• 18.07.2019

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Große Schnauze, aber viel dahinter

betonschaden

» Artikel vom

Eigentlich wollte ich letzten Samstag zur Vorbereitung auf den Muttertag einen kleinen Sexfilm anschauen und dann am Sonntag diesen besonderen Tag würdig begehen. Ich dachte daran, in einem Saunaclub eine junge Mutter zu beglücken oder besser gesagt aufzubocken, natürlich gegen Geld. Gerade junge Muttis brauchen immer reichlich Knete, doch es kam wieder einmal ganz anders. Und das ist wirklich richtig blöd gelaufen.

Ein Kollege aus der Deutschen Demokratischen Republik rief mich an und sagte, dass ich unbedingt zu einer Baustelle kommen muss. Der Bauherr sei auch anwesend. Ich guckte auf Google Maps und sagte meinem Kumpel, ob er neuerdings Drogen nimmt oder auf Tabletten sei. Das sind über 350 km einfacher Weg für mich. Ich redete mich in Rage und schob nach, dass er, bevor er mich anruft, einfach mal abspritzen sollte. Da setzt der Verstand ein. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich ließ mich schließlich breitschlagen und fuhr hin. Es ging um recht komplizierte Messungen auf Beton und exorbitant große Flächen. Der Bauherr fragte mich, wann ich das denn machen könnte. Und in meiner lockeren und flapsigen Art sagte ich im Scherz, dass das doch eine wunderschöne Arbeit für Samstag und Sonntag sei. Schließlich habe ich nichts zu tun, habe keine nervige und lästige Frau und meinem Bulldog ist es egal, solange er bei mir sein kann. Weiterhin ist der Samstag ein Werktag, wo richtige Männer immer arbeiten und am Muttertag ist diese Arbeit genau richtig, um keiner Frau über den Weg zu laufen. Besser könnte es ja wohl nicht laufen, so führte ich mit meiner großen Schnauze aus. Der Bauherr verzog keine Miene, war emotionslos und fragte mich, wann er denn die Preise bekommen könnte. Natürlich am nächsten Tag, wann sonst? Meine Preise sind stets fair, aber profitorientiert, damit von diesen Erlösen maximale Steuern bezahlt werden können. Schließlich gibt es viele bedürftige Menschen in Deutschland, die versorgt werden wollen.

Und einige Tage später kam auch schon der Auftrag rein. Die Freude verging mir, als ich den Ausführungstermin las. Samstag und Sonntag. Das war doch nur ein Witzchen von mir. Hat der Bauherr das nicht gecheckt? Nein, er wollte es nicht checken, denn er war etwas in Not und hat seine Chance genutzt. Meine große Schnauze ist mir zum Verhängnis geworden, aber ich stehe zu meinem Wort. Selbstverständlich arbeite ich das Wochenende durch und freue mich sogar darauf. Meinem ostdeutschen Kumpel sagte ich, dass er natürlich dabei sein muss. Logisch. Da er ebenso weder Freundin noch Ehefrau hat, haben wir uns über das Wochenende mit einer spannenden und wichtigen Aufgabe beschäftigt. Wir haben gemeinsam richtig die Kette poliert und gezeigt, was harte Kerlchen so alles drauf haben. Und dabei muss ich immer lachen, denn die stolzen, anständigen und redlichen Väter dürfen das nicht. Sie müssen ihre Frau fragen und jeder kann sich vorstellen, was die dazu sagt. Immerhin handelt es sich beim Muttertag für jede Frau um einen sehr wichtigen Tag. Da muss der Trottel von Ehemann mit einem teuren Geschenk um die Ecke kommen, sonst gibt es keinen Sex. Andere Männer machen einen wichtigen Job und erhöhen das Bruttosozialprodukt. Alles für Deutschland. Alles für den Finanzminister. Wenn alle Menschen so wären wie wir, dann würde es in Deutschland blühende Landschaften geben. Ok, das war ein kleiner Scherz. Man kann wirklich nicht erwarten, dass jeder Mensch Lust auf Arbeit hat. Angeführt werden diese Faulpelze von den knapp drei Millionen Alleinerziehenden im Lande. Das ist eh mein Lieblingsthema. Die faulen Frauen.

Da schaue ich gerne auf Deutschlands wichtigste Alleinerziehende. Frau Dr. Christine Finke, die im Forum gerne schlicht als FDF bezeichnet wird. Sie bekam zum Muttertag eine Wichstischdecke. Oh, nein. Ich musste nochmal nachlesen. Eine Wachstischdecke, im Fliegenpilzdesign. Ja, früher waren die Zeiten goldiger, als ihr Ehemann ihr eine Prada Tasche oder eine schwere Goldkette schenkte. Doch was sind schon materielle Werte gegen die gewonnene Freiheit ohne einen notgeilen Ehemann, der am liebsten Sex unter der Dusche praktiziert. Aktuell es ist ziemlich still um Dr. Finke geworden. Sie hatte eine Buchprüfung vom Finanzamt, aber davon hört man nichts mehr. Von Arbeit spricht sie ebenso nicht. Ja, ihre Kasse ist leer und wenn kein Geld da ist, dann ist die Wellenmacherin Dr. Finke depressiv. Der Kater pinkelt und kotzt, die Kinder leiden unter der Armut, weil Madame einfach nicht arbeiten gehen will. Da sind die Existenzängste zwar berechtigt und verständlich, aber wer keinen Job hat, der kann eben nur Nudeln an Ketchup essen. Am Monatsende dann nur noch Nudeln mit etwas angeranzter Butter. Die Zeiten sind hart, aber auch FDF könnte etwas dagegen tun. Sie will einfach nicht und es bleibt abzuwarten, ob sie wieder Stadträtin in Konstanz wird. Vielleicht wird sie ja wieder gewählt. Dann sind die Geldsorgen etwas geringer, weil Konstanz den Stadträten die höchsten Aufwandsentschädigungen zahlt.

Das Problem der Alleinerziehenden liegt bei diesen Frauen selbst. Sie haben die große Schnauze und wollen auf eigenen Füßen stehen, doch ohne Mann sind sie überhaupt nicht in der Lage, alle Kosten zu begleichen. Deswegen muss Vater Staat helfen. Und das sagt alles. Vater Staat ist männlich. Niemand würde auf die Idee kommen, Mutter Staat zu sagen, weil eben Männer die Staatskasse mit ihren Steuern füllen. Und als Dank sind Männer immer die Blöden und werden von Frauen auf das Übelste beschimpft. Da muss sich niemand ernsthaft wundern, wenn sich kein Mann mit Verstand mehr die Kosten einer Frau an die Backe heftet.

Ich habe eine wichtige Lektion gelernt. Mache einfach keine dummen Scherze und halte die Schnauze. Dann hätte ich ein schönes Wochenende gehabt. Andererseits habe ich meine Zeit sinnvoll gestaltet und sicherlich einige Bonuspunkte kassiert. Ein guter Ruf ist schließlich sehr wichtig.

Das besagte Wochenende endete jedoch versöhnlich, denn am Sonntagabend fand ich ein Päckchen vor meiner Haustüre. Ein Paar Birkenstockschuhe und ein Essensgutschein für meinen Lieblingsgasthof bei mir um die Ecke. Ich gebe es gerne zu: Ich mag Geschenke. Nun bin auch ich ein Träger von Birkenstockschuhen. So können sich die Zeiten ändern. Vielleicht bekomme ich im nächsten Jahr auch eine Wichstischdecke. Mal schauen.

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