein Problem. Mein Essen kam nach 45 Minuten. Auf dem Teller befanden sich zwar wie bestellt zwei gebratene Forellenfilets, aber nur zwei Kartoffeln. Keine Dillsoße. Da war ich sprachlos. Auf meinen Einwand sagte sie, dass die Dillsoße gleich und die Kartoffeln auch gleich kommen würden. Ich bin schier ausgerastet und konnte mich kaum mehr beruhigen. Mein Kollege schämte sich für mich, aber bei dermaßen viel Blödheit kann ich leider nicht anders. Ich fragte die Kellnerin, was ich denn noch tun kann, damit sie mich versteht? Was mache ich falsch? Wie kann ich mich besser artikulieren, damit sie mein Essen so servieren kann, wie ich es bei ihr bestellt habe? Ich bekam keine Antwort. Jedenfalls aß ich und natürlich reichte die Soße nicht. Der Kellner fragte mich, ob er noch Soße bringen soll. Lieber nicht, sagte ich. Bis die hier ankommt, bin ich schon beim Kaffee trinken. Das macht wirklich keinen Sinn.

Ich habe noch lange über das Problem nachgedacht und einen Lösungsansatz entwickelt. Beim nächsten Besuch mache ich ein Foto eines korrekten Forellentellers samt Kartoffeln und Dillsoße, das ich ausdrucken, beschriften und laminieren werde. Ich denke, dass ein Bild die Arbeit der Kellnerin erleichtern wird. Frauen benötigen genauso wie Kinder eine niederschwellige Ansprache.

Frauen sind meist nicht nur dumm, sondern obendrein unfähig. Unfähig in allem, vor allem in der Kommunikation und im Service. Und jede Zuwendung wird als eine Selbstverständlichkeit hingenommen. Schließlich muss der Mann froh sein, einer Frau helfen zu dürfen. Bei allem Ärger sind das die besten Erfahrungen im Leben. Ich finde es gut, dass Frauen mir jeden Tag zeigen, wie sie wirklich sind. Wer genau darauf achtet, wird mir in allen Punkten zustimmen. Es ist unfair, eine Frau nicht wie einen Mann zu behandeln. Frauen dürfen keine Privilegien genießen und ich werde meinen Beitrag künftig noch stärker dazu leisten.

Glücklicherweise gibt es Männer, die wissen, was guter Service wert ist. Als ich bei einem Kunden einige Spezialmessungen durchführte, kam ein junger Mann mit Kaffee und Keksen. Das war toll. Und bei meiner nächsten kleinen Pause brachte er wieder unaufgefordert Kaffee. Das war nicht nur sehr aufmerksam, sondern auch weitsichtig im Sinne optimaler Arbeitsergebnisse. So macht die Arbeit Spaß und Freude. Von einer Frau ist dieser Service kaum zu erwarten.

Und auch in Restaurants kann es perfekten Service geben. Bei meiner letzten Weiterbildung war genau gegenüber von meinem Hotel ein italienisches Restaurant. Der Sohn des Inhabers platzierte mich und lobte meinen Bulldog. Ich bestellte wie immer meine Extras und die wurden prompt serviert. Zwischendurch ging ich nach draußen eine Kippe rauchen und der Kellner kraulte währenddessen meinen Bulldog unterm Tisch. Dann bekam mein Hündchen ein schönes Stück Rindfleisch. Unaufgefordert. Das nenne ich echten Service. Da ist die Rechnungshöhe völlig egal und das Trinkgeld selbstverständlich üppig. Ich fühlte mich rundum wohl, das Essen war vorzüglich und alle meine Wünsche wurden prompt erfüllt. Es geht eben auch anders, aber meist nur mit Männern.

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