• 30.11.2020

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Udo hat sein Paradies gefunden

udo

» Artikel vom

Udos Geschichte geht weiter und endet hier. Nachdem er das erste Mal in Thailand war, fuhr er jährlich, manchmal sogar zweimal pro Jahr dorthin. Und stets fragte er sich, ob es überhaupt noch einen Sinn macht, mit Frauen zu verkehren, auch wenn es sich um Damen der professionellen Liebeskunst handelt. Wer nahezu alles erlebt, erfahren und genossen hat, bei dem stellt sich irgendwann eine Sättigung ein. So erging es auch Udo. Nach einigen Jahren hatte er schlagartig keinen Bock mehr auf die Liebesdamen in Thailand, obwohl er immer noch dorthin flog. Zu schön ist das Land, um es nicht zu besuchen. Udo machte einige Rundreisen und erfreute sich an Kultur und Natur. Die kulinarischen Genüsse kamen dabei nicht zu kurz, aber die Frauen ließ er links liegen.

Udo mag keine Nutten mehr ertragen, weder in Deutschland, noch im Ausland. Nein, danke. Seine sexuellen Bedürfnisse befriedigt er, wie die meisten Ehemänner auch, in Eigenregie. Dazu braucht es keine Frau. Ihm sind Weiterbildungen zu seiner beruflichen Karriere wichtiger. Obendrein genießt er die Freiheit, jederzeit zu tun und zu lassen was er will. Niemanden muss er fragen, niemandem muss er Rechenschaft ablegen. Sein Geld gehört ihm alleine und nur er entscheidet über alle Ausgaben. Ein unschätzbarer Vorzug. Dass er in den letzten Jahren zu einem Freien Mann mutierte, weiß Udo nicht. Er braucht keine Begrifflichkeiten, um sein tolles Leben zu beschreiben.

Hin und wieder bekam Udo über irgendwelche Bekannte Hinweise zu partnersuchenden Frauen, die er grundsätzlich ignorierte. Warum soll er sich bei einer Frau bewerben, die nichts zu bieten hat? Meist handelte es sich eh nur um notleidende Alleinerziehende, die endlich einen neuen Zahldeppen für sich und ihre Bälger finden wollten, nachdem sich der Papa aus dem Staub gemacht hat. Nein, danke. Diese Art von Liebe kennt Udo zur Genüge und der Sex mit so einem Schätzchen wird sicherlich kaum besser als in Thailand sein. Und eine Frau kostet immer jede Menge Geld, auch wenn die Frauen von sich stets etwas anderes behaupten. Über Jahre hatte Udo keine Beziehung und auch keine Affäre mehr. Er lebte einfach zufrieden sein eigenes Leben. Im Beruf sah er fast täglich, wie es den Ehemännern ergeht. Das braucht er wirklich nicht. Er kennt das alles noch gut von seiner Exfreundin, mit der er zusammenwohnte.

Manchmal wurde Udo allerdings noch geil, aber er hatte sich dabei stets im Griff. Doch wenn in diesen Momenten eine Frau ohne Aufwand zu ihm gekommen wäre, dann wäre er durchaus bereit gewesen zu einem sexuellen Abenteuer. Udo trägt den Sexvirus eben noch immer in sich. Und dann kam es, wie es kommen musste. Eine 15 Jahre jüngere Frau datete ihn und es war ihm durchaus angenehm. Warum nicht ein wenig Spaß haben? Was er jedoch bei dieser Nummer durchmachte, das hat Udo gefühlt seit 30 Jahren nicht mehr erlebt. Lustloses Blasen und lächerliche Versuche, mit zu kleinen Titten seinen Schwanz zu stimulieren. Und dann lag die Dame wie ein Holzbrett auf dem Bett. Udo dachte, dass ein kleiner Stellungswechsel vielleicht helfen würde, aber sie machte sich schwer wie ein Hund, der nicht vom Sofa runterwill. Lustloser geht es kaum. Sicherlich dachte sie, dass er zufrieden sein müsse, weil sie deutlich jünger ist. Auch seinen Spruch, dass das Abspritzen dem Masturbieren gleichkommt, hat sie nicht verstanden. Und so hat Udo diese Affäre durch Nichtstun einschlafen lassen. Nur dumme Männer glauben daran, dass schlechter Sex mit der Zeit besser wird. Udo bereut die Zeit, die er dafür verschwendet hat. In einem schwachen Moment hat er sich hinreißen lassen, aber die Erfahrung ist wertvoll, damit es nicht zu weiteren Rückfällen kommt. Eine Frau versüßt eben nicht sein Leben.

So schnell wird Udo keine Frau mehr anfassen. Fürs Glücklichsein braucht er keine und in einer Krise macht sowieso fast jede den Hasenfuß, meist im ungünstigsten Moment mit maximalem Schaden. Die Wertigkeiten in seinem Leben haben sich zum eigenen Ich verschoben und da ist kein Platz mehr für eine Frau. Udo hat weder Lust, für Frauen da zu sein, noch möchte er ihnen ein schönes Leben bereiten. Zum Dank gibt es eh nur lustlosen und langweiligen Sex. Das braucht niemand.

Udo hat auch festgestellt, dass die Realität mit Frauen das genaue Gegenteil dessen ist, was die Medien propagieren. So sollen Frauen über 40 angeblich keinen Mann mehr wollen. Das ist ein Schenkelklopfer und der typisch weibliche Selbstbetrug. Es findet sich in Wahrheit kaum noch ein Mann, der sich von einer rasant alternden Frau zum Deppen machen lässt. Und dann unterstellen Feministinnen und ihr linksgrünes Gestrüpp, dass Männer ohne Frau gewalttätig sind. Das ist der größte Unsinn, den er jemals gelesen hat. Im Umkehrschluss müssten Männer mit Frau friedlicher sein. Alles Quatsch! Besonders lustig ist es, wenn die Medien behaupten, dass Frauen einen starken Mann suchen. Ja, die Welt ist gewalttätiger geworden. Aber wer den starken Mann spielt, indem er eine bedrängte Frau verteidigt, der begibt sich selbst in große Gefahr. Sicher ist nur, wer Frauen ausnahmslos ignoriert und einen großen Bogen um ihre Probleme macht. Dazu fallen Udo viele weitere Geschichten ein, die er in letzter Zeit gelesen hat. Wenn eine Frau sexuell belästigt wird oder ihr gar noch Schlimmeres widerfährt, dann soll der Mann Fotos oder ein Video mit seinem Smartphone machen. Das seien wertvolle Beweise, um die Ermittlungsarbeit der Polizei zu erleichtern. Am Ende sind es wohl nur bleibende Andenken an dieses besondere Erlebnis. Gewalt anzuwenden wie der Täter ist freilich verpönt und endet schnell vor dem Strafrichter. Wer als Mann in solche Situationen kommen möchte, der darf gerne den weißen Ritter spielen. Udo nicht. Er ist raus aus dem Rattenrennen.

Natürlich wird Udo weiterhin nach Thailand fliegen und es sich dort gutgehen lassen. Aber dazu braucht er keine Freundin und auch kein Liebesmädchen vor Ort. Seine Interessen liegen mittlerweile ganz woanders und das muss keine Frau verstehen, sondern nur er. Dass Udo schönen Frauen noch immer hinterherschaut, ist für einen Mann völlig normal. Doch bei ihrem Anblick fragt er sich stets, was wohl auf dem Preisschild stehen mag?

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